Abo
  • Services:

E-Mail: Private Mails von Topmanagern Ziel von Phishing-Kampagne

Angriffe auf IT-Infrastruktur richten sich nicht nur gegen dienstliche Adressen. Derzeit seien auch private Mailkonten im Visier von Angreifern, warnt das BSI. Betroffen seien "Spitzenkräfte" aus Wirtschaft und Verwaltung.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Fishing-Operation der anderen Art.
Eine Fishing-Operation der anderen Art. (Bild: Naseem Zeitoon/Reuters)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer aktuellen Phishing-Kampagne, die gezielt auf Topmanager und Spitzenpersonal aus Wirtschaft und Verwaltung gerichtet sein soll. Es würden "täuschend echte Spearphishing Mails" an die privaten E-Mailadressen der Opfer versendet.

Stellenmarkt
  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf
  2. ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Mannheim

Die Angreifer geben nach Angaben des BSI vor, Auffälligkeiten bei der Nutzung des Postfachs beobachtet zu haben. Nutzer sollten daher ihr Passwort erneut eingeben, natürlich auf einer von den Angreifern bereitgestellten Seite. Betroffen seien Yahoo- und Gmail-Konten. Die verwendete Infrastruktur soll der ähneln, die im französischen Wahlkampf gegen die Kampagne des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dessen En-Marche-Bewegung eingesetzt wurde.

Kaum Einfluss auf private Mailkonten

BSI-Chef Arne Schönbohm sagte: "Auch in den Regierungsnetzen hat das BSI bereits einen Angriff der aktuellen Kampagne abgewehrt. Grundsätzlich können wir solche Phishing-Mails mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit detektieren. Private E-Mail-Postfächer allerdings sind außerhalb der Zuständigkeit des BSI." Auch Parteien und Organisationen hätten nur begrenzten Einfluss darauf. "Dies macht private Postfächer für die Angreifer zu einem attraktiven Angriffsziel. Funktionsträger in Verwaltung und Wirtschaft sollten daher dafür sorgen, dass auch ihre privaten Mail-Accounts abgesichert sind. Dies ist ein wichtiger Teil des digitalen Persönlichkeitsschutzes."

Das BSI rät, private Konten nicht für geschäftliche Zwecke zu nutzen. Außerdem sollte auch bei privaten Adressen die Zwei-Faktor-Authentifizierung über eine App oder per Hardwaretoken eingesetzt werden. Generell sollten keine Passwörter auf Seiten eingegeben werden, die auf Seiten angefordert werden, die sich nach einem Klick auf einen Link in einer E-Mail öffnen.

Phishing-Angriffe sind seit vielen Jahren einer der beliebtesten Angriffsvektoren. Immer wieder sind solche Angriffe erfolgreich, etwa im Falle der Kampagne der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in den USA.



Anzeige
Top-Angebote

Eheran 23. Jun 2017

Was für eine unglaubliche Beschreibung für das Löschen einer Mail. Was diese Person(en...


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key2 - Test

Das Blackberry Key2 überzeugte uns nicht im Test - trotz guter Tastatur.

Blackberry Key2 - Test Video aufrufen
Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt US-Regierung gibt der Nasa nicht mehr Geld für Mondflug

VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  2. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge
  3. VR-Brillen Google experimentiert mit Lichtfeldfotografie

    •  /