Zertifikate: Google wirft Wosign und Startcom endgültig raus

Die Entwickler von Googles Chrome-Browser bekräftigen ihre Entscheidung, Zertifikaten von Wosign und Startcom überhaupt nicht mehr zu trauen. Mitte September wird die bisher noch gepflegte Whitelist entfernt.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Chrome-Browser schmeißt schlechte Zertifikate endgültig raus.
Der Chrome-Browser schmeißt schlechte Zertifikate endgültig raus. (Bild: Stephen Shankland, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

"Das Vertrauen für Wosign- und Startcom-Zertifikate wird final entzogen", heißt es schlicht im Betreff einer E-Mail des Google-Angestellten Devon O'Brien an die Entwickler-Liste des Chrome-Projekts. Viel mehr an Erklärung als diese Betreffzeile ist eigentlich auch nicht mehr nötig - immerhin hat hat Google dieses Vorgehen erstmals bereits Anfang November des vergangenen Jahres angekündigt.

Stellenmarkt
  1. Senior Development Engineer (w/m/d) RF Signal Processing
    MBDA Deutschland, Augsburg, Ingolstadt, München
  2. IT System Engineer/IT-Systemingenieur (m/w/d) M365 Power Platform
    R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden
Detailsuche

Der Browser-Hersteller entzieht künftig sämtlichen Zertifikaten, die von den beiden genannten CAs (Certificate Authorities) ausgestellt wurden, das Vertrauen. Webseiten, die für ihre Verschlüsselung immer noch solch ein Zertifikat nutzen, werden von dem Browser dann als unsicher gekennzeichnet. Endgültig umgesetzt werden soll dieses Verhalten mit der Veröffentlichung von Chrome 61, die derzeit für Mitte September geplant ist.

Auch bisher vertraut der Chrome-Browser nicht mehr uneingeschränkt sämtlichen Zertifikaten der beiden CAs. So gilt das Vertrauen nur noch für Zertifikate, die vor dem 21. Oktober 2016 ausgestellt wurden, sowie für Domains auf einer Whitelist. Deren Grundlage bildet die Liste der laut Alexa eine Million am häufigsten besuchten Seiten weltweit. Diese Whitelist soll mit Chrome 61 also abgeschafft werden.

Dass Google den beiden CAs misstraut, begründet das Unternehmen mit der Sicherheit der Chrome-Nutzer, die dadurch besser geschützt werden sollen. Bereits in der Vergangenheit hieß es zu Wosign und Startcom, die Unternehmen hätten "wissentlich und bewusst" Zertifikate missbraucht, um Beschränkungen bei SHA1-Zertifikaten durch die Browserhersteller zu umgehen. Außerdem hätten die Unternehmen nach Aufdeckung der Schwachstellen versucht, die Browser-Community in die Irre zu führen. Daher führe kein Weg daran vorbei, den CAs das Vertrauen zu entziehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


nicoledos 11. Jul 2017

Wer falsche eigene Zertifikate ausstellt, kann auch die hinterlegten Daten fälschen. Bei...

johnripper 10. Jul 2017

Einige! Ja, leider seit zu vielen Monaten. Und immer wieder Ankündigungen usw. bis es...

johnripper 10. Jul 2017

Ließt sich, als dass sie sich bessern wollen. Schade. Sie hätten einen Rauswurf auch...

sg (Golem.de) 10. Jul 2017

Funfact: Alexa Internet gehört tatsächlich Amazon :) Ich hab das mal im Text verlinkt.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Jahressteuergesetz
Homeoffice-Pauschale wird noch einmal erhöht

Wer im Homeoffice arbeitet, kann mehr von der Steuer absetzen als bislang geplant. Der Maximalbetrag steigt an.

Jahressteuergesetz: Homeoffice-Pauschale wird noch einmal erhöht
Artikel
  1. BMW iX5 Hydrogen: Warum BMW an Brennstoffzellen-Autos festhält
    BMW iX5 Hydrogen
    Warum BMW an Brennstoffzellen-Autos festhält

    Zusammen mit Toyota produziert BMW einen Brennstoffzellen-Antrieb, der nun in eine Demoflotte eingebaut wird. Wir haben uns die Produktion angeschaut.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Ausbildung: Microsoft und Arbeitgeber wollen Digitalkompetenzen stärken
    Ausbildung
    Microsoft und Arbeitgeber wollen Digitalkompetenzen stärken

    Die ins Stocken geratene Future-Skills-Initiative unter anderem von Microsoft soll helfen, den Mangeln an IT-Fachkräften zu beseitigen.

  3. Urheberrechtsverletzung: US-Marine muss Strafe an deutsche Firma bezahlen
    Urheberrechtsverletzung
    US-Marine muss Strafe an deutsche Firma bezahlen

    Noch während der Lizenzverhandlungen installierte die US-Marine eine Software auf über 500.000 Rechnern. Sechs Jahre später muss sie dafür bezahlen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • LG OLED TV (2022) 55" 120Hz 949€ • Mindstar: Geforce RTX 4080 1.449€ • Tiefstpreise: G.Skill 32GB Kitt DDR5-7200 • 351,99€ Crucial SSD 4TB 319€, HTC Vive Pro 2 659€ • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger [Werbung]
    •  /