Claude Code: Lernplattform mit Jahren an Inhalten bei KI-Panne gelöscht
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Bei der Lernplattform Datatalks.club(öffnet im neuen Fenster) hat ein Claude-Code-basierter KI-Agent durch übereifrige Löschvorgänge die Infrastruktur beschädigt. Wie das genau passiert ist, erläutert Alexey Grigorev, der Gründer der Plattform, in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) . Die KI löschte demnach 2,5 Jahre an hochgeladenen Inhalten inklusive automatisch erstellter Snapshots – darunter Hausaufgaben, Projekte und Ranglisteneinträge.
Grigorev wollte ursprünglich eine andere von ihm gegründete Plattform namens AI Shipping Labs(öffnet im neuen Fenster) von Github Pages zu AWS migrieren. Dabei habe er sich allerdings zu sehr auf Claude Code verlassen, gesteht er.
Für sein Vorhaben griff Grigorev auf das von Hashicorp entwickelte Infrastructure-as-Code-Softwaretool Terraform(öffnet im neuen Fenster) zurück. Dabei nutzte er ein älteres Setup, das er zuvor schon für Datatalks.club verwendet hatte. Auf diesem Wege wollte er etwas Geld sparen, da er so keine zusätzlichen fünf bis zehn US-Dollar pro Monat für eine weitere Virtual Private Cloud (VPC) ausgeben musste.
Infrastruktur und Snapshots gelöscht
Grigorev wusste, dass seine Sparmaßnahme mit Risiken einhergeht. Sogar Claude soll ihm davon abgeraten und stattdessen empfohlen haben, die beiden Projekte sauber voneinander zu trennen. Doch der Wunsch des Entwicklers, ein paar US-Dollar zu sparen, war offenkundig größer als die Angst vor möglichen Komplikationen.
Zu der unerwartet umfangreichen Datenlöschung kam es, nachdem Grigorev den KI-Agenten dazu aufgefordert hatte, mit dem Command Line Interface von AWS(öffnet im neuen Fenster) nach Duplikaten erzeugter Ressourcen zu suchen und diese zu löschen. Doch Claude löschte noch weitaus mehr, denn der Entwickler stellte kurz darauf fest, dass seine Lernplattform Datatalks.club nicht mehr erreichbar war.
Die gesamte Infrastruktur des Projektes, darunter Datenbank, VPC, ECS-Cluster, Load Balancer und der Bastion-Host, waren den Angaben zufolge vollständig verschwunden. "Als ich Claude fragte, wo die Datenbank sei, war die Antwort eindeutig: Sie war gelöscht worden" , erklärt Grigorev.
Zunächst versuchte der Entwickler, die Daten selber wiederherzustellen. Das System war so eingerichtet, dass jede Nacht automatisch ein Snapshot erstellt wurde. Doch auch die Snapshots waren alle verschwunden. Es folgte ein Austausch mit dem AWS-Support, der rund 24 Stunden nach dem Vorfall glücklicherweise noch einen Snapshot wiederherstellen konnte.
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