Abo
  • Services:

Staatstrojaner: Finfishers Schnüffelsoftware ist noch nicht einsatzbereit

Der vom Bundesinnenministerium beim Unternehmen Finfisher vor vier Jahren eingekaufte Bundestrojaner wird immer noch geprüft und ist deshalb nicht einsatzbereit. Die Software wurde 2013 für 150.000 Euro erworben.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Bundestrojaner soll künftig auch Smartphones infizieren können.
Der Bundestrojaner soll künftig auch Smartphones infizieren können. (Bild: Martin aka Maha)

Seit mehr als vier Jahren wird eine 2013 vom Bundesinnenministerium eingekaufte Schnüffelsoftware von der TÜV Informationstechnik GmbH geprüft - bislang ohne Ergebnis. Die Lizenz für die Spionagesoftware wurde 2013 vom Unternehmen Finfisher der Gamma Group für 150.000 Euro erworben - samt Schulung. Der vom BKA selbst entwickelte Bundestrojaner wurde hingegen bereits 2015 vom TÜV freigegeben, berichtet die Welt. Der von Finfisher gekaufte Trojaner sollte als Ersatz und Ergänzung für den eigenen Bundestrojaner dienen. In Deutschland verkauft der Hersteller Finfisher Trojanerlösungen für PC, Smartphones und Mac.

Stellenmarkt
  1. DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld
  2. Rentschler Biopharma SE, Laupheim

Die kommerzielle Software werde einer Prüfung durch ein externes Prüflabor unterzogen, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums der Welt. "Die Prüfung durchlief bisher mehrere Stufen, sie ist noch nicht abgeschlossen." Die Kosten des Prüfverfahrens für den eigenen Bundestrojaner soll 180.000 Euro gekostet haben. Ob er bereits zum Einsatz gekommen ist, wollte das Innenministerium nicht bestätigen.

Geprüft und schon wieder veraltet

Mitte 2016 wurde bekannt, dass der eigene Bundestrojaner in der damals aktuellen Fassung den Ansprüchen des BKA noch nicht genügte und deshalb erweitert werden sollte. Er funktionierte nur unter Windows und nicht auf mobilen Geräten, etwa für den Zugriff auf verschlüsselte Chats, wie jüngst oft wiederholt gefordert wurde. Ein entsprechender Smartphone-Trojaner soll intern als "3. Produktlinie" bezeichnet werden. Die anderen Trojaner des BKA wurden selbst entwickelt. Einer ist für die Quellentelekommunikationsüberwachung gedacht und hat eingeschränkte Befugnisse, der zweite dient der umfangreicheren Online-Durchsuchung.

Ende Juni 2017 hatte der Bundestag trotz heftiger Kritik den großflächigen Einsatz von Überwachungsprogrammen bei der Strafverfolgung beschlossen. Um den Bundestrojaner zu installieren, müssten Sicherheitslücken und Schwachstellen genutzt oder geschaffen werden, die auch von organisierten Cyberkriminellen genutzt werden könnten, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Im April 2017 wurde bekannt, dass ein Trojaner von Finfisher eine 0-Day-Lücke in Microsoft Office nutzt, um sich auf einem Rechner einzunisten.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

TheDragon 11. Jul 2017

Google/Apple spielen aber nicht mit.

plutoniumsulfat 11. Jul 2017

Du gehst davon aus, dass alle Polizisten sich stets treu ans Gesetz halten. Wie man in...

ip_toux 11. Jul 2017

....der Hersteller Finfisher Trojanerlösungen für PC, Smartphones und Mac. Also man muss...

der_wahre_hannes 10. Jul 2017

Cool, ich sag mal so, erst den Text lesen, dann den Text verstehen, dann posten. EIN...

coolbit 10. Jul 2017

... nur Windows Trojaner zustande bringen und jede neue Version zu Tode geprüft und...


Folgen Sie uns
       


Tolino Shine 3 - Hands on

Der Shine 3 ist der neue E-Book-Reader der Tolino-Allianz. Das neue Modell bietet einen kapazitiven Touchscreen und erhält die Möglichkeit, die Farbtemperatur des Displaylichts zu verändern. Der Shine 3 ist für 120 Euro verfügbar.

Tolino Shine 3 - Hands on Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Google-Apps könnten Hersteller bis zu 40 US-Dollar kosten
  2. Google Pixel-Besitzer beklagen nicht abgespeicherte Fotos
  3. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
Life is Strange 2 im Test
Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
Von Peter Steinlechner

  1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

    •  /