Abo
  • Services:

Router Sense von F-Secure im Test: Kindergärtner für das Internet of Things

F-Secure will mit einem Router das Internet of Things sicherer machen. Das Ganze wird per App bedient und funktioniert im Test meist reibungslos. Experten dürften sich jedoch deutlich mehr Einstellungen wünschen.

Ein Test von veröffentlicht am
Sense zeigt auch die Uhrzeit an.
Sense zeigt auch die Uhrzeit an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit dem smarten Router Sense will die finnische Sicherheitsfirma F-Secure die Antwort auf die Sicherheitsgefahren rund um das Internet of Things geben. Unsichere IP-Kameras, die ohne Wissen der Nutzer das Internet angreifen, und datensammelnde Smart-TV sollen mit dem Gerät verhindert werden. Im Test gefällt uns der Ansatz von F-Secure, an einigen Stellen merkt man dem System aber noch an, dass es sich um ein recht junges Produkt handelt. Eins vorweg: Sense ist kein Gerät für Bastler, sondern vor allem für Nutzer, die ohne großen Aufwand einen besseren Überblick über ihr Heimnetzwerk bekommen wollen.

Inhalt:
  1. Router Sense von F-Secure im Test: Kindergärtner für das Internet of Things
  2. Einfache Einrichtung per App
  3. Kein MITM-Device - gut so
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Im vergangenen Herbst griffen vernetzte Geräte aus aller Welt zunächst das Blog des Journalisten Brian Krebs an, später brachte das Mirai-Botnet sogar den DNS-Provider Dyn in Schwierigkeiten - und zahlreiche populäre Webdienste wie Twitter und sogar ein Rechenzentrum von Amazon funktionierten über Stunden nicht. Schuld waren unsichere Standardpasswörter und schlampig konfigurierte Netzwerke.

Mikko Hypponen, Chief Research Officer von F-Secure, sagte im Gespräch mit Golem.de zur aktuellen Entwicklung: "Wir erleben gerade die erste IoT-Revolution. Noch wissen die Nutzer, dass ihre Geräte sich mit dem Internet verbinden. Das wird sich mit der nächsten Generation ändern." Doch obwohl die Nutzer über die Vernetzung der Technik Bescheid wüssten, könnten viele Nutzer die Risiken der Technik nicht einschätzen oder einordnen. Dieses Problem wollen mehrere Sicherheitsfirmen lösen. Kaspersky mit einem eigenen Betriebssystem für Router und IoT-Geräte, der Hersteller Symantec will ebenfalls einen Router mit Virenschutz mit dem Namen Core anbieten. Von beiden Geräten war bislang kein Testmuster zu bekommen.

  • Sense ist ein Router mit Sicherheitsfunktionen ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... in einem schlichten weißen Gehäuse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geräte können per WLAN oder Ethernet angebunden werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Design dürfte für die meisten Nutzer überzeugend sein und ist auch bücherregaltauglich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Einrichtung erfolgt per Smartphone. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Einrichtung erfolgt per Smartphone. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Betrieb wird über ein versteckt angebrachtes Display die Zeit angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Sense ist ein Router mit Sicherheitsfunktionen ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Im Gespräch mit einigen vom Mirai-Botnetz betroffenen Endkunden und Unternehmen hätten diese auf die Feststellung, dass ihr Toaster gerade das Internet angreife, nur mit "Cool" geantwortet, sagt Hypponen. Sense soll dafür sorgen, dass IoT-Geräte nicht mehr attackiert werden, ohne dass die Nutzer selbst aktiv werden. Sense soll einerseits das Problembewusstsein der Nutzer stärken, indem Bedrohungen angezeigt werden, andererseits sollen einige Angriffe direkt unterbunden werden.

Stellenmarkt
  1. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. Controlware GmbH, Dietzenbach

Zunächst ist Sense ein ganz normaler Router im schlichten weißen Design. Auf das Design ist F-Secure offenbar besonders stolz, auf der Packung wird der Router mit dem Hinweis "nordisches Design aus Finnland" angepriesen. Das Gerät sieht deutlich besser aus als solche mit vielen einzelnen Antennen und kann auch im Bücherregal einen Platz finden, gegen den kaum ein Familienmitglied rebellieren dürfte. Auf der weißen Oberfläche wird die Uhrzeit angezeigt, auch während der Einrichtung wird das Display kurz benötigt.

Im Gerät stecken ein nicht näher benannter 1-GHz-Dual-Core-Prozessor, 512 MByte DDR3-RAM und 1 GByte Flash-Speicher. Zur ersten Einrichtung wird Bluetooth 4.0 genutzt, Bluetooth Low Energy wird ebenfalls unterstützt. Es sind drei RJ45-Schnittstellen mit bis zu 1.000 MBit/s Datendurchsatz vorhanden. Das Gehäuse beherbergt vier Antennen, die ihr Signal nach IEEE 802.11a/b/g/n/c, AC 1750 verteilen.

Einfache Einrichtung per App 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 297,00€ + 4,99€ Versand
  2. (u. a. 480-GB-SSD 59€, 2-TB-SSD 274€, 64-GB-USB3-Stick 10,99€)
  3. (u. a. 16 GB DDR4-2666 von HyperX für 109,90€)
  4. (u. a. Acer und HP-Notebooks ab 519€)

DennisHalleluja 04. Jul 2017

Ich verstehe den Sinn nicht. Malware kommuniziert zu 99% via HTTPS, also verschlüsselt...

Apfelbrot 04. Jul 2017

Dir ist schon klar dass das bei fast allen Herstellern so der Fall ist? Bei vielen, zB...

Badfaith 03. Jul 2017

Einiges, dann müsste ich Dir allerdings einiges erklären. Wenn Du da Lust drauf hast...

robinx999 03. Jul 2017

Ja eigentlich war es damals schon sicher, aber die Leute hatten halt Probleme die Port...


Folgen Sie uns
       


Offroad mit dem Audi E-Tron

Mit dem neuen Audi E-Tron fährt es sich leicht durch unwegsames Gelände.

Offroad mit dem Audi E-Tron Video aufrufen
Red Dead Online angespielt: Schweigsam auf der Schindmähre
Red Dead Online angespielt
Schweigsam auf der Schindmähre

Der Multiplayermodus von Red Dead Redemption 2 schickt uns als ehemaligen Strafgefangenen in den offenen Wilden Westen. Golem.de hat den handlungsgetriebenen Einstieg angespielt - und einen ersten Onlineüberfall gemeinsam mit anderen Banditen unternommen.

  1. Spielbalance Updates für Red Dead Online und Battlefield 5 angekündigt
  2. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 geht schrittweise online
  3. Games US-Spielemarkt erreicht Rekordumsätze

Mars Insight: Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars
Mars Insight
Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars

Bei der Frage, wie es im Inneren des Mars aussieht, kann eine Raumsonde keine spektakuläre Landschaft gebrauchen. Eine möglichst langweilige Sandwüste wäre den beteiligten Wissenschaftlern am liebsten. Der Nasa-Livestream zeigte ab 20 Uhr MEZ, dass die Suche nach der perfekten Langeweile tatsächlich gelang.

  1. Astronomie Flüssiges Wasser auf dem Mars war Messfehler
  2. Mars Die Nasa gibt den Rover nicht auf
  3. Raumfahrt Terraforming des Mars ist mit heutiger Technik nicht möglich

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

    •  /