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Darknet: Ermittler schließen Kinderporno-Seite im Darknet

Eine Darknet plattform zum Austausch von Kinderpornografie mit offenbar fast 90.000 Mitgliedern wurde nach mehrmonatigen Ermittlungen vom Netz genommen. Wie die Betreiber aufflogen, ist noch unklar.
/ Jan Weisensee
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Ermittler nehmen Betreiber von riesiger Kinderpornoplattform fest.
Ermittler nehmen Betreiber von riesiger Kinderpornoplattform fest. Bild: CC0 1.0

Ermittlern ist es nach einem Bericht der FAZ gelungen, eine riesige Darknet-Seite zur Verbreitung von Kinderpornografie abzuschalten. Der 39-jährige mutmaßliche Betreiber sowie weitere Verantwortliche und Nutzer der Seite seien bereits am 12. Juni festgenommen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit.

Den Angaben zufolge war die Seite bereits seit 2016 unter dem Namen "Elysium" aktiv. Sie wurde nicht nur als Sammelplatz für den Austausch kinderpornografischer Fotos und Videos genutzt, sondern auch für Verabredungen zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Wie FAZ.net berichtete(öffnet im neuen Fenster) , stießen die Ermittler auf Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs auch von Kleinkindern.

Technische Details noch unbekannt

Ob die Plattform als Tor Hidden Service betrieben wurde und auf welche Art und Weise es den Ermittlern gelang, die Betreiber zu identifizieren, ist noch unklar.

Beamte der Polizei ermitteln immer wieder auch als verdeckte Ermittler und geben sich als Kunden aus. In anderen Fällen konnten zum Beispiel Steuerbehörden die Seitenbetreiber ermitteln, weil diese auf einmal über viel Geld verfügen und teure Anschaffungen machten. Zu manchem Ermittlungserfolg trägt zudem bei, dass die Anonymitätstipps der Plattformbetreiber nicht immer ausgereift und sinnvoll sind.

Die Ermittlungen gegen die Plattform wurden Pressemeldungen zufolge von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) in Gießen geführt. Die vom Land Hessen 2010 eingerichtete ZIT war die erste Staatsanwaltschaft, die sich bundesweit gezielt mit der Internetkriminalität beschäftigte. Weitere Details wollen das BKA in Wiesbaden sowie das österreichische BKA in Wien am morgigen Freitag zeitgleich auf zwei Pressekonferenzen bekanntgeben.


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