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Gmail: Google scannt Mails künftig nicht mehr für Werbung

Künftig will Google auch in der Privatkundenversion von Gmail den Text nicht mehr auf Stichworte für Werbung untersuchen. Stattdessen sollen die gleichen Verfahren wie unter anderem bei der Internetsuche verwendet werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Gmail-App auf einem Smartphone
Gmail-App auf einem Smartphone (Bild: Jewel Samad/AFP/Getty Images)

Wer auf Gmail einen Text schreibt oder erhält, in dem oft das Wort "Hund" vorkommt, sieht passend dazu am Rand in seinem Browser Werbung für Tierfutter. Dieses seit Jahren von Datenschützern, aber auch von Kunden kritisierte Analysieren der Texte steht nun vor dem Aus. Google selbst hat in seinem Firmenblog bekanntgegeben, dass stattdessen im Laufe des Jahres - ein konkreter Zeitpunkt wird nicht genannt - auch bei Privatkunden in Gmail die personalisierte Werbung mit den gleichen Verfahren ausgewählt werde, wie das etwa bei Suchanfragen geschehe.

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Wen auch das stört: Google selbst weist in seinem Blogeintrag darauf hin, dass jeder Nutzer diese personalisierte Werbung in den Einstellungen seines Google-Kontos deaktivieren kann. Der entsprechende Link wird im Blogbeitrag gleich mitgeliefert, in der deutschen Version sind die entsprechenden Punkte dann im Menü unter "Einstellungen für Werbung" zu finden.

Vereinheitlichung im Ökosystem

Grund für die Änderung ist offenbar weniger die jahrelange Kritik an dem Analysieren der Texte. Stattdessen geht es offenbar in erster Linie um eine Vereinheitlichung bei der Vermarktung von Werbung innerhalb des von der Firma angebotenen Ökosystems. Die kostenpflichtige Geschäftskundenlösung G Suite's Gmail etwa scannt die Mails der Nutzer schon länger nicht mehr für die Auswahl der Anzeigen.

Für andere Zwecke werden die Mails der Nutzer übrigens auch weiterhin durch Algorithmen von Google untersucht. Das ist für Funktionen wie Smart Replay sowie natürlich für das Herausfiltern von Spam und Phishing-Mails nötig.

Google hatte 2004 angefangen, die Texte innerhalb von Gmail zu Werbezwecken zu analysieren. Das Verfahren war immer umstritten, zumal es nicht nur Kunden von Google selbst betraf - sondern auch die Nutzer anderer Dienste, die eine Mail an einen Empfänger auf Gmail geschrieben hatten.

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Hu5eL 27. Jun 2017

für mich auch irrlevant... aber in ein paar jahren... ihr habt es uns ja allen gesagt.

bastie 25. Jun 2017

Kann ich dann an PC, Tablet und Handy jeweils direkt gefiltert Mails abrufen? Muss ich...

bojenkommandant 25. Jun 2017

Da bist Du echt "gestolpert"! Das Opt-Out bezieht sich auf die (einfach deaktivierbare...

bojenkommandant 25. Jun 2017

Stimmt. Danke. Dazu verweise ich mal uneigennützig *g* auf unseren Blogartikel der das...


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