Android: Millionen Smartphones über WLAN angreifbar

Viele Millionen Smartphones weisen eine gefährliche Sicherheitslücke auf. Der Fehler steckt in einem Broadcom-WLAN-Chip. Google hat einen Patch dafür veröffentlicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Etliche Smartphones sind von der Sicherheitslücke betroffen.
Etliche Smartphones sind von der Sicherheitslücke betroffen. (Bild: Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images)

Google hat den Sicherheitspatch vom Juli 2017 für Android-Geräte veröffentlicht. Darin wird auf ein als kritisch eingestuftes Sicherheitsleck hingewiesen, das mit dem Update geschlossen wird. Bislang ist nur bekannt, dass die Sicherheitslücke in einem Broadcom-Chip steckt. Weitere Details dazu sollen Ende Juli 2017 bekanntgegeben werden. Die Google-eigenen Geräte der Nexus- und Pixel-Modellreihe erhalten bereits den aktuellen Sicherheitspatch.

Patch schließt viele Sicherheitslücken

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer (m/f/d) for Embedded Software Integration
    Elektrobit Automotive GmbH, Erlangen
  2. IT-Servicetechniker (m/w/d) - Bank Technologie
    GRG Deutschland GmbH, Hamburg
Detailsuche

Laut der Beschreibung des Sicherheitspatches behebt der Patch eine Reihe weiterer Sicherheitslücken. Die meisten werden aber nicht als kritisch eingestuft. Mit dem aktuellen Sicherheitspatch werden auch Sicherheitslücken älterer Android-Versionen beseitigt. Dazu zählen Android 4.4.4, Android 5.x sowie Android 6.x.

Besonders gefährlich dürfte die Sicherheitslücke im Zusammenspiel mit Broadcom-Chips sein, die von etlichen Android-Geräten verwendet werden. Zur Broadcom-Sicherheitslücke ist bisher allerdings nur wenig bekannt: Angreifer können darüber beliebigen Code mit Systemrechten ausführen. Die Fehler sollen in den Broadcom-Chips der Baureihe BCM43xx stecken. Nach den derzeit vorliegenden Informationen gibt es einen Fehler in der Firmware des WLAN-Chips. Angreifer können darauf Schadcode ausführen. Dies wiederum würde die Möglichkeit eröffnen, beliebigen Code unter Android auszuführen, falls der Android-Sicherheitspatch vom Juli 2017 nicht installiert ist.

Auch iPhones betroffen

Nahezu alle Samsung-Smartphones sowie Modelle von LG und HTC sollen von dem Sicherheitsleck betroffen sein. Daher wird die Anzahl betroffener Geräte auf mehrere Millionen geschätzt. Wann die betreffenden Smartphones den Sicherheitspatch erhalten werden, ist nicht bekannt.

Golem Akademie
  1. Penetration Testing Fundamentals: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. Januar 2022, Virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    1.–2. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Weitere Details zur als Broadpwn bezeichneten Lücke wird es auf der Blackhat-Konferenz Ende Juli 2017 in Las Vegas geben. Dann soll die betreffende Angriffsmöglichkeit demonstriert werden. Bereits im April 2017 wurden Angriffsmöglichkeiten mit WLAN-Chips von Broadcom bekannt, mit denen sich ebenfalls beliebiger Code auf dem Smartphone ausführen lässt.

Der betreffende Fehler im Broadcom-Chip betrifft nicht nur die Android-Plattform, sondern auch iPhone-Modelle, in denen der Chip ebenfalls verwendet wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


amagol 11. Jul 2017

Klar geht es darum - aber warum dann nach einem SD-Slot rufen wenn man eigentlich nur...

KOTRET 11. Jul 2017

mich wundert, dass das Firmwareupdate dann nicht irgendwie unabhängig vom OS gemacht...

Dietbert 11. Jul 2017

Wenn der Juli Sicherheitspatch tatsächlich erst gestern veröffentlicht wurde, bin ich...

freshcuruba 11. Jul 2017

Apple Supported Geräte im durchschnitt 3-4 Jahre also wer sich vorstellt das er unendlich...

_Pluto1010_ 11. Jul 2017

sorry wieder entfernt.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Giga Factory Berlin
Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste

Tesla kann die Milliarde Euro Förderung für die Akkufabrik Grünheide nicht beantragen - weil es sonst zu Verzögerungen beim Einsatz neuer Technik käme.

Giga Factory Berlin: Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste
Artikel
  1. Nachhaltigkeit: Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner
    Nachhaltigkeit
    Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner

    Kawasaki will elektrische Antriebe für seine Fahrzeuge entwickeln, 2022 sollen drei Elektromotorräder erscheinen.

  2. Doppelbildschirm: Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg
    Doppelbildschirm
    Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg

    Das Kickstarter-Projekt Slidenjoy kann nach 6 Jahren seinen Doppelbildschirm Slide für Notebooks ausliefern.

  3. Elektroauto: Tesla stellt Model Y in China auf AMD-Ryzen um
    Elektroauto
    Tesla stellt Model Y in China auf AMD-Ryzen um

    Tesla hat in China damit begonnen, den Ryzen von AMD in das Model Y zu verbauen. Käufer berichten von einem viel flüssigerem Scrolling.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • WD Blue SN550 2 TB ab 149€ • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops • Cooler Master V850 Platinum 189,90€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /