Im Streit zwischen Adobe und Usedsoft hat der Bundesgerichtshof eine Revision abgewiesen. Die Richter haben dabei festgestellt, dass gebrauchte Software auch dann einzeln verkauft werden darf, wenn sie zuvor als Volumenlizenz erworben wurde.
Auch ein unter nicht-kommerzieller Lizenz stehendes Bild darf von Deutschlandradio genutzt werden, hat ein Gericht entschieden. Ein Unterlassungsanspruch bestehe dennoch. Eine höchstrichterliche Entscheidung steht noch aus.
Eine ARD-Arbeitsgruppe hat der Onlineredaktionskonferenz des Senders empfohlen, für eigene Inhalte im Netz stärker auf Creative-Commons-Lizenzen zurückzugreifen. Doch bei der Umsetzung gibt es Probleme.
Da Samsung offenbar seit über einem halben Jahr keine vereinbarten Lizenzgebühren mehr an Microsoft zahlt, verklagt das US-Unternehmen den südkoreanischen Hersteller. Samsung begründet den Vertragsbruch mit der Microsoft-Übernahme Nokias.
Irrtümlich hat Qualcomm eigenen Open-Source-lizenzierten Code bei Github sperren lassen, darunter auch Quellen von Cyanogenmod. Das Unternehmen prüfe nun Betroffene und mache den Fehler rückgängig, berichtet der Dienst Ausdroid.net.
Der Vernetzungshersteller Avago übernimmt die restlichen Teile des Unternehmens PLX vollständig. Darauf haben sich beide Unternehmen geeinigt. Avago will die Transaktion bar bezahlen. Dafür ist erst kürzlich Kapital freigeworden.
Verschiedene Schnittstellen im Linux-Kernel können nur von GPL-Treibern genutzt werden. Erneut diskutieren die Entwickler die Notwendigkeit dieses Vorgehens. Denn das Problem proprietärer Treiber könnten wohl nur juristische Verfahren endgültig lösen, wie LWN berichtet.
Mit Contributor License Agreements (CLAs) treten Entwickler viele Rechte an ihrem Code meist an Firmen oder Projekte ab. Das sei aber nicht nötig, es reiche ein klares Lizenzmodell, um Projekte voranzubringen, schreibt Bradley Kuhn.
Das Metropolitan Museum of Art stellt 400.000 Bilder seiner Sammlung zu Bildungszwecken lizenz- und kostenfrei bereit. Dabei handelt es sich um Werke, die nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind.
Entwickler Matthew Garrett kommentiert die Rechtsstreitigkeiten zwischen Oracle und Google: Oracle umgehe Funktionen in Linux, die explizit als GPL-lizenziert markiert sind.
Die aus dem Digitalen bekannte Strategie, Güter nicht zu verkaufen, sondern zu verleihen, etabliert ein Wissenschaftsverlag nun für ein Jura-Lehrbuch. Die EFF kritisiert dieses Vorgehen.
Deutschlandradio darf einem Urteil zufolge keine Bilder nutzen, die für kommerzielle Zwecke nicht freigegeben sind. Das berücksichtigt nach Ansicht von Experten nicht die Bedingungen der NC-Lizenzen.
Getty Images erlaubt es Webseitenbetreibern nun, kostenlos zahlreiche Bilder aus seinem Archiv einzubetten. Dazu muss ein Code-Schnipsel übernommen werden. Doch die kommerzielle Nutzung ist nicht erlaubt, was Raum für Interpretationen lässt. Bei Getty spricht man von einer Grauzone.
Die Definition von offener Hardware scheint einfach: Sie muss von jedem nachgebaut werden können. Tatsächlich entscheidet aber die dazugehörige Software, ob Hardware offen ist oder nicht.
Das Urteil des Landgerichts Köln, welches das direkte Aufrufen eines Bildes auf Webseiten als urheberrechtliche Nutzung bezeichnet, wird wohl neu verhandelt. Der Anwalt des Klägers hat Berufung angekündigt und wird von vielen anderen Juristen unterstützt.
Wenn sich die Auffassung des Kölner Landgerichts durchsetzt, wären "alle Internetseiten in Deutschland rechtswidrig". Das sagt nicht der klagende Fotograf, sondern der Bilderdienst Pixelio, der nun Maßnahmen ergreifen will.
Update Wenn ein Bild auf einer Webseite auch ohne einen vereinbarten Hinweis zum Urheber trotz korrekter Lizenzierung direkt aufrufbar ist, kann das ein Rechtsverstoß sein. Dies hat das Landgericht Köln in einem Zivilverfahren in erster Instanz entschieden.
Analog oder digital - die "Do What the Fuck You Want to Public Digital License" unterscheidet stärker als andere zwischen den beiden Formaten. Ausgedacht hat sie sich ein deutscher Blogger, der ein Buch unter der Lizenz veröffentlichen will.
In einem Weißbuch, das an das US-Militär gerichtet ist, rät Oracle dem Verteidigungsministerium, auf Open-Source-Software zu verzichten. Stattdessen empfiehlt das Unternehmen indirekt eigene proprietäre Produkte.
Für Experten ist es eine kleine Revolution: Das Land Berlin veröffentlicht seine amtlichen Geodaten kostenlos im Internet. Ein Erfolg für die Open-Data-Bewegung.
Die Berkeley DB steht nun unter der AGPLv3. Der scheinbar positive Schritt zu einem starken Copyleft stellt die Open-Source-Community aber vor viele Probleme. Die einfachste Lösung ist wohl ein Verzicht auf die Datenbank.
Für jedes Gerät einen Chip bauen - das geht nicht mehr. Daher bietet Nvidia nun seine Erfindungen bis hin zur GPU-Architektur Kepler in Lizenz an. Chipdesigner, etwa andere ARM-Anbieter, könnten so die GPUs von Nvidia in ihren Bausteinen verwenden.
Immer mehr Entwickler verzichten auf die GPL zugunsten freizügigerer Open-Source-Lizenzen. Die GPL gilt als zu restriktiv, wenn es zur Zusammenarbeit mit kommerziellen und proprietären Lösungen kommen soll.
Microsoft reagiert auf Kritik seiner Kunden und ändert die Lizenzbedingungen von Office 2013. Ab sofort ist es erlaubt, die Software auf einen anderen PC zu übertragen.
Entwickler behaupten, das Android SDK sei keine freie Software mehr. Das stimmt aber nur für die Binärdaten des SDK und gilt schon länger. Der Code ist weiter frei verfügbar.
Einer Analyse zufolge sind etwa die Hälfte der auf Github gehosteten Projekte proprietär. Die Github-Betreiber forcieren dies sogar, berichtet Infoworld.
Zum 1. Dezember 2012 erhöht Microsoft die Preise für die aktuellen Versionen seiner Office-Software für professionelle Anwender. Die Unterschiede zwischen den CAL und Device-CAL genannten Angeboten verwischen damit.
Die jQuery-Foundation verzichtet künftig auf die duale Lizenzierung und streicht die GNU GPL. Die Javascript-Bibliothek ist zur Vereinfachung nur noch unter der MIT-Lizenz erhältlich.
Apples Partner für die 3D-Navigation im kommenden iOS 6 ist Tomtom. Google Maps, der Kartendienst des Konkurrenten Google, wird hingegen nicht mehr genutzt.
Facebook wehrt sich im Rechtsstreit mit Yahoo und will das Foto-Sharing bei Flickr untersagen lassen. Yahoo-Sprecher Eric Berman nannte Facebooks Gegenklage "einen zynischen Versuch, von der eigenen Schwäche abzulenken".
Yahoo will wichtige Patente besitzen, auf denen der Erfolg von Facebook basiert; für Einstellungen zur Personalisierung von Webseiten und Werbung, für die Kommentierung von Nachrichten und das Messaging. Vor dem Milliardenbörsengang des sozialen Netzwerks will das ältere Unternehmen jetzt einen Anteil.
Das DLR hat Bilder und Videos zur Nutzung freigegeben. Diese stehen künftig unter einer CC-Lizenz. Den Anstoß dazu hat der Förderverein der deutschsprachigen Wikipedia gegeben.
Der angeschlagene Internetkonzern Yahoo greift Facebook mit Patenten an. Was auf dem Bannerwerbemarkt nicht gelingt, will Yahoo nun mit Anwälten und einem Paket mit rund 1.000 Patenten erzwingen.
Erstmals hat ein Smartphonehersteller verraten, was Microsoft für jede Windows-Phone-Lizenz verlangt. Zwischen 18 und 24 Euro pro Smartphone zahlt etwa der chinesische Hersteller ZTE an Microsoft.
In der Diskussion um Creative Commons 4.0 stehen mehrere Ziele zur Debatte. Die Lizenzmodule sollen wieder vereinheitlicht werden und weltweit gelten, ferner sollen sie vor allem an die Bedürfnisse von öffentlichen Einrichtungen angepasst werden.
In seiner Beschwerde beim US-Justizministerium bezeichnet Barnes and Noble die von Microsoft gegen Android angeführten Patente als "trivial und ungültig". Der US-Buchhändler will den von Microsoft geforderten Lizenzforderungen nicht nachkommen.
Barnes and Noble, Hersteller von Android-Geräten und gleichzeitig Buchhandelskette, will Microsofts Lizenzforderungen für Android weiterhin nicht akzeptieren. Das Unternehmen hat das US-Justizministerium aufgefordert, sich damit zu befassen.
OCZ hat ein Entwicklungsteam des Chipherstellers PLX übernommen. Zusätzlich haben die beiden Unternehmen Lizenzabkommen geschlossen. OCZ will damit seine Entwicklungskosten für SSDs senken.
Das Landgericht Berlin hat in einem Beschluss vom 8. Oktober 2010 (Az. 16 O 458/10) die Nutzung eines CC-lizenzierten Fotos wegen eines Lizenzverstoßes verboten. Das ist nach Angaben des ifrOSS das erste Mal, dass eine Creative-Commons-Lizenz in Deutschland gerichtlich durchgesetzt wurde.
Pünktlich zur Veröffentlichung von Mac OS X Lion hat Apple auch sein Volumenlizenzprogramm und den B2B-App-Store gestartet. Wie angekündigt, steht das Angebot ausschließlich für US-Kunden zur Verfügung.
Apple führt ein Volumenlizenzprogramm für den App Store ein. Unternehmen können darüber Apps in großer Stückzahl kaufen. Auch die Verteilung von unternehmensinternen Apps wird darüber möglich.
Eine erste Version der Vereinbarungen des Project Harmony wurde veröffentlicht. Die einheitlichen Vereinbarungen zur Lizenzierung und Übertragung des Urheberrechts eines Entwicklers an Open-Source-Projekte stoßen jedoch auf starke Kritik.
Google stellt sein Smartphone-Betriebssystem Android als Open Source und damit auch ohne Lizenzkosten zur Verfügung, Microsoft hingegen kassiert für Android Lizenzgebühren und macht sich dabei über Google lustig.
Linuxtag 2011 Auch in proprietären Produkten kann Open-Source-Software genutzt werden. Das meint Hendrik Schöttle, Fachanwalt für IT-Recht. Dabei müssen nur die jeweiligen Bedingungen genau beachtet werden, was aber nicht immer ganz einfach ist.
Unternehmen sollen es künftig einfacher haben, eigene Blu-ray-Produkte auf den Markt zu bringen. Dazu gründen namhafte Hersteller die One-Blue LLC, die alle nötigen Patentlizenzen aus einer Hand vergeben kann.