Abo
  • Services:
Anzeige
Das OLG Köln bestätigt dem Dradio eine nicht-kommerzielle Nutzung von Inhalten.
Das OLG Köln bestätigt dem Dradio eine nicht-kommerzielle Nutzung von Inhalten. (Bild: Wikimedia: Superbass - CC-BY-SA 3.0)

Creative Commons: Deutschlandradio darf CC-BY-NC-Bild nutzen

Das OLG Köln bestätigt dem Dradio eine nicht-kommerzielle Nutzung von Inhalten.
Das OLG Köln bestätigt dem Dradio eine nicht-kommerzielle Nutzung von Inhalten. (Bild: Wikimedia: Superbass - CC-BY-SA 3.0)

Auch ein unter nicht-kommerzieller Lizenz stehendes Bild darf von Deutschlandradio genutzt werden, hat ein Gericht entschieden. Ein Unterlassungsanspruch bestehe dennoch. Eine höchstrichterliche Entscheidung steht noch aus.

Anzeige

Mit der Veröffentlichung eines Bildes, das unter der nicht-kommerziellen Lizenz CC-BY-NC 2.0 steht, hat das Deutschlandradio nicht gegen die Lizenz und damit auch nicht gegen das Urheberrecht des Fotografen verstoßen. Das hat das Oberlandesgericht Köln in einem Urteil vom 31.10.2014 (Az. 6 U 60/14) in zweiter Instanz entschieden, wie das auf juristische Informationen spezialisierte Nachrichtenportal des Verlages C.H. Beck mitteilt. Die Nutzung durch den öffentlich-rechtlichen Sender ist also nicht kommerziell.

Geklagt hatte ein Fotograf, dessen Bild unter besagter Lizenz vom Deutschlandradio zur Illustration eines Beitrages auf der Webseite dradiowissen.de verwendet wurde. In der ersten Instanz gab das zuständige Landgericht noch dem Kläger recht und zog mit dieser Auffassung die Kritik zahlreicher IT-Rechtsexperten sowie der Creative-Commons-Organisation auf sich.

Ist Bearbeitung erlaubt?

Doch auch die nun vorliegende Entscheidung, die noch nicht rechtskräftig ist, bejaht einen Unterlassungsanspruch, da das Bild zurechtgeschnitten worden sei. Aus dem Urteil, das noch nicht offiziell online vorliegt, aber vom Beck-Verlag veröffentlicht wurde, geht hervor, dass dieses Zurechtschneiden als klare Umgestaltung des Bildinhaltes gewertet wurde. Eine derartige Bearbeitung sei zwar durch die Lizenz gedeckt, so das OLG Köln. Jedoch nur, wenn der im Bild vorhandene Urhebervermerk intakt bleibt und auf die Veränderung hingewiesen wird.

Dieser Einschätzung stimmt die Creative-Commons-Organisation in einem kurzen Blog-Eintrag zu. Demnach erlauben sowohl die englische als auch die deutsche Fassung der Lizenz eindeutig eine Bearbeitung und die darauf folgende Veröffentlichung des veränderten Werkes, sofern besagte Einschränkungen beachtet werden. Aus Sicht der Organisation ließe sich lediglich argumentieren, dass das Herausschneiden des Urhebervermerks aus dem Bild dann eventuell zulässig sein könnte, wenn dieser nicht Teil des eigentlichen Bildinhaltes ist - etwa weil dieser als zusätzlicher Streifen am Rand angebracht ist. Bei einer strikten Auslegung der Lizenz ließe sich dies aber ebenso als Veränderung des Werkes werten.

Das Gericht hat eine Revision des Urteils zugelassen, so dass eine höchstrichterliche Entscheidung zur Auslegung des Lizenztextes möglich ist.

Nachtrag vom 26. November 2014, 13:50 Uhr

Wir haben den Artikel an die aktualisierte Fassung der Einschätzung durch die Creative-Commons-Organisation angepasst.


eye home zur Startseite
Anonymer Nutzer 26. Nov 2014

Beispielsweise ?

mnementh 26. Nov 2014

Wenn es sich bei der Lizenz tatsächlich um CC-BY-NC handelt, dann ist Bearbeiten auf...

Mingfu 25. Nov 2014

Wenn man Bearbeitungsrechte eingeräumt hat, wird der Entstellungsbegriff, wenn man ihn...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. EOS GmbH Electro Optical Systems, Krailling
  2. SCHOTT AG, Mitterteich
  3. OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Regensburg
  4. Robert Bosch GmbH, Leonberg


Anzeige
Top-Angebote
  1. 69€
  2. 199€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. ASUS ZenWatch 2 Silber/Braun für 79€ statt 142,90€ im Preisvergleich und WD externe 2...

Folgen Sie uns
       


  1. Knappe Mehrheit

    SPD stimmt für Koalitionsverhandlungen mit Union

  2. Gerichtspostfach

    EGVP-Client kann weiter genutzt werden

  3. DLD-Konferenz

    Gabriel warnt vor digitalem Schlachtfeld Europa

  4. NetzDG

    Streit mit EU über 100-Prozent-Löschquote in Deutschland

  5. Facebook

    Nutzer sollen Vertrauenswürdigkeit von Newsquellen bewerten

  6. Notebook-Grafik

    Nvidia hat eine Geforce GTX 1050 (Ti) mit Max-Q

  7. Gemini Lake

    Asrock und Gigabyte bringen Atom-Boards

  8. Eni HPC4

    Italienischer Supercomputer weltweit einer der schnellsten

  9. US-Wahl 2016

    Twitter findet weitere russische Manipulationskonten

  10. Die Woche im Video

    Das muss doch einfach schneller gehen!



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Computerforschung: Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
Computerforschung
Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
  1. Tangle Lake Intel zeigt 49-Qubit-Chip
  2. Die Woche im Video Alles kaputt
  3. Q# und QDK Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

Netzsperren: Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste
Netzsperren
Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste

Spectre und Meltdown: All unsere moderne Technik ist kaputt
Spectre und Meltdown
All unsere moderne Technik ist kaputt
  1. Sicherheitsupdate Microsoft-Compiler baut Schutz gegen Spectre
  2. BeA Noch mehr Sicherheitslücken im Anwaltspostfach
  3. VEP Charter Trump will etwas transparenter mit Sicherheitslücken umgehen

  1. Re: 1050 und dann noch langsamer?

    Sarkastius | 04:35

  2. Re: Endlich wieder neue Mini-ITX mit CPU

    Crogge | 04:23

  3. Re: Head of Problem !!

    superdachs | 03:20

  4. Re: Löschqopute irrelevant

    p4m | 02:57

  5. Re: Tweets haben Stimmung in den USA beeinflusst

    p4m | 02:52


  1. 16:59

  2. 14:13

  3. 13:15

  4. 12:31

  5. 14:35

  6. 14:00

  7. 13:30

  8. 12:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel