Abo
  • IT-Karriere:

Vertragsbruch: Microsoft verklagt Samsung wegen ausbleibender Zahlungen

Da Samsung offenbar seit über einem halben Jahr keine vereinbarten Lizenzgebühren mehr an Microsoft zahlt, verklagt das US-Unternehmen den südkoreanischen Hersteller. Samsung begründet den Vertragsbruch mit der Microsoft-Übernahme Nokias.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Microsoft verklagt Samsung auf Schadenersatz.
Microsoft verklagt Samsung auf Schadenersatz. (Bild: Greg Baker/AFP/Getty Images)

Microsoft hat den sudkoreanischen Hersteller Samsung verklagt: Der Konzern wirft Samsung Vertragsbruch vor, weil vereinbarte Lizenzzahlungen ausgeblieben seien. Laut Microsoft hat Samsung nach der Ankündigung der Übernahme von Nokia durch Microsoft aufgehört zu zahlen.

Zahlung von Lizenzgebühren ausgesetzt

Stellenmarkt
  1. Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main
  2. Camelot ITLab GmbH, Mannheim, Köln, München

Bei den betroffenen Patenten geht es auch um Funktionen des Google-Betriebssystems Android. Microsoft hatte mit Samsung 2011 eine Patentvereinbarung abgeschlossen, in der sich Samsung dazu bereiterklärte, Lizenzgebühren für die Nutzung bestimmter Technologien zu bezahlen. Außerdem gewährten sich die Unternehmen gegenseitig Zugang zu Patenten.

In einem Blogbeitrag erklärt Microsoft-Manager David Howard, dass Samsung in zahlreichen Diskussionen klargemacht habe, dass es "fundamentale Meinungsverschiedenheiten" bezüglich der Vertragsklauseln gebe. Daher habe sich Microsoft entschlossen, Klage einzureichen.

Kosten von zehn bis fünfzehn US-Dollar pro Smartphone

Es heißt, Samsung habe sich in der Patentvereinbarung zur Zahlung von zehn bis 15 Dollar pro verkauftem Smartphone bereiterklärt. Das würde allein für 2013 eine Rechnung von mehr als drei Milliarden Dollar bedeuten.

Howard vermutet, dass Samsung die Patentgebühren nicht mehr zahlen wolle, weil sich die Smartphone-Verkäufe des Konzerns seit 2011 vervierfacht hätten. "Samsung prognostizierte, dass sie erfolgreich sein würden, aber niemand stellte sich vor, dass ihre Verkäufe von Android-Smartphones so stark steigen würden", schreibt er.

Nachdem Microsoft die Mobilfunksparte von Nokia übernommen hatte, nahm Samsung ab September 2013 dies offenbar als Begründung dafür, nicht weiter zu zahlen. Laut Microsoft hatte der südkoreanische Hersteller aber nie vor Gericht klären lassen, ob es wirklich zu einem legalen Vertragsbruch gekommen ist.

Microsoft will Schadenersatz

Microsoft will vor Gericht Schadenersatz von Samsung erstreiten - sowie die Feststellung, dass die inzwischen abgeschlossene Nokia-Übernahme den Patentdeal mit Samsung nicht beeinflusse. Ein Samsung-Sprecher erklärte im Gespräch mit Bloomberg, dass die Klage analysiert und Samsung über eventuelle Gegenmaßnahmen entscheiden werde.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 2,99€
  3. 1,12€
  4. 4,49€

smurfy 05. Aug 2014

Du sitzt auf veralteten Informationen. Das Urteil von dem du schreibst, war im Jahre...

ap (Golem.de) 04. Aug 2014

Hier wurde wohl schon alles gesagt. Bevor noch Dinge hier stehen, die besser nicht gesagt...

DerVorhangZuUnd... 04. Aug 2014

Ich meinte eigentlich. Es hört sich unfreiwillig komisch an weil man "Microsoft kauft...

Nerd_vom_Dienst 04. Aug 2014

Ferengi xD


Folgen Sie uns
       


Harry Potter Wizards Unite angespielt

Harry Potter Go? Zum Glück hat der neue AR-Titel auch ein paar eigene Ideen zu bieten.

Harry Potter Wizards Unite angespielt Video aufrufen
Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
Raumfahrt
Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.

  1. Satellitennavigation Galileo ist wieder online

In eigener Sache: Zeig's uns!
In eigener Sache
Zeig's uns!

Golem kommt zu dir: Golem.de möchte noch mehr darüber wissen, was IT-Profis in ihrem Berufsalltag umtreibt. Dafür begleitet jeder unserer Redakteure eine Woche lang ein IT-Team eines Unternehmens. Welches? Dafür bitten wir um Vorschläge.

  1. In eigener Sache Golem.de bietet Seminar zu TLS an
  2. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  3. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht

Radeon RX 5700 (XT) im Test: AMDs günstige Navi-Karten sind auch super
Radeon RX 5700 (XT) im Test
AMDs günstige Navi-Karten sind auch super

Die Radeon RX 5700 (XT) liefern nach einer Preissenkung vor dem Launch eine gute Leistung ab: Wer auf Hardware-Raytracing verzichten kann, erhält zwei empfehlenswerte Navi-Grafikkarten. Bei der Energie-Effizienz hapert es aber trotz moderner 7-nm-Technik immer noch etwas.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Navi 14 Radeon RX 5600 (XT) könnte 1.536 Shader haben
  2. Radeon RX 5700 (XT) AMD senkt Navi-Preise noch vor Launch
  3. AMD Freier Navi-Treiber in Mesa eingepflegt

    •  /