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Linux: Kernel-Entwickler diskutieren erneut GPL-Schnittstellen

Verschiedene Schnittstellen im Linux-Kernel können nur von GPL-Treibern genutzt werden. Erneut diskutieren die Entwickler die Notwendigkeit dieses Vorgehens. Denn das Problem proprietärer Treiber könnten wohl nur juristische Verfahren endgültig lösen, wie LWN berichtet.

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Öffentliche Kritik, wie von Torvals an Nvidia, gibt es häufig, Klagen sind dagegen selten.
Öffentliche Kritik, wie von Torvals an Nvidia, gibt es häufig, Klagen sind dagegen selten. (Bild: Aalto University)

Mit der Fence-Erweiterung der DMA-Buffer-Schnittstelle erhält diese einen Mechanismus, um zu überprüfen, ob eine Operation an dem Buffer abgeschlossen ist oder nicht. Die inoffizielle Nummer 2 in der Entwicklerhierarchie, Greg Kroah-Hartman, fordert nun aber, einen der Teil des Fence-Codes so zu gestalten, dass dieser nur noch von GPL-Treibern benutzt werden könne. Das habe erneut eine Diskussion um diese Möglichkeit ausgelöst, wie der kostenpflichtige US-Dienst LWN in einer längeren Analyse berichtet.

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Der von Canonical-Mitarbeiter Maarten Lankhorst geschriebene Code soll mittelfristig das sogenannte Sync ersetzen, das bisher noch Android-spezifisch ist. Ob die Android-Entwickler diesem Weg folgen ist bislang aber noch unklar. Kroah-Hartman argumentiert, dass die nun geforderte Funktion für sämtliche Kernbestandteile der Treiber gelte und daher nun auch für Fence gelten sollte.

Alter Wein in neuen Schläuchen

Fast alle Treiber des Linux-Kernels sind mittlerweile als Module umgesetzt, die auf verschiedene Schnittstellen zugreifen. Die Schnittstellen werden über die Funktionen EXPORT_SYMBOL() oder EXPORT_SYMBOL_GPL() bereitgestellt. Letztere erlaubt aber nur GPL-lizenzierten Treibern die Verwendung und versagt bei allen anderen das Ausführen. Das lässt sich aber mit einem Wrapper leicht umgehen, wie Oracle zuletzt bewies. Dieses Vorgehen bezeichnete Kroah-Hartman als GPL-Kondom.

Entwickler Rob Clark erwidert auf die Forderung Kroah-Hartmans, dass diese Diskussion vermutlich mit den gleichen Argumenten bereits geführt worden sei. Er verweist dabei auf Oktober 2012, als Nvidia die Entwickler gebeten hatte, einige der GPL-Beschränkungen fallenzulassen. Denn das Unternehmen wollte die Schnittstellen in seinem proprietären Treiber verwenden. Konkret handelte es sich dabei ebenso um Funktionen des DMA-Buffer.

Ursprüngliches Ziel von EXPORT_SYMBOL_GPL() war eine klare Kennzeichnung der Funktionen, deren Verwendung aus Sicht der Autoren ein abgeleitetes Werk im Sinne der GPL erzeugen. Effektiv sollen damit wie auch mit dem Verzicht auf interne API-Stabilität proprietäre Treiber verhindert werden. Diese Ziele seien aber "durch willkürliche Lobby-Gruppen verwässert worden", schreibt David Airlie.

GPL-Verletzungen werden einfach hingenommen

Derartiges Vorgehen verhindere aber auch nicht, dass "bösartige Hersteller" ihre Meinung änderten, wie Rob Clark schreibt. Nvidia ist dabei nur ein Beispiel, offensichtlicher sind aber die vielen GPL-Verletzungen insbesondere von Herstellern eingebetteter Systeme oder Android-Geräte, für die der Fence-Code eigentlich gedacht ist.

Airlie äußert zudem Unbehagen darüber, dass die Entwickler, falls sie eine Verletzung der GPL sähen, sich zwar öffentlich und teils lautstark beklagten. Die Hersteller würden aber so gut wie nie juristisch zur Verantwortung gezogen. Diese eher tolerierende Haltung gegenüber proprietären Treibern trüge so auch eher zum derzeitigen Status bei, vermutet LWN-Autor Jonathan Corbet.

Letztlich müssten die Entwickler wohl doch dazu übergehen, ihre Rechte auch gerichtlich durchzusetzen, um die Lage langfristig zu ändern, schreibt Corbet, der auch an der Kernel-Entwicklung beteiligt ist. Dass dies gelingen könnte, zeigten in der Vergangenheit das von Harald Welte initiierte Projekt GPL-Violations.org oder auch das Software Freedom Law Center.

Zur letztendlichen Umsetzung des Fence-Codes ist noch keine Entscheidung getroffen. Diese wird darüber hinaus wohl auch erst dann endgültig, wenn der Code im Kernel offiziell eingepflegt ist, was noch einige Wochen dauern könnte.



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Ass Bestos 21. Jul 2014

weil eine bsd lizenz auch closed source sein darf.

schily 27. Jun 2014

Wenn einer etwas freiwillig unter die GPL stellt ist das ja auch OK. Das US Copyright...

schily 26. Jun 2014

Glaubst Du, ohne Argumente etwas widerlegen zu können, das von vielen Juristen genau so...

schily 25. Jun 2014

Oder anders gesagt, Moglen weis genau, daß er einen Prozess verlieren würde.

schily 25. Jun 2014

Nun, Jonathan Corbet ist bestens als GPL Troll ohne juristische Ahnung bekannt. Sein...


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