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Patente: Yahoo beginnt Patentkrieg mit Facebook

Der angeschlagene Internetkonzern Yahoo greift Facebook mit Patenten an. Was auf dem Bannerwerbemarkt nicht gelingt, will Yahoo nun mit Anwälten und einem Paket mit rund 1.000 Patenten erzwingen.
/ Achim Sawall
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Bild: Mario Anzuoni/Reuters

Yahoo hat Facebook aufgefordert, eine Vereinbarung zur Nutzung von Patentrechten zu unterzeichnen. Wie Dealbook, ein Blog der New York Times(öffnet im neuen Fenster) , aus informierten Kreisen berichtet, will das angeschlagene Internetunternehmen Yahoo die Lizenzierung von 10 bis 20 Patenten aus den Bereichen Anzeigen, Personalisierung von Websites, soziale Netzwerke und Messaging durchsetzen.

Am 27. Februar 2012 habe ein Treffen zwischen Yahoo und Facebook stattgefunden, um die Forderungen zu besprechen. Yahoo fordert die Zahlung von Lizenzgebühren in unbekannter Höhe.

"Yahoo hat Verpflichtungen gegenüber seinen Aktionären, Mitarbeitern und anderen Anteilseignern zum Schutze seines geistigen Eigentums" , sagte ein Yahoo-Sprecher zu Dealbook. "Wir müssen darauf bestehen, dass Facebook Lizenzvereinbarungen mit uns abschließt, oder wir werden Schritte ergreifen, um unsere Rechte zu schützen."

Facebook-Sprecher Barry Schnitt erklärte: "Yahoo hat sich zur selben Zeit an uns gewandt, zu der sie bei der New York Times anriefen. Daher hatten wir noch keine Möglichkeit, um ihre Ansprüche in vollem Umfang zu bewerten."

Yahoo-Chefin Carol Bartz wurde gekündigt , weil sie außer Stellenabbau und der Suchmaschinenpartnerschaft mit Microsoft kein Konzept zur Überwindung des Umsatzrückgangs hatte, während Facebook und Google stark vom wachsenden Geschäft mit Onlinewerbung profitierten. Nach Angaben der Marktforscher von eMarketer vom November 2011 hielt Facebook 17,7 Prozent auf dem US-Markt für Onlinebannerwerbung. Yahoo erreichte 13,1 Prozent, Google 9,3 Prozent.

Yahoo hatte Ende 2011 im Rahmen der Prüfung des Verkaufs des Unternehmens erklärt, dass die Firma über 1.000 wertvolle Patente besäße.


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