Abo
  • Services:

Bradley Kuhn: "CLAs sind unnötig"

Mit Contributor License Agreements (CLAs) treten Entwickler viele Rechte an ihrem Code meist an Firmen oder Projekte ab. Das sei aber nicht nötig, es reiche ein klares Lizenzmodell, um Projekte voranzubringen, schreibt Bradley Kuhn.

Artikel veröffentlicht am ,
Bradley Kuhn hält CLAs inzwischen für vollkommen überflüssig.
Bradley Kuhn hält CLAs inzwischen für vollkommen überflüssig. (Bild: Golem.de)

In einem Contributor License Agreement (CLA) wird festgelegt, wie genau ein Programmierer die Rechte an seinem Code an ein Unternehmen oder Projekt überträgt. Benutzt werden diese etwa vom Qt Project, der Free Software Foundation, oder auch von Canonical. Bradley Kuhn - der Vorstand der Software Freedom Conservancy und damit oberster Vertreter von Projekten wie Boost, Busybox oder auch Git - schreibt nun in seinem Blog, dass die Verwendung von CLAs völlig unnötig sei.

Kein Projekt benötigt CLAs

Stellenmarkt
  1. LexCom Informationssysteme GmbH, München
  2. Holl Flachdachbau GmbH & Co. KG Isolierungen, Fellbach bei Stuttgart

Denn in der Praxis legen die CLAs meist fest, dass der Codebeitragende für eventuelle Patent- oder Urheberrechtsverletzungen selbst verantwortlich sei. Damit werden die juristischen Konsequenzen von dem Projekt auf seine Beitragenden abgewälzt. Einzelpersonen könnten ihren Code aber nicht dauerhaft untersuchen und es sei wahrscheinlich, dass Code aus Unwissenheit die Rechte Dritter verletze.

Viel desaströser sei aber der Fakt, dass sich die neuen Beitragenden zuerst mit einem CLA auseinandersetzen müssten. Das verdrehe die communityorientierte Erfahrung der Entwicklung in einen sinnlosen bürokratischen Akt. Oft würden die CLAs aber auch nicht gelesen, sondern einfach akzeptiert, um Code beisteuern zu können. Die damit verbundenen juristischen Risiken erinnern eher an das Kleingedruckte in Verträgen bei Autokäufen.

Lizenzen reichen aus

Kuhn befasst sich seit Jahren mit den rechtlichen Umständen von Softwareprojekten und habe festgestellt, dass es vollkommen ausreiche, wenn ein Entwickler seine Beträge klar erkenntlich unter die bekannte und bevorzugte Lizenz der Projekts stellt. Kuhn empfiehlt dafür Lizenzen mit einer klaren Regelung in Bezug auf Patente wie etwa die GPLv3 oder auch die Apache-Lizenz in Version 2.

Diese Einwilligung in die Lizenzvereinbarungen solle darüber hinaus formell oder informell systematisiert werden. Dazu sei zum Beispiel das Developer Certificate of Origin (DCO) geeignet, das ursprünglich für die Entwicklung des Linux-Projekts erstellt worden ist und nun von vielen Projekten adaptiert wird.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 39,99€ (Release 14.11.)
  2. 33,49€
  3. ab 69,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.10.)
  4. 6,37€

biafra 16. Jun 2014

Ich stimme dir zu, dass es gut ist, wenn Projekte ihre Lizenz ändern können. Und ich bin...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Yoga Book C930 mit E-Ink-Display ausprobiert (Ifa 2018)

Ein Convertible mit E-Ink-Display - das Yoga Book C930 ist ein Hingucker, aber wie bedient es sich? Wir haben es ausprobiert.

Lenovo Yoga Book C930 mit E-Ink-Display ausprobiert (Ifa 2018) Video aufrufen
Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple iOS 12.1 verrät neues iPad Pro
  2. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

iPhone Xs, Xs Max und Xr: Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?
iPhone Xs, Xs Max und Xr
Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?

Apples neue iPhones haben neben dem Nano-SIM-Slot eine eingebaute eSIM, womit der Konzern erstmals eine Dual-SIM-Lösung in seinen Smartphones realisiert. Die Auswahl an Netzanbietern, die eSIMs unterstützen, ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber eingeschränkt - ein Überblick.
Von Tobias Költzsch

  1. Apple Das iPhone Xr macht's billiger und bunter
  2. Apple iPhones sollen Stiftunterstützung erhalten
  3. XMM 7560 Intel startet Serienfertigung für iPhone-Modem

    •  /