Die vielfach kritisierte Blockchiffre Speck stammt von der NSA und ist im Linux-Kernel enthalten, damit auch günstigere und ältere Android-Geräte eine Dateisystemverschlüsselung bekommen. Google präsentiert nun jedoch eine eigene Alternative und Speck kann wieder entfernt werden.
Einfache UEFI-Updates unter Linux sollen künftig auch mit Lenovo-Laptops möglich sein. Der zuständige Entwickler nennt das eine "Riesensache" und erwartet, dass die Updates mehrere Hunderttausend Nutzer erreichen werden.
Der hauseigene Chiphersteller von Huawei, Hisilicon, erstellt mit Warpdrive ein neues Framework für den Linux-Kernel. Damit soll sich besondere Beschleuniger-Hardware leichter nutzen lassen.
Aus Unzufriedenheit hatten einige Kernentwickler der Router-Distribution OpenWRT das Projekt unter dem Namen Lede abgespalten. Inzwischen ist die Community wieder vereint und stellt die erste Veröffentlichung der nun wieder gemeinsamen Arbeiten bereit.
Zwei Jahre nach der ersten öffentlichen Vorstellung ist die VPN-Lösung Wireguard erstmals zur Aufnahme in den Linux-Kernel vorgeschlagen worden. Bis zur endgültigen Aufnahme dürfte es zwar noch dauern, das Projekt bekommt aber viel prominente Unterstützung.
Die technische Universität Madras in Indien arbeitet an Open-Source-CPUs auf Basis des freien Befehlssatzes RISC-V. Das Projekt meldet nun einen ersten Erfolg: Das erste Tape-out startet eine Linux-Distribution.
Die Notebook-Serie XPS 13 bietet Dell in der Developer-Edition mit vorinstalliertem Ubuntu künftig mit der aktuellen Version 18.04 LTS alias Bionic an. Dieses Angebot ist vorerst nur in den USA verfügbar, soll aber bald auch in Europa zu haben sein.
Bisher gibt es kaum Informationen zur Auswirkung der Lücke im Bluetooth-Pairing auf Linux-Systeme. Es gibt zwar einen Patch, der das Problem grundlegend löst - und damit auch für andere Verwendungszwecke als Bluetooth dienen kann. Bis der Patch die Nutzer erreicht, dauert es aber wohl noch mehrere Wochen.
Seit 25 Jahren arbeitet Patrick Volkerding an der Linux-Distribution Slackware. In einem Forumsbeitrag gibt der Entwickler nun bekannt, dass er von den Betreibern des Slackware-Shops betrogen worden und mittlerweile fast pleite sei.
Nach über zehn Jahren Linux-Betrieb sollen die Client-Systeme der Finanzverwaltung Niedersachsen auf Windows migriert werden. Betroffen sind rund 13.000 Systeme. Für die Umstellung steht ein zweistelliger Millionenbetrag bereit.
Falls die Prozesse eines Servers zu viel Speicher belegen, der Server also Out-of-Memory (OOM) ist, muss dieser zwangsweise irgendwie wieder freigegeben werden. Bestenfalls wird die Situation bereits vor dem Auftreten verhindert. Facebook veröffentlicht dazu nun ein neues Userspace-Werkzeug.
Die Deutsche Telekom unterstützt den Networking Fund der Linux Foundation künftig als Platin-Mitglied. Der Provider finanziert das Projekt damit mit 250.000 US-Dollar im Jahr und will von der offenen Kollaboration beim 5G-Netzausbau profitieren.
Der Betreuer der für Linux-Kernel-Treiber wichtigen Mainboard-Sensoren kündigt seinen Rückzug aus der Pflege des Codes an. Der Code soll offline genommen werden. Alternativen für Nutzer stehen zurzeit aber nicht bereit.
Die Entwicklerboards des freien Linux-Smartphones Librem 5 werden erst einige Monate später fertig als ursprünglich geplant. An der Unterstützung des geplanten ARM-SoCs i.MX8 wird ebenfalls noch gearbeitet.
Die auf den Cloud- und Containereinsatz optimierte Distribution Clear Linux von Intel unterstützt neuerdings Kata Containers und stellt den Support für Clear Containers ein.
Intel erstellt eine separate Treiberunterstützung im Linux-Kernel für die Alternate Modes von USB-C, zuerst für Displayport. Sinnvoll ist das bei fehlender oder kaputter USB-Firmware. Noch fehlt aber die Integration in die Grafiktreiber.
Der Ubuntu-Distributor Canonical bietet ein nur etwa 30 MByte großes Minimal-Ubuntu für die Versionen 16.04 und 18.04 LTS an. Genutzt werden soll das Abbild als Basis für Container-Images und Anwendungen in Public- und Private-Cloud-Umgebungen.
Das Treiber-Framework Gasket von Google-Entwicklern ist in den Staging-Bereich des Linux-Kernels aufgenommen worden. Genutzt wird Gasket zur Umsetzung eines nicht näher beschriebenen Chips, der Apex heißt. Dabei könnte es sich um den Beschleuniger für Bildverarbeitung Monette Hill von Intel handeln.
Die aktuelle Version 1.8 der Firewall-Userspace-Werkzeuge Iptables für Linux trennt stärker zwischen dem alten Backend und dem neuen Nftables-Backend. Für letzteres gibt es einige neue Werkzeuge, darunter auch Übersetzungsskripte für die alten Firewall-Regeln.
Moderne Technik, die sich schnell verändert und viele Abhängigkeiten hat, schafft es nur schwer in eher langsam arbeitenden Linux-Distributionen wie Debian aufgenommen zu werden. Das gilt auch für Docker, das erstmals nach Jahren wieder als mehr oder weniger stabiles Paket in Debian wandert.
Die auf Github gespiegelten Quellen der Linux-Distribution Gentoo sind vergangene Woche kurzzeitig von Angreifern übernommen worden. Diese waren demnach eher rabiat als vorsichtig. Das Team nutzt jetzt eine Zweifaktorauthentifzierung.
Ein Team von Red-Hat-Entwicklern arbeitet an der Umsetzung einer Screensharing-Funktion für Linux-Desktops unter Verwendung der Grafikarchitektur Wayland statt X11. Die Arbeiten erweitert das Team nun auf WebRTC, um den Browser zur Übertragung zu nutzen.
Der Linux-Distributor und Open-Source-Spezialist Suse ist für einen Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar von einem Investmentfonds übernommen worden. Suse will damit unabhängiger agieren als bisher, sonst soll sich nichts ändern.
Version 1.12 des Networkmanager für Linux punktet mit einer Reihe neuer oder verbesserter Funktionen: Dazu gehören Wake on WLAN, ein schnellerer Wechsel zwischen Access Points, eine bessere Checkpoint-Restore-Funktionalität und die Unterstützung für den Internet Wireless Daemon.
Das Tuxedo Infinitybook Pro 14 ist bereits für einen geringen Preis mit Core-i5-Prozessor und M.2-SSD ein leistungsfähiges Notebook mit Linux-Betriebssystem. Auch Prozessor-Upgrades sind nicht zu teuer. Das Clevo-Chassis hat aber auch Nachteile.
Der Quellcode der Linux-Distribution Gentoo könnte kompromittiert sein: Das Entwicklerteam berichtet von einem Hack der gesamten Github-Organisation, in der Repositories abgelegt sind. Davon unberührt sein sollen die Backup-Dateien, die das Team auf eigener Infrastruktur hostet.
Die Macher des Gemini PDA haben angekündigt, dass Nutzer mit einem neuen Flash-Tool bis zu drei Betriebssysteme gleichzeitig installieren und beim Booten auswählen können: Android mit oder ohne Root, Debian und Sailfish OS. Das finnische Betriebssystem ist nun auch verfügbar.
Nach mehreren Testversionen wagt Oracle den letzten Schritt und bringt Oracle Linux 7 in der Version 5 auf den Markt. Das Betriebssystem unterstützt Armv8-Prozessoren und basiert auf einem aktuellen Linux-Kernel. Dazu werden wichtige Tools wie Docker und MySQL auf das OS portiert.
Ein Intel-Entwickler beschreibt, wie wichtige Teile des Grafikstacks von ChromeOS auch auf üblichen Linux-Distributionen genutzt werden können. Mit einer Intel-GPU lasse sich so leicht die Hardwarebeschleunigung für den Browser nutzen.
Nach der Übernahme von Core OS durch Red Hat und der Integration von dessen Technik in das eigene Portfolio ist nun auch klar, was mit den Upstream-Arbeiten zu der Linux-Technik geschieht: Sie werden in die Fedora-Community übertragen.
Alle neuen Open-Source-Projekte unter GPLv2, die das Unternehmen Red Hat initiiert, sollen in Zukunft eine Erweiterung aus der GPLv3 erhalten. Das soll vor allem den Community-Zielen der GPL-Durchsetzung helfen.
Im Streit zwischen den Entwicklern der Grsecurity-Patches und der Open-Source-Community um ihre Linux-Patches haben Erstere den Prozess verloren und müssen nun die Anwaltskosten der Gegenseite zahlen. Das Grsecurity-Unternehmen geht aber in Berufung.
Mit Linux 4.18 kommt der Berkely Packet Filter als Ersatz für Netfilter erheblich voran. Lustre fliegt raus, ein umstrittener Verschlüsselungsalgorithmus der NSA kommt rein und die Sicherheitslücke Spectre macht den Kernel-Hackern weiterhin Arbeit.
Cebit 2018 Die Live-Distribution Knoppix Linux-Magazin Edition bringt nicht nur die üblichen Aktualisierungen und einen gegen Meltdown und Spectre geschützten Kernel. Mir ist das kleine Kunststück gelungen, Knoppix als Docker-Container zu starten.
Die Unterstützung von Linux-Desktop-Systemen für Aufgaben von Grafikern und Designern ist vor allem dank der Mitarbeit von Wacom schon ganz gut. Ein weiterer Baustein für besseren Support sind die nun angekündigten Firmware-Updates für die Zeichengeräte von Wacom.
Martin Flöser, vormals Gräßlin, ist von seiner Position als Hauptentwickler und Betreuer des KDE Windowmanagers KWin zurückgetreten. Grund sind offenbar Reibereien zwischen einigen Designern und Entwicklern.
Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
/85Kommentare/Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner
In Linux 4.17 profitieren AMDs Grafikkarten erneut von Verbesserungen im quelloffenen AMDGPU-Treiber. Zudem ist der Code vieler obsoleter CPU-Architekturen entfernt worden. Auch der Leerlaufprozess ist optimiert. Die Umsetzung der umstrittenen Sicherheitsfunktion Lockdown ist hingegen vertagt.
Rund eineinhalb Jahre nach der Einführung von Surface Dial und Dells Totem für das Canvas-Gerät bekommen die Geräte eine Linux-Unterstützung. Dafür mussten Teile des Codes für Multitouch umgeschrieben werden.
Die als Mobile Workstations bezeichnete Precision-Reihe von Dell kommt als Developer Edition auch mit vorinstalliertem Linux. Die aktuelle Reihe mit Linux-Support kommt mit Intels Coffee-Lake-Chips als Core-i oder Xeon.
Mit Uyuni haben Teile der Community auf der Opensuse-Konferenz in Prag einen Fork der Linux-Systemmanagement-Software Spacewalk angekündigt. Das Werkzeug stammt eigentlich von Red Hat, das die Pflege aber auf ein Minimum reduziert hat.
Auf der Suche nach einem Ersatz für das XPS 13 stoßen wir auf das Latitude 7390. Dells Business-Notebook hat eine ähnlich gute Tastatur wie Thinkpads, während es wie das XPS 13 trotzdem nicht zu klobig wirkt. Wir finden in unserem Test: Dieses Kind ist gut gelungen.
/35Kommentare/Ein Test von Oliver Nickel und Sebastian Grüner
Per Thunderbolt-Kabel lassen sich zwei Geräte einfach per Peer-to-Peer-Netzwerk miteinander verbinden. Linux-Nutzer bekommen dafür nun über den Networkmanager eine einfache Möglichkeit zur Konfiguration.
Der QWA-AC2600 sieht mit Lüfter und Kühleraufbau fast aus wie eine Grafikkarte, ist aber ein WLAN-Adapter mit zwei verbauten Netzwerkkarten. Dadurch können zwei voneinander getrennte WLAN-Netzwerke konfiguriert werden. Die Platine ist für Linux-Systeme oder NAS-Systeme gedacht.
Mit der Veröffentlichung von Leap 15 baut das Opensuse-Team seine Distribution erstmals parallel zum Enterprise-Angebot von Suse. Das bringt neue Funktionen wie die Transactional Updates, die bei Fedora Atomic heißen, verbesserte Werkzeuge, drei Jahre Updates und einfache Enterprise-Upgrades.
Das Projekt Kata Containers hat Version 1.0 seiner VM-Technik für Container veröffentlicht. Das Projekt kombiniert Intels Clear-Container mit weiterer Technik und erhält eine breite Industrie-Unterstützung.
Nach jahrelanger Weigerung hat Tesla begonnen, den Quellcode für GPL-Software in seinen Autos zu veröffentlichen. Laut einer öffentlichen Analyse der Software Freedom Conservancy handelt es sich aber eher um einen mäßigen Versuch.
Die kommende Version 4.18 des Linux-Kernel soll sowohl AMDs Vega M unterstützen, die in Intels Kaby Lake G genutzt wird, als auch die Vega 20, die wohl für Machine Learning gedacht ist. Die Patches dafür stehen bereit.
Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.