Linux: Screensharing für Wayland kommt per WebRTC

Ein Team von Red-Hat-Entwicklern arbeitet an der Umsetzung einer Screensharing-Funktion für Linux-Desktops unter Verwendung der Grafikarchitektur Wayland statt X11. Die Arbeiten erweitert das Team nun auf WebRTC, um den Browser zur Übertragung zu nutzen.

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Linux-Screensharing für Wayland soll WebRTC nutzen.
Linux-Screensharing für Wayland soll WebRTC nutzen. (Bild: Liam Quinn/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Wie der Red-Hat-Angestellte Jan Grulich in seinem Blog berichtet, arbeitet er gemeinsam mit einigen Kollegen an der Umsetzung einer Screensharing-Funktion für Linux-Desktops unter Verwendung der Grafikarchitektur Wayland statt X11. Dafür werden unter anderem die Techniken Pipewire, Flatpak und eigens erstellte Backends für die Gnome-Shell sowie KDE-Plasma genutzt. Was bisher jedoch fehlte, war laut Grulich eine Anwendung für Nutzer, was sich durch die Verwendung von WebRTC nun ändern soll.

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Ein Teil der Videochattechnik WebRTC für Browser ist die Klasse DesktopCapturer, die wie der Name sagt, den gesamten Teil des Desktops übertragen können soll. Umgesetzt ist diese Verwendung bisher für Windows, MacOS und X11, folgen soll nun also auch die Unterstützung für Wayland. Grulich schreibt, dass die grundlegende Idee mit den bereits vorhandenen Backends und dem Übertragungsweg samt Pipewire relativ einfach umgesetzt werden könnte.

Das Team muss hierbei allerdings einige Probleme lösen. So sei die WebRTC-Implementierung des Firefox-Browsers nicht auf dem aktuellen Entwicklungsstand des WebRTC-Referenzcodes. Das Team plane, seine Wayland-Arbeiten in dem Referenzcode einzupflegen, müsse deshalb für aktuelle Tests aber den Code auch an den älteren Stand von Firefox anpassen. Darüber hinaus zeige Firefox immer seinen eigenen Dialog zur Bildauswahl, die geteilt werden soll. Eigentlich hat das Team aber eigene native Dialoge für die Desktops erstellt. Auch mit dem Chromium-Browser habe das Team noch Probleme, da dessen WebRTC-Implementierung anders arbeite als jene in Firefox.

Zwar müsse das Team Grulich zufolge noch viel Arbeit leisten, bis das System produktiv genutzt werden könne, ein übergreifendes Screensharing zwischen den Desktops der Gnome-Shell und KDE Plasma sei aber bereits gelungen. Für experimentierfreudige Nutzer hat Grulich ein Fedora-Repository mit Paketen vorbereitet, die die notwendigen Änderungen enthalten.

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