EQT: Investmentfonds kauft Suse für 2,5 Milliarden US-Dollar

Der Linux-Distributor und Open-Source-Spezialist Suse ist für einen Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar von einem Investmentfonds übernommen worden. Suse will damit unabhängiger agieren als bisher, sonst soll sich nichts ändern.

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Suse gehört künftig einem Investmentfons von EQT.
Suse gehört künftig einem Investmentfons von EQT. (Bild: Colin Frankland, flickr.com/CC-BY 2.0)

Bisher war der Linux-Distributor und Open-Source-Spezialist Suse ein mehr oder weniger unabhängiges Tochterunternehmen von Micro Focus. Künftig gehört Suse allerdings einem privaten Investmentfonds der EQT Partners, sofern die Aktionäre von Micro Focus dem Kauf von Suse für einen Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar zustimmen.

Suse kam zu Micro Focus, als letztere im Jahr 2014 das Suse-Mutterunternehmen Attachmate kauften. Attachmate hatte 2011 den damaligen Suse-Eigner Novell gekauft und Suse ausgegründet. Seitdem führt Nils Brauckmann als CEO die Geschäfte von Suse und das vor allem in letzter Zeit mit großem Erfolg.

Ende des Geschäftsjahres (31.10.2017) lag der Jahresumsatz von Suse bei 320 Millionen US-Dollar und das Wachstum eigenen Angaben zufolge bei etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ebenso hat Suse die Zahl seiner Angestellten auf inzwischen rund 1.400 massiv ausgebaut. Der Umsatz macht jedoch weniger als 10 Prozent des gesamten Umsatzes von Micro Focus aus, was ein Grund für den Verkauf sein könnte. Laut der Nachrichtenagentur Reuters will Micro Focus mit dem Verkauf außerdem seine eigenen Schulden reduzieren.

Suse soll unabhängiger agieren

"Heute ist ein aufregender Tag in der Suse-Geschichte. Denn durch die Partnerschaft mit EQT wird Suse ein selbstständiges Unternehmen", sagt Nils Brauckmann in der Pressemitteilung. Und weiter: "Das nächste Kapitel der Suse-Geschichte beginnt und die Dynamik der letzten Jahre wird sich weiter erhöhen. Gemeinsam mit EQT werden wir von weiteren Investitionsmöglichkeiten profitieren und gleichzeitig ein Führungsteam haben, welches sich langfristigem, profitablem Wachstum verschrieben hat und dabei stets den Erfolg von Kunden und Partnern in den Vordergrund stellt."

Suse soll also künftig offenbar wesentlich unabhängiger agieren können als bisher. EQT will die bisherige Führung so belassen wie sie ist und keine Änderungen vornehmen. Auch an der Zusammenarbeit mit dem Opensuse-Projekt und dessen Community soll sich nach der Übernahme nichts ändern. Das bekräftigt zumindest der derzeitige Vorstandsvorsitzende von Opensuse, Richard Brown, in einem Beitrag auf der Projekt-Mailingliste und bezieht sich dabei explizit auf die Zusage von Suse-CEO Brauckmann.

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Lightkey 04. Jul 2018

"Ende des Geschäftsjahres (31.10.2017) lag der Jahresumsatz von Suse bei 320 Millionen US...

George99 03. Jul 2018

Hohe Kredite aufnehmen und sie an den Käufer auszahlen....

x2k 03. Jul 2018

Üblich ist da eher Leute zu entlassen um Geld zu sparen dann die Firma auszuschlachten...

maci23 03. Jul 2018

Ich stufe das mehr oder weniger als Konkurs ein. Für mich ist Suse schon lange obsolet...



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