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Limux: Rückkehr zu Windows wird geprüft

Der schwarz-rote Stadtrat in München will eine Rückkehr von Linux zu Windows prüfen lassen. Es habe zu viele Beschwerden von Mitarbeitern gegeben, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Artikel veröffentlicht am ,
München will den Umstieg von Microsoft auf Linux erneut prüfen lassen.
München will den Umstieg von Microsoft auf Linux erneut prüfen lassen. (Bild: Stadt München)

Der zweite Bürgermeister von München, Josef Schmid (CSU), will eine Rückkehr der Münchner Stadtverwaltung von Linux zu Windows prüfen lassen. Er habe aus jedem Referat erfahren, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter dem Wechsel zu Linux leiden. Das müsse geändert werden, sagte Schmid der Süddeutschen Zeitung. Daher werde eine unabhängige Expertengruppe den Umstieg auf Linux erneut prüfen. Sollte diese eine Rückkehr zu Windows empfehlen, sei das für ihn nicht ausgeschlossen, sagte Schmid.

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Ähnlich hatte sich zuvor der neue Bürgermeister Dieter Reiter (SPD) geäußert, der die Nachfolge von Christian Ude (SPD) angetreten hat. Im Behördenmagazin Stadtbild hatte Oberbürgermeister Reiter bemängelt, dass freie Software unter Linux "gelegentlich Microsoft-Anwendungen hinterherhinke." Er habe wochenlang auf sein Dienstsmartphone warten müssen, für das ein externer E-Mail-Server eingerichtet werden musste, sagte Reiter. Schmid beklagte ebenfalls den Mangel an einer einheitlichen Anwendung für E-Mail, Kontakte und Termine.

Politisch motiviert Wechsel?

"Wenn die ganze Welt mit einem Standardprogramm arbeitet, dann ist es wichtig, dass wir auf dem gleichen System sind. Wir haben den Eindruck, dass Linux sehr kostenintensiv ist, weil sehr viel selbst programmiert werden muss", sagt Schmid.

Schmid kritisiert deshalb, dass der Wechsel von Microsoft zu Linux vor zehn Jahren hauptsächlich politisch motiviert gewesen sei. "Als CSU-Fraktion hatten wir damals schon den Eindruck, dass es sehr stark darum ging, einem Monopolisten Grenzen aufzuzeigen. Uns war damals schon klar, dass sich das nicht durchsetzen wird, weil wir als Kommune nicht die ganze Welt verändern können", sagte Schmid zur Süddeutschen Zeitung. München hatte vor zehn Jahren den Umstieg auf Linux unter anderem beschlossen, um die teuren Lizenzgebühren zu sparen, die durch einen Wechsel auf neuere Versionen von Microsoft-Software entstehen würden.

Holperiger Umstieg

Der Umstieg verlief allerdings alles andere als glatt. Mehrere Linux-Distributionen mussten ausprobiert werden und erst mit Hilfe externer Dienstleister konnte ein stabiles System zusammengestellt werden. Aktuell läuft Limux 4.0 auf Basis von Ubuntu 10.04 LTS mit dem KDE-Desktop 3.5. Als Büroanwendung kommt Openoffice.org zum Einsatz. Im Mai 2013 war ein Wechsel zu Ubuntu 12.04 LTS mit KDE 4.8 und Libreoffice 4.0 in Aussicht gestellt worden.

Kurz vor den Kommunalwahlen Mitte März 2014 hatte die Kandidatin der Grünen für das Oberbürgermeisteramt, Sabine Nallinger, den Umstieg auf Linux ebenfalls kritisiert und eine Prüfung gefordert. Die Stadt sei mit der Umstellung auf Linux überfordert und viele Mitarbeiter seien verzweifelt, sagte sie im Februar 2014.

Nallinger hatte in einem Facebook-Posting bemängelt, dass "zu wenige Städte freie Software nutzen und es deswegen viele Programme nur für nicht freie Betriebssysteme gibt. Das Schnittstellenmanagement frisst viel Zeit, Geld und Nerven. Ich fände es gut, wenn wir den Weg der freien Software weitergehen würden und nicht wieder umsteigen müssten. Aber dazu brauchen wir Hilfe. Hilfe von anderen Städten, die auch auf freie Software umsteigen müssten, damit wir die Entwicklungsschmerzen nicht allein tragen müssten; und natürlich von der IT-Branche, die Software für Kommunen derzeit kaum für freie Betriebssysteme wie Linux anbietet."

Ähnlich äußerte sich Peter Hofmann vom Limux-Projekt bereits 2013 auf dem Linuxtag. Er fordert eine klare Richtlinie zu offenen Formaten von der Bundesregierung.

Streit um die Kosten

Ende 2013 hatte der Münchner Stadtrat die Umstellung von Windows auf Linux als erfolgreich abgeschlossen erklärt und den Regelbetrieb von Linux-Systemen an fast 15.000 Arbeitsplätzen bekanntgegeben.

Ob die Stadt tatsächlich Kosten spart, wurde immer wieder auch von Stadtratsmitgliedern angezweifelt. Zuletzt wurden Anfang dieses Jahres in einer von HP erstellten Studie die offiziellen Berechnungen infrage gestellt. Demnach hätte der Einsatz von Linux-Systemen der Stadt mehr Kosten verursachen müssen, als diese angibt. Diese Vorwürfe wies die Stadt München allerdings von sich und bescheidet dem Limux-Projekt auch jenseits der Kostenfrage ein durchweg positives Ergebnis.

Ein Microsoft-Sprecher sagte auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung, der Konzern sei ein "guter Verlierer" und habe inzwischen akzeptiert, dass ausgerechnet München, der Firmensitz des Konzerns in Deutschland, mit Linux arbeite. Microsoft sei aber weiterhin für Gespräche bereit.

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User_x 03. Sep 2014

das ist kein Rekordtief! Es ist so, falls du mir nicht glaubst - geh hin!

Ass Bestos 31. Aug 2014

nein, wenn sich nichts verändert (auch wenn es nur optisch ist, dann würden die leuten...

Ass Bestos 26. Aug 2014

sorry, aber das ist dein fail. meist hilft eine kurze notiz und man weiss wieder was man...

Ass Bestos 26. Aug 2014

dummheit unglaublich, einer der nur halbwegs was von it versteht, wird doch wohl...

Ass Bestos 24. Aug 2014

genau, microsoft lacht sich ins fäustchen das mit unseren steuergeldern kapitalistische...


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