Intel: Linux bekommt Displayport-Treiber für USB-C-Alternate-Mode

Intel erstellt eine separate Treiberunterstützung im Linux-Kernel für die Alternate Modes von USB-C, zuerst für Displayport. Sinnvoll ist das bei fehlender oder kaputter USB-Firmware. Noch fehlt aber die Integration in die Grafiktreiber.

Artikel veröffentlicht am ,
Displayport läuft per Alternate Mode auch über USB-C.
Displayport läuft per Alternate Mode auch über USB-C. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Bereits seit dem vergangenen Herbst arbeitet der Intel-Angestellte Heikki Krogerus daran, den sogenannten Alternate Mode für Verbindungen per USB-C über Treiber im Linux-Kernel umzusetzen. Üblicherweise wird der Alternate Mode zur Übertragung von Videodaten per Displayport oder HDMI genutzt und über die Firmware der USB-Chips ausgehandelt. In einigen Fällen funktioniert das aber unter Umständen nicht und es werden separate Treiber des Betriebssystems benötigt. Die Linux-Treiber von Krogerus hat der Linux-Betreuer Greg Kroah-Hartman nun in seinen USB-Zweig aufgenommen, so dass ein Veröffentlichung mit der übernächsten Linux-Version 4.19 wahrscheinlich ist.

Stellenmarkt
  1. IT Manager / Digitalisierungsarchitekt (m/w/d)
    Siedlungswerk GmbH, Stuttgart
  2. IT Software Developer (w/m/d)
    e1 Business Solutions GmbH, Graz
Detailsuche

Zur Umsetzung hat Krogerus in Zusammenarbeit mit dem Red-Hat-Angestellten Hans de Goede einige verschiedene Bestandteile und einzelne Treiber im Linux-Kernel umgesetzt. Dazu gehören allen voran ein neuer Bus-Typ, der entsprechende Treiber an den aufgefundenen Alternate Mode der Gegenstellen bindet, ein Muxer für die Datenleitungen, Unterstützung für die neue Technik im USB-Type-C-Port-Manager (TCPM) und natürlich den Displayport-Treiber für den Alternate Mode selbst.

Der Aufbau ermögliche es dem Team mehrere Alternate-Mode-Treiber gleichzeitig zu verwenden, allerdings müssen auch für jeden Modus einzelnen Treiber erstellt werden und bisher gibt es eben nur jenen für Displayport. Standardisiert sind darüber hinaus noch MHL, HDMI sowie Thunderbolt 3, das wiederum die Unterstützung für Displayport enthält.

Integration in Grafiktreiber fehlt

Laut eigener Aussage habe Krogerus einige Zeit benötigt, bis er die Erlaubnis dafür hatte, den Displayport-Treiber zu veröffentlichen. Der Entwickler de Goede weist in einem Kommentar im US-Magazin Phoronix daraufhin, dass zurzeit aber noch die Integration in die KMS-Grafiktreiber des Linux-Kernels fehlt. "Es ist gut, dass der Teil von USB-C abgedeckt ist, aber ohne Integration in den KMS-Treiber bringt das eigentlich nicht viel", schreibt de Goede.

Golem Akademie
  1. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    6.–10. Dezember 2021, Virtuell
  2. Ansible Fundamentals: Systemdeployment & -management: virtueller Drei-Tage-Workshop
    6.–8. Dezember 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Intel-Entwickler Krogerus bestätigt das Fehlen der Integration in die Grafiktreiber und schreibt zu der Veröffentlichung der nun eingepflegten Patches: "Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich jetzt auch Änderungen am DRM-Subsystem einbauen könnte, das wurde aber komplizierter, als ich zuerst gedacht habe, und ich habe einfach keine Zeit dafür". Ob und wann diese Treiber folgen, ist zurzeit aber noch nicht abzusehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Wemax Go Pro
Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand

Der Wemax Go Pro setzt auf Lasertechnik von Xiaomi. Der Beamer ist klein und kompakt, soll aber ein großes Bild an die Wand strahlen können.

Wemax Go Pro: Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand
Artikel
  1. Air4: Renault 4 als Flugauto neu interpretiert
    Air4
    Renault 4 als Flugauto neu interpretiert

    Der Air4 ist Renaults Idee, wie ein fliegender Renault 4 aussehen könnte. Mit der Drohne wird das 60jährige Jubiläum des Kultautos gefeiert.

  2. Snapdragon 8cx Gen 3: Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel
    Snapdragon 8cx Gen 3
    Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel

    In Geekbench wurde der Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 3 gesichtet. Er kann sich mit Intel- und AMD-CPUs messen, mit Apples M1 aber wohl nicht.

  3. Mica statt Aero: Windows 11 bringt Transparenzeffekte zurück
    Mica statt Aero
    Windows 11 bringt Transparenzeffekte zurück

    Weitere Applikationen werden mit einem bekannten Designelement ausgestattet: Windows 11 implementiert Transparenzeffekte mit Mica.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops (u. a. Lenovo Ideapad 5 Pro 16" 829€) • MS Surface Pro7+ 888€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /