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Förderung löst Protest aus: 1Password fördert Linux-Projekt mit 300.000 US-Dollar

Die begünstigte Stiftung betreut auch das auf Arch-Linux basierende Omarchy, dessen Verbindung zu David Heinemeier Hansson negativ gesehen wird.
/ Mike Faust
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Omarchy ist unter 1Password-Nutzern weit verbreitet. (Bild: Omarchy)
Omarchy ist unter 1Password-Nutzern weit verbreitet. Bild: Omarchy

1Password wird die Omacom Foundation über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt 300.000 US-Dollar unterstützen. Die Stiftung betreut unter anderem Omarchy, eine auf Arch Linux basierende Distribution von Ruby-on-Rails-Erfinder David Heinemeier Hansson. Wie aus dem Blogbeitrag mit der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, beteiligt sich auch 37signals, Hanssons eigenes Unternehmen, mit demselben Betrag.

Hintergrund sind die öffentlichen Äußerungen Hanssons zu Migration und Minderheiten. In einem Blogbeitrag vom Juli vergleicht er den Umgang mit Roma in Kopenhagen mit der Regulierung von Wölfen und fordert, Roma, die öffentliche Flächen besetzen, abzuschieben.

Die Entscheidung von 1Password, die mit Hansson in Verbindung stehende Stiftung zu unterstützen, löst sowohl bei Kunden als auch bei Angestellten Protest aus. Nutzer kündigten öffentlich an, nach alternativen Passwortmanagern zu suchen, und CEO David Faugno erklärte sich dazu bereit, das Thema in einem internen Meeting aufzugreifen.

Omarchy ist zweithäufigste Linux-Distribution bei 1Password-Nutzern

Wie The Verge berichtet(öffnet im neuen Fenster), distanziert sich 1Password von Hanssons persönlichen Positionen, hält aber an der Förderung fest. Laut einem internen Statement, das der Nachrichtenseite vorliegt, geht das Geld an die Stiftung und nicht an Hansson persönlich. Für die Förderung gebe es zudem einen geschäftlichen Hintergrund, da Omarchy inzwischen die am zweithäufigsten genutzte Linux-Distribution unter 1Password-Nutzern sei.

Die Kontroverse ist nicht Hanssons erster Konflikt dieser Art. Im Jahr 2021 kam es bei Basecamp, an dem Hansson als Partner beteiligt ist, nach einem Verbot gesellschaftlicher und politischer Debatten am Arbeitsplatz zu internen Auseinandersetzungen und zahlreichen Kündigungsankündigungen. Hansson und Mitgründer Jason Fried entschuldigten sich später bei ihren Angestellten für den Umgang mit dem Konflikt.


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