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Purism: Librem 5 verzögert sich um mindestens drei Monate

Das freie Linux-Smartphone Librem 5 von Purism soll nun drei Monate später als ursprünglich geplant erscheinen. Grund dafür sind offenbar Probleme bei NXP, dem Hersteller des genutzten ARM-SoC.

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Das Librem 5 hat Probleme mit der CPU.
Das Librem 5 hat Probleme mit der CPU. (Bild: Purism/CC-BY-SA 4.0)

Mit dem Librem 5 verfolgt das Team von Hersteller Purism den ambitionierten Plan, ein Smartphone zu erstellen, das vollständig mit freier Software und freien Treibern läuft und damit auch mit üblichen Linux-Distributionen genutzt werden kann statt mit Android. Eigentlich sollten die Geräte bereits ab kommendem Januar verteilt und vertrieben werden. Doch wie das Team nun mitteilt, verzögert sich die erste Auslieferung wohl um mindestens drei Monate auf kommenden April.

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Als Grund dafür gibt das Team Probleme mit der Hardware an. In der Ankündigung dazu heißt es: "Während des Testens wurden in der von NXP hergestellten CPU des Librem 5 zwei Hardware-Bugs gefunden, die sich auf die Energieverwaltung und die Leistungsaufnahme auswirken. Purism hat mit dem Chiphersteller direkt zusammengearbeitet, um die bevorstehende CPU auf dieses Hardware-Problem bei der Energieverwaltung hin zu überprüfen, das die Batterielebensdauer des Librem 5 erheblich beeinträchtigen würde".

Konkret betrifft dies offenbar die Cortex-A53-Kerne in dem i.MX-8M-SoC von NXP, die nicht in den WAIT-Modus wechseln können und auch nicht das Aufwachen zu einem Laufzeitereignis auf nur einem der Kerne unterstützen. Das dürfte massive Leistungseinbußen zur Folge haben. In einem ausführlicheren technischen Bericht zur bisherigen Hardware-Entwicklung heißt es, dass das Librem 5 wegen der Hardware-Fehler eine Akkulaufzeit von vielleicht einer Stunde hätte. Das verursache einen extrem schlechten Nutzereindruck, den das Team durch das Verschieben der Hardware-Veröffentlichung vermeiden möchte.

Nach anfänglichen Problemen mit den Entwicklerkits für das Librem 5 will das Team diese nun ab kommendem Oktober verteilen. Für das Gerät sind 3 GByte LPDDR3 Arbeitsspeicher, 32 GByte eMMC-Festspeicher, WLAN und Bluetooth sowie ein Modem, das nicht als Teil des SoC verbaut wird, geplant. Für das Entwicklerboard wird voraussichtlich ein 5,7 Zoll großes Display mit 720 x 1.440 Pixeln verbaut, was den bereits zuvor geäußerten Plänen für ein leicht vergrößertes Smartphone im Vergleich zu den ersten Ideen entspricht.



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Anonymer Nutzer 06. Sep 2018

Schon alleine die Entscheidung Android nicht zu forken sondern selber was zu basteln...


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