Purism: Entwicklerboard des Librem 5 verzögert sich

Die Entwicklerboards des freien Linux-Smartphones Librem 5 werden erst einige Monate später fertig als ursprünglich geplant. An der Unterstützung des geplanten ARM-SoCs i.MX8 wird ebenfalls noch gearbeitet.

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Die bisher verwendete Vorserie des Entwicklerboards nutzt nicht die finale Hardware des Librem 5.
Die bisher verwendete Vorserie des Entwicklerboards nutzt nicht die finale Hardware des Librem 5. (Bild: Purism)

Der Hersteller Purism, der für seine freien Librem-Laptops bekannt ist, arbeitet seit vergangenem Sommer an dem ebenfalls möglichst freien Smartphone Librem 5. Bisher arbeitet das Team mit einem Funktionsprototyp, der nur ungefähr der Hardware entspricht, die final in dem Gerät landen wird. Wie das Team nun in einem Update schreibt, verzögert sich die Fertigstellung des Entwicklerboards mit der geplanten finalen Hardware allerdings um wenige Monate.

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Statt wie geplant bereits im Juni könnten die Boards voraussichtlich erst im August an eine größere Zahl von Entwicklern ausgeliefert werden. Als Grund dafür gibt das Team an, dass einige Informationen nicht direkt verfügbar waren, die zum Erstellen eines Schaltplans und damit des Board-Layouts notwendig sind. Das betreffe vor allem einige einzelne Hardwarekomponenten wie die Kamera, WLAN- und Bluetooth-Modul, Akku sowie Schalter und Knöpfe.

Die notwendigen Arbeiten habe das Team nun aber abschließen können und bestellt als nächsten Schritt die entsprechende Hardware, die dann gesammelt zum Hersteller der Boards geliefert werden soll. In dem Blogeintrag heißt es außerdem, dass der nun geplante Versandtermin im August jedoch lediglich eine grobe Schätzung sei. Die Auslieferung könnte sich also auch noch weiter verzögern.

Mainline-Kernel in Arbeit

Etwas besser als beim Bau der Hardware läuft es dem Team zufolge bei der Software-Unterstützung für das Gerät. Denn bisher arbeiten die Entwickler des Librem 5 noch mit Entwicklerboards, die den ARM-SoC i.MX6 von NXP verwenden. Die finale Version des Smartphones soll allerdings den Nachfolger i.MX8 nutzen. Auf Letzterem laufe inzwischen eine sehr grundlegende Version des sogenannten Mainline-Kernels der Linux-Community, im Gegensatz zu dem Kernel des Herstellers, der teils veraltete und eventuell auch proprietäre Bestandteile verwendet.

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Die Unterstützung weiterer wichtiger Bestandteile wie etwa für den Displayteil der Grafikhardware sei bereits in Planung. Die notwendigen Patches und Veränderungen will das Team mit Hilfe der Upstream-Comunity ebenfalls in den Mainline-Kernel einpflegen.

Bisherhigen Plänen zufolge soll die finale Version des Librem 5 bereits im Januar 2019 an die Unterstützer der Crowdfunding-Kampagne ausgeliefert werden.

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