Abo
  • IT-Karriere:

Öffentliche Verwaltung: Finanzverwaltung Niedersachsen wechselt von Linux zu Windows

Nach über zehn Jahren Linux-Betrieb sollen die Client-Systeme der Finanzverwaltung Niedersachsen auf Windows migriert werden. Betroffen sind rund 13.000 Systeme. Für die Umstellung steht ein zweistelliger Millionenbetrag bereit.

Artikel veröffentlicht am ,
Das niedersächsische Finanzministerium plant eine Migration  der Behördenrechner auf Windows.
Das niedersächsische Finanzministerium plant eine Migration der Behördenrechner auf Windows. (Bild: Christian A. Schröder, Wikimedia.org/CC-BY-SA 4.0)

Im Jahr 2006 wechselte die Finanzverwaltung des Landes Niedersachsen von dem damals genutzten Sun Solaris auf das aus Deutschland stammende freie Linux-System von Suse. Ähnlich wie die Stadt München plant nun auch die Finanzbehörde in Niedersachsen ihren Abschied von Linux auf Clientsystemen sowie eine Migration der rund 13.000 Arbeitsplatzrechner zu einem aktuellen Windows-System. Das geht aus dem Haushaltsentwurf des Landes Niedersachsen für das kommende Jahr hervor.

Stellenmarkt
  1. ENGEL Automatisierungstechnik Deutschland GmbH, Hagen
  2. Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering gGmbH, Potsdam

Eine Sprecherin des niedersächsischen Finanzministeriums bestätigte dem Magazin Heise.de diese Pläne. Dem Haushaltsentwurf zufolge sollen im Jahr 2019 für die Migration 5,9 Millionen Euro bereitgestellt werden und für die Folgejahre jeweils 7 Millionen Euro. Wie viele Jahre die Arbeiten insgesamt in Anspruch nehmen werden, ist derzeit nicht bekannt. Bei der vergleichbaren Migration der Arbeitsplatzrechner von Linux auf Windows in der Stadt München rechnen die Verantwortlichen mit einer Dauer von mindestens vier Jahren und einer Investition von knapp 50 Millionen Euro für "die Schaffung eines einheitlichen IT-Arbeitsplatzes".

Letzteres ist ebenfalls das vorgegebene Ziel bei der Finanzverwaltung in Niedersachsen. Im Haushaltsentwurf heißt es dazu: "Die Vereinheitlichung der bisherigen Arbeitsplatzsysteme soll die Verfahren vereinfachen und die Softwareentwicklung im steuerlichen Konsens-Verbund erleichtern". Der Konsens-Verbund meint die Kooperation von Bund und Ländern zur Koordination der Softwareentwicklung der verschiedenen Steuerbehörden.

Völlig überraschend kommt die Migration hin zu Windows nicht. Bereits im Koalitionsvertrag (PDF) der aktuellen niedersächsischen Landesregierung aus SPD und CDU heißt es: "Wir werden den in Niedersachsen bislang Linux basierten Verfahrensbetrieb aufgeben, mit dem Ziel, auf diesem Weg die länderübergreifende Zusammenarbeit zu erleichtern und den Aufwand in Programmierung und Verfahrensbetreuung zu reduzieren".



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€ statt 19,99€
  2. 0,49€
  3. 0,00€
  4. 0,49€

educated_guess 27. Jul 2018

Du schlägst vor Windows auf Verwaltungsrechnern aus ideologischen (oder euphemistisch...

Auspuffanlage 27. Jul 2018

Ja da hast du leider Recht :( aber da sollte man dem Politiker / die Politiker auf die...

Agina 25. Jul 2018

Die Clients werden nicht auf einmal sondern kontinuierlich getauscht. Wenn also jemand...

tearcatcher 25. Jul 2018

kT


Folgen Sie uns
       


Workers Resources Soviet Republic - Test

Wem Aufbaustrategiespiele wie Anno oder Sim City zu einfach sind, sollte Workers & Resources: Soviet Republic ausprobieren. Das Spiel ist Wirtschaftssimulation und Verkehrsmanager in einem.

Workers Resources Soviet Republic - Test Video aufrufen
Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus
  2. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln
  3. Wasserkühlung erforderlich Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom
Lightyear One
Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.
Von Wolfgang Kempkens

  1. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren
  2. Elektromobilität EnBW will weitere 2.000 Schnellladepunkte errichten
  3. Elektromobilität Verkehrsminister will Elektroautos länger und mehr fördern

    •  /