Ozone-GBM: Chrome-Hardwarebeschleunigung auf üblichem Linux nutzbar
Seit Jahren nutzt das ChromeOS von Google zwar eine Linux-Basis, allerdings auch einen eigenen Grafik-Userspace, der sich teils deutlich von dem üblichen Grafikstack von Linux-Distributionen unterscheidet. Als Abstraktionsschicht ist dafür unter anderem Ozone-GBM entstanden. Der Intel-Entwickler Joone Hur erklärt nun(öffnet im neuen Fenster), wie eben jener Bestandteil auch in die üblichen Linux-Distributionen integriert und genutzt werden kann.
Auf Chromebooks ist Ozone-GBM der zentrale Bestandteil zur Interaktion mit der Intel-GPU und liefert damit Hardwarebeschleunigung für Video, sogenanntes Zero-Copy für Textur-Uploads, und ermöglicht außerdem WebGL oder GPU-beschleunigte CSS-Animationen. Durch Übernahme von Ozone-GBM auf übliche Linux-Systeme können diese Techniken auch unabhängig von ChromeOS im Chromium-Browser genutzt werden.
Schneller und weniger RAM-Nutzung
Von Vorteil ist das natürlich nicht nur für Linux-Desktop-Nutzer, sondern auch für verschiedene Embedded-Projekte, die auf Hardware von Intel setzen, den Chromium-Browser als einzige UI-Komponente verwenden und etwa den Distributionsbaukasten Yocto einsetzen.
Den Angaben des Intel-Entwicklers Hur zufolge beschleunigt die Verwendung von Ozone-GBM verschiedene einfache Benchmarks teils massiv. Die Verwendung des Zero-Copy zum Beispiel, das bisher nur unter ChromeOS bereitstand, können die Frameraten in speziellen Fällen sogar vervierfachen im Vergleich zur Verwendung der Software-Lösung. Ähnliches gilt für die Videobeschleunigung. Darüber hinaus wird deutlich weniger Speicher als zuvor benötigt.
In dem Blogeintrag stellt der Entwickler Anleitungen bereit, wie Ozone-GBM in Arch Linux genutzt werden kann, oder eben mit dem erwähnten Yocto. Wegen Umbauarbeiten am Chromium-Code lassen sich die Arbeiten zurzeit nicht mit einer aktuellen Version des Browsers verwenden, Hur will das aber künftig beheben.
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