Im Verkehrssektor steigen die Kohlendioxidemissionen. Synthetische Kraftstoffe könnten für bessere Luft sorgen - wenn sie nicht ihre eigenen Probleme hätten.
Das Auto ist immer noch immer das meiste genutzte Verkehrsmittel der Deutschen. Dem Elektroauto stehen viele noch skeptisch gegenüber. Die Akzeptanz wächst aber langsam. Der Beitrag zum Umweltschutz ist aber umstritten.
Von wegen Klarheit: NRW stoppt sein eigenes Förderprogramm, einige Hersteller stocken den Umweltbonus für Elektroautos weiter auf. Und was heißt eigentlich "rückwirkend"?
73Kommentare/Ein Bericht von Franz W. Rother
(Edison)
Es gibt gute Gründe, die Elektromobilität nicht nur unkritisch zu bejubeln. Einige Umweltverbände und Klimaaktivisten machen im Fall der Tesla-Fabrik in Grünheide dabei aber keine besonders gute Figur.
Vom neuen Umweltbonus für Elektroautos können künftig Käufer von Gebrauchtwagen profitieren. Neben einem zeitlichen Limit hat die Bundesregierung eine Obergrenze für die Kilometerzahl und den anrechenbaren Wertverlust festgelegt.
Amazon-Chef Jeff Bezos kündigt an, 10 Milliarden US-Dollar an Projekte zu spenden, die den Klimaschutz voranbringen. Kritiker merken an, dass Amazon seine Geschäfte mit der fossilen Industrie immer weiter ausbaut und sogar Klimawandelleugner mitfinanziert.
Nach wochenlangen Verzögerungen durch die Bundesregierung hat die EU-Kommission den neuen Umweltbonus für Elektroautos gebilligt. Die Prämie wird rückwirkend von einem bestimmten Kaufdatum an gezahlt.
Die Bundesregierung hat den geplanten Umweltbonus für Elektroautos immer noch nicht bei der EU-Kommission notifizieren lassen. Doch es soll Fortschritte in dem Verfahren geben.
Microsoft verkündet einen ambitionierten Plan, um das Unternehmen klimaneutral zu machen. Vieles darin klingt gut, aber es gibt einen großen Haken: Microsofts gute Geschäfte mit der Ölindustrie sollen weitergehen.
Die EU-Kommission muss über die Verlängerung und Erhöhung der Umweltprämie für Elektroautos entscheiden. Doch die Bundesregierung soll noch immer nicht die erforderlichen Unterlagen eingereicht haben.
Der erhöhte Umweltbonus für Elektroautos kann weiterhin nicht in Anspruch genommen werden. Die Förderung soll erstmals auch für gebrauchte Autos gelten.
Das unter anderem von Bill Gates unterstützte US-Startup Heliogen hat eine Solaranlage entwickelt, die es ermöglichen soll, energieintensive industrielle Anwendungen mit Solarenergie zu betreiben. Ziel ist, den Einsatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen.
Update Zur Förderung der Elektromobilität soll die Kaufprämie für Elektroautos weiter steigen. Der Autogipfel im Kanzleramt brachte auch einen höheren Zuschuss für Plugin-Hybride. Gebrauchtwagen könnten künftig ebenfalls gefördert werden.
Die Energiewende ist ohne synthetische Treibstoffe nicht zu schaffen. In Karlsruhe ist eine Anlage in Betrieb gegangen, die das mithilfe von teilweise völlig neuen Techniken schafft.
Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Klimaschutzprogramm beschlossen. Neben batteriebetriebenen Elektroautos sollen die Wasserstofftechnik und synthetische Kraftstoffe gefördert werden. Für die Installation privater Ladesäulen soll es Geld geben.
Liefern Geothermiekraftwerke in Südwestdeutschland bald nicht nur Strom und Wärme, sondern auch einen wichtigen Rohstoff für die Akkus von Smartphones, Tablets und Elektroautos? Das Thermalwasser hat einen so hohen Gehalt an Lithium, dass sich ein Abbau lohnen könnte. Doch es gibt auch Gegner.
Die Bundesregierung will in den kommenden vier Jahren 54 Milliarden Euro für ihr Klimaschutzprogramm ausgeben. Ein guter Teil davon soll den Kauf von Elektroautos und den Aufbau der Infrastruktur unterstützen.
Schmelzendes Packeis, steigende Meeresspiegel, zerstörte Ökosysteme und schrumpfende Fischgründe: Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ozeane sind gewaltig. Aber auch umgekehrt gibt es große Einflüsse.
In Norddeutschland testen Wissenschaftler, Unternehmer und Energieversorger gemeinsam, wie sich technische Innovationen in die Netze von Strom und Gas integrieren lassen. Doch steuerliche Regelungen bremsen manche Projekte.
Die Bundesregierung setzt beim Klimaschutz im Verkehrsbereich vor allem auf die Elektromobilität, sie will die Kaufprämie verlängern und teils erhöhen. Von einer E-Auto-Quote schreckt sie nach wie vor zurück. SUVs sollen aber höher besteuert werden.
Am morgigen Freitag finden nicht nur weltweit Protestaktionen für ernsthaften Klimaschutz statt, auch zahlreiche Webseiten wollen für den Klimastreiktag abschalten.
Während Politiker noch über die Bezuschussung neuer Ölheizungen streiten, sind einige Energieversorger und Unternehmen schon erheblich weiter. Sie zeigen in Hamburg, wie Stadtviertel - oder sogar ganze Städte - regenerativ mit Wärme versorgt werden können.
Die Kryptowährung Bitcoin baut darauf, dass Miner darum konkurrieren, wer Rechenaufgaben am schnellsten löst. Das braucht viel Strom - und führt dazu, dass Bitcoin mindestens so viel Kohlendioxid produziert wie ein kleines Land. Besserung ist derzeit nicht in Sicht.
Die hohen Erwartungen haben Geothermie-Kraftwerke bisher nicht erfüllt. Weltweit setzen trotzdem immer mehr Länder auf die Wärme aus der Tiefe - nicht alle haben es dabei leicht.
In Hamburg wird in bislang nicht gekanntem Maßstab getestet, wie gut sich aus Toilettenabwasser Strom und Wärme erzeugen lassen. Außerdem sollen aus dem Abwasser Pflanzennährstoffe für die Landwirtschaft gewonnen werden. Dafür müssen aber erst einmal die Schadstoffe aus den Gärresten gefiltert werden.
Eine Initiative von 100 deutschen Unternehmern aus dem Digitalbereich fordert eine schnelle Besteuerung von Kohlendioxid-Emissionen und einen vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien bis 2035. Auch wollen die Unternehmer selbst mehr zum Klimaschutz beitragen.
Elon Musk hat der Regierung von Singapur vor einiger Zeit vorgeworfen, gegen Elektroautos zu sein. Der Tesla-Chef wolle bloß Lifestyle verkaufen, kontert der Umweltminister des Stadtstaates. Seine Regierung suche lieber Lösungen für die Klima- und Verkehrsprobleme.
Zu viel Kohlendioxid in der Atmosphäre? Essen wir es doch einfach. Solein, das das finnische Unternehmen Solar Foods entwickelt hat, besteht zu einem großen Teil aus dem Kohlendioxid aus der Luft, das mit Hilfe von Solarstrom in ein Nahrungsmittel verwandelt wird.
Die Umweltorganisation 350.org fordert von Facebook, Werbeanzeigen der fossilen Industrie nicht mehr zu akzeptieren. Bereits jetzt nimmt Facebook bestimmte Werbung nicht an, etwa für Zigaretten oder für Waffen.
Rund 5.200 Mitarbeiter wenden sich in einem offenen Brief kritisch an Jeff Bezos und die Amazon-Führung: Von den großen IT-Unternehmen sei der Konzern am weitesten von einer nachhaltigen Energiepolitik entfernt.
Mehrere große IT-Konzerne haben in jüngerer Zeit Partnerschaften mit der Ölindustrie aufgebaut und tragen damit aktiv zur Klimakatastrophe bei. Dabei geben sie sich gerne als besonders umweltfreundlich und verantwortungsbewusst.
Der Klimawandel macht vor Glasfaserkabeln nicht halt. Forscher aus den USA befürchten, dass bis 2033 Teile der Internetinfrastruktur unter Wasser stehen, die an den Küsten entlangführt. Betroffen sind Städte wie Miami und New York City. Es sei Zeit, zu handeln.
Die Kohlendioxid-Emissionen steigen und steigen. Die auf der UN-Klimakonferenz in Paris vereinbarten Ziele sind so kaum zu schaffen. Fachleute fordern daher den Einsatz von Techniken, die Kohlendioxid in Kraftwerken abscheiden oder sogar aus der Luft filtern.
Wikileaks hat neue Dokumente ins Netz gestellt, die zeigen, wie der US-Geheimdienst NSA-Gespräche von Staats- und Regierungschefs auswertet. Belege für neue Abhörmaßnahmen liefern die Dokumente nicht.
32C3 Wenn der Chaos Computer Club schon vor dem Chaos warnt, könnte es ungemütlich werden. Hacker sollten gemeinsam für eine bessere Zukunft kämpfen, anstatt zu streiten, welche Linux-Distribution am besten ist, fordert der CCC.
Statt nur zu debattieren wollen zwölf Open-Source-Projekte umsetzbare Lösungen für die nachhaltige und umweltschonende Ressourcennutzung bauen. Dazu treffen sie sich an einem ungewöhnlichen Ort: einem französischen Barockschloss.
Eine Wiener Universität und die amerikanische Klimaschutzbehörde NOAA haben im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts ein Socialgame veröffentlicht, mit dem Spieler für den Umweltschutz sensibilisiert werden sollen.
Wissenschaftlern fehlen für ihre Klimamodelle genaue Daten über CO2-Emissionen von Kraftwerken auf der ganzen Welt. Die Crowd soll jetzt helfen - und sie in eine auf Google Earth basierende Karte eintragen.
Die steigende Wassertemperatur in den Flüssen kann die Stromversorgung beeinträchtigen: Im Sommer führen die Flüsse weniger und wärmeres Wasser, als zur Kühlung von Atom- und Kohlenkraftwerken gebraucht wird. Abschaltungen in heißen Sommermonaten werden die Folge sein.