IEA-Bericht: Ölförderung stark rückläufig, Solar überholt alle
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Der Angriff der USA und Israels auf den Iran sowie der darauffolgende Einbruch bei der Förderung von Öl und Gas, dazu die Unpassierbarkeit der wichtigen Handelsroute durch die Straße von Hormus haben einen noch nie dokumentierten Rückgang bei der Ölproduktion verursacht. Obwohl Länder wie die USA oder Brasilien ihre eigene Produktion stark erhöht haben und vom nunmehr hohen Ölpreis profitieren, sank die tägliche Fördermenge um 10,1 Millionen Barrel pro Tag, umgerechnet 1,6 Milliarden Liter.
Das zeigt der monatliche Bericht zu den Ölmärkten(öffnet im neuen Fenster) der Internationalen Energieagentur (IEA), der die globalen Entwicklungen im März 2026 zusammenfasst. Bei keiner vorangegangenen Energiekrise sei demnach ein stärkerer Rückgang verzeichnet worden und parallel dazu kein derart hoher prozentualer Anstieg des Ölpreises in so kurzer Zeit.
Insgesamt sei die weltweite Nachfrage wegen des Preisanstiegs um 10 Prozent gesunken. Im zweiten Quartal 2026 dürfte sich der Trend fortsetzen und zu einer ähnlich geringen Nachfrage nach Öl und Gas führen wie zu Beginn der Coronapandemie.
Entwicklung reicht weiter zurück
Allerdings hat der Konflikt mit dem Iran und dessen ungewisser Ausgang vermutlich nur eine Entwicklung beschleunigt, die schon länger Fahrt aufnimmt. Im ebenfalls gerade veröffentlichten Global Energy Review 2026(öffnet im neuen Fenster) der IEA zeigt sich, dass allein Photovoltaik im letzten Jahr zusätzlich 600 Terawattstunden an Energie erzeugte. Allein dieser globale Zubau in einem Jahr entspricht dem gesamten deutschen Strombedarf.
Es handelt sich ausgehend von der Energiemenge um Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 500 Gigawatt. Der Flächenbedarf dafür liegt bei knapp 2.400 Quadratkilometern, die weltweit mit Photovoltaik belegt wurden.
Der größte Teil der neu installierten Energieproduktion, 25 Prozent, lässt sich laut Bericht allein auf Solarzellen zurückführen, gefolgt von Gas mit 17 Prozent. Gleichzeitig begann 2025 der Bau von Atomkraftwerken mit einer Gesamtleistung von 12 Gigawatt, die irgendwann in den nächsten 10 bis 15 Jahren 100 Terawattstunden jährlich erzeugen werden.
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