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Elektromobilität: Singapur zieht Busse dem Tesla-Lifestyle vor

Elon Musk hat der Regierung von Singapur vor einiger Zeit vorgeworfen, gegen Elektroautos zu sein. Der Tesla-Chef wolle bloß Lifestyle verkaufen, kontert der Umweltminister des Stadtstaates. Seine Regierung suche lieber Lösungen für die Klima- und Verkehrsprobleme.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektroauto Tesla: für Singapur nicht die Lösung der Verkehrsprobleme
Elektroauto Tesla: für Singapur nicht die Lösung der Verkehrsprobleme (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Elektromobilität ja, aber E-Busse statt E-Autos: Singapur will mit Elektrofahrzeugen seine Verkehrs- und Umweltprobleme lösen. Dabei setzt der südostasiatische Stadtstaat allerdings auf öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), sprich: Busse und Bahnen. Sehr zum Leidwesen von Elon Musk.

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Der Tesla-Chef hatte Singapur kritisiert, weil die Umstellung auf Elektrofahrzeuge nach seinem Geschmack zu langsam geht. Die Regierung stehe Elektroautos ablehnend gegenüber, hatte Musk verkündet.

In einem Interview mit der US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg konterte Singapurs Umweltminister Masagos Zulkifli die Vorwürfe: "Wenn es ein Land gibt, das von Benzinfahrzeugen zu 100 Prozent auf Elektrofahrzeuge umstellen kann, dann ist das Singapur."

Problematisch sei aber das Laden: Es gebe schon jetzt nicht genug Parkplätze. Wie werde es da erst mit einem Platz an einer Ladesäule. "Wir haben dafür noch keine Lösung", gab er zu. Seine Regierung habe ein mächtiges Werkzeug, um den Umstieg zu forcieren: Um ein Auto zu kaufen, benötigten die Bürger von Singapur eine entsprechende Erlaubnis, die die Regierung jeweils für zehn Jahre erteile. Das sei ein gutes Mittel, um den Wandel voranzutreiben, erklärte der Minister.

Die Regierung von Singapur vertrete jedoch die Auffassung, dass ein Ausbau des ÖPNV eine bessere Lösung für die Verkehrsprobleme und im Kampf gegen die globale Erwärmung darstelle, als in einem Tesla herumzufahren. "Was Elon Musk hervorbringen will, ist ein Lifestyle", sagte Zulkifli zu den Vorwürfen Musks. "Wir sind aber nicht an Lifestyle, wir sind an geeigneten Lösungen für das Klimaproblem interessiert."

Singapur liegt auf einer Insel und ist deshalb vom Anstieg des Meeresspiegels besonders bedroht. Der Umgang mit den Folgen der globalen Erwärmung hat für die Regierung Singapurs den gleichen Stellenwert wie die Landesverteidigung. Sie geht davon aus, dass sie in den kommenden hundert Jahren umgerechnet 65 Milliarden Euro in Schutzmaßnahmen investieren muss.

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Johnny_bb 30. Aug 2019

... wenn die Asiaten genauso Lieferprobleme haben wie wir Europäer, dann würde ich mir es...

SanderK 28. Aug 2019

Hier können wir das Problem im Bundestag sehen. Konstruktive und vielfältige Ansätze...

JackIsBack 27. Aug 2019

Du hast immerhin den Luxus einer S Bahn / öpnv...

thinksimple 26. Aug 2019

HomeOffice ist nur ein kleiner Teil der Lösung. Die meiste Arbeit in DE wird nicht auf...

Jossele 26. Aug 2019

Ich hätte mir nicht gedacht, das zu meinen Lebzeiten wieder mit den Bau von Stadtmauern...


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