Klimaschutzprogramm: Alle Tankstellen sollen Ladesäulen bekommen

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Klimaschutzprogramm beschlossen. Neben batteriebetriebenen Elektroautos sollen die Wasserstofftechnik und synthetische Kraftstoffe gefördert werden. Für die Installation privater Ladesäulen soll es Geld geben.

Artikel veröffentlicht am ,
Ist da noch Platz für eine Strompreisangabe?
Ist da noch Platz für eine Strompreisangabe? (Bild: Ikar.us/CC-BY 3.0)

Die Bundesregierung will den Aufbau von Ladesäulen für alle Tankstellen verpflichtend machen. Das geht aus dem Klimaschutzprogramm 2030 hervor, das vom Bundeskabinett am 9. Oktober 2019 in Berlin beschlossen wurde. Demnach will die Regierung "verbindlich durch eine Versorgungsauflage regeln, dass an allen Tankstellen in Deutschland auch Ladepunkte angeboten werden". Bereits in den Ende September beschlossenen Eckpunkten hatten sich Union und SPD auf einen umfangreichen Ausbau der Elektromobilität festgelegt. Dafür sollen in den kommenden vier Jahren 9,3 Milliarden Euro ausgegeben werden.

Inhalt:
  1. Klimaschutzprogramm: Alle Tankstellen sollen Ladesäulen bekommen
  2. Scharfe Kritik an Förderung von E-Fuels

Dem 173-seitigen Programm (PDF) zufolge soll die vom Bund und von den Herstellern getragene Kaufprämie für Elektroautos von 2021 an für Pkw mit Elektro-, Hybrid- und Wasserstoff- beziehungsweise Brennstoffzellenantrieb verlängert und für Autos unter 40.000 Euro erhöht werden.

Eine genaue Höhe wird in dem Programm jedoch nicht genannt. Die Dienstwagenregelung für die Nutzung eines batterieelektrischen Fahrzeuges oder eines Plugin-Hybriden wird demnach bis 2030 verlängert. Die Dienstwagensteuer soll ferner für reine Elektrofahrzeuge bis zu einem Preis von 40.000 Euro von 0,5 auf 0,25 Prozent gesenkt werden.

Förderung privater Lademöglichkeiten

Darüber hinaus will die Regierung die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur weiter ausbauen, damit in Deutschland bis zum Jahr 2030 insgesamt eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen. Deshalb fördert der Bund den Aufbau von öffentlichen Ladensäulen mit entsprechenden Programmen bis 2025. Dazu will die Regierung auch die Automobilhersteller und die Energiewirtschaft in die Pflicht nehmen.

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"Wo eine bedarfsgerechte Versorgung marktgetrieben nicht erfolgt, werden auch ordnungsrechtliche Maßnahmen erwogen", heißt es in dem Programm. Im Falle von "regionalem Marktversagen" soll es auch Verteilnetzbetreibern wie den Stadtwerken ermöglicht werden, öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur zu errichten.

Neben den rechtlichen Erleichterungen für den Einbau von Wallboxen in privaten Tiefgaragen will die Regierung dies auch finanziell fördern. Das betrifft "gemeinsam genutzte private und gewerbliche Ladeinfrastruktur (z. B. in Mehrfamilienhäusern und auf Mitarbeiterparkplätzen)". Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte dazu im März 2019 die Summe von einer Milliarde Euro gefordert. Zudem verweist das Klimaschutzprogramm darauf, dass die Installation von privater Ladeinfrastruktur mit dem sogenannten Handwerkerbonus gefördert werde.

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Scharfe Kritik an Förderung von E-Fuels 
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cpt.dirk 16. Okt 2019

Inwiefern "realistisch erwartbare Bereiche", welches andere Video denn? Lesch ist meiner...

Ach 12. Okt 2019

Na, ich würde eher sagen, dass diese Antwort einen ziemlich inhaltsfreien Konter...

E-Mover 11. Okt 2019

Ob Du eine Steuer für Ausnahmen nicht kassierst oder sie für Ausnahmefälle wieder...

E-Mover 10. Okt 2019

Die Anzahl der Ladesäulen sollte sich stark an der Anzahl an Fahrzeugen orientieren, die...

Dwalinn 10. Okt 2019

Dafür müsstest du aber verdammt viele Parkplätze umrüsten. Nicht jeder hat den Luxus...



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