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Greenpeace-Vergleich: Umstieg auf Elektroauto spart bis zu 300 Euro im Monat

Die hohen Spritpreise machen Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern derzeit deutlich günstiger. Daran ändern auch Steuersenkungen nichts.
/ Friedhelm Greis
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Ein VW ID.3 ist monatlich deutlich günstiger als ein entsprechender VW Golf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Ein VW ID.3 ist monatlich deutlich günstiger als ein entsprechender VW Golf. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind Verbrennerfahrzeuge trotz befristeter Steuersenkungen auf Treibstoff im Betrieb deutlich teurer als Elektroautos. "Wer heute etwa statt eines Golf 2.0 TSI ein vergleichbares Elektroauto wie den ID.3 kauft, spart pro Monat etwa 180 Euro. Gegenüber einem Diesel-SUV Tiguan 2.0 TDI sind es sogar bis zu 300 Euro" , teilte die Organisation am 31. März 2022 mit(öffnet im neuen Fenster) .

Die Kalkulation berücksichtige bereits die jüngsten Entlastungen der Bundesregierung auf Energiepreise. Ohne die auf drei Monate befristeten Steuersenkungen auf Kraftstoffe lägen die Einsparpotenziale noch höher. Die Ampelkoalition beschloss am 24. März 2022(öffnet im neuen Fenster) , die Spritpreise vorübergehend um 30 Cent pro Liter bei Benzin und 14 Cent bei Diesel zu senken.

Greenpeace beruft sich in dem Kostenvergleich (PDF)(öffnet im neuen Fenster) auf Daten des Automobilclubs ADAC (PDF)(öffnet im neuen Fenster) . Der WLTP-Verbrauch wurde dabei mit dem Faktor 1,14 korrigiert, um den tatsächlichen Verbrauch abzubilden.

Zudem passte Greenpeace die erhöhten Treibstoffpreise an. Diese wurden mit 2 Euro für Super-Benzin und 1,84 Euro für Diesel jedoch niedriger als die aktuellen Preise angesetzt.

Könnten Elektroauto-Besitzer auf überschüssigen Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage zurückgreifen, nehme das Einsparpotenzial gegenüber Verbrennern noch zu, erklärte die Organisation. Der Vorteil steige um etwa 30 Euro, wenn die Hälfte des geladenen Stroms vom eigenen Hausdach komme.

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Kosten für Gebrauchtwagen liegen nicht vor

Die angenommenen Kosten beziehen sich auf Neuwagen. "Vergleichbar detaillierte Zahlen zu den Gesamtkosten von Gebrauchtwagen liegen nicht vor, sie lassen sich nur grob abschätzen" , schreibt Greenpeace. Studien zufolge (PDF) (öffnet im neuen Fenster) liegen die Kosten bei gebrauchten Verbrennern monatlich etwa halb so hoch wie bei einem Neuwagen, die Kosten gebrauchter E-Autos sind demnach im Vergleich zu Neuwagen gut 40 Prozent niedriger.

Die Umweltorganisation hat in den Kostenvergleich noch andere Verkehrsträger einbezogen. Das Resultat: "Ein Singlehaushalt kann mit dem Verzicht auf die Anschaffung eines neuen Verbrenners und dem Umstieg auf Rad und Bahn bis zu 680 Euro monatlich sparen, bei einem Zweipersonenhaushalt sind es immerhin noch fast 500 Euro."

Selbst bei der Nutzung von Gebrauchtwagen blieben Rad und Bahn die günstigste Wahl für Single-Haushalte und lägen bei den Gesamtkosten für Zweipersonenhaushalte gleichauf mit einem gebrauchten E-Auto. "Familien fahren in jedem Szenario mit dem E-Auto günstiger als mit Benziner oder Diesel" , heißt es weiter.


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