Klimawandel: Bis 2033 saufen Teile des Internets ab, warnen US-Forscher

Der Klimawandel macht vor Glasfaserkabeln nicht halt. Forscher aus den USA befürchten, dass bis 2033 Teile der Internetinfrastruktur unter Wasser stehen, die an den Küsten entlangführt. Betroffen sind Städte wie Miami und New York City. Es sei Zeit, zu handeln.

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Von Überschwemmungen wird die Netzwerkinfrastruktur des Internets betroffen sein.
Von Überschwemmungen wird die Netzwerkinfrastruktur des Internets betroffen sein. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

In weniger als 50 Jahren könnte die Infrastruktur des Internets unter Wasser stehen: Die Universität Wisconsin-Madison und die Universität Oregon haben bei einem Meeting eine entsprechende Studie vorgestellt und die Ergebnisse in einem Blogeintrag veröffentlich. Der Autor und Elektroingenieur Paul Barford ist der Meinung, dass durch den Klimawandel steigende Meeresspiegel die Glasfaserkabel, Backbone-Router und andere Netzwerkinfrastruktur überschwemmen könnten. Betroffen seien die US-Städte New York City, Miami und Seattle.

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Für Internettraffic relevante Kabel werden typischerweise an Straßen und Küstenlinien unterirdisch verlegt. Das Problem: "Als diese vor 20 bis 25 Jahren gebaut wurden, wurde nicht an den Klimawandel gedacht", sagt Barford. Schon ein geringer Anstieg des Meeresspiegels sei dabei mittlerweile ausreichend, um erste wasserresistente, aber nicht wasserfeste Kabel zu überfluten. "Wir haben erwartet, dass wir 50 Jahre zur Vorausplanung haben. Wir haben keine 50 Jahre", ergänzt Barford. Es ist von einem Zeitraum innerhalb der nächsten 15 Jahre die Rede: bis zum Jahr 2033.

Abgleich von geologischen Voraussagen und Grundriss des Internets

Für seine Studie hat Barfords Team eine Karte des frei zugänglichen Internet Atlas mit geologischen Voraussagen bezüglich steigender Meeresspiegel abgeglichen. Im New Yorker Stadtteil Manhattan werden demnach diverse Glasfaserkabel unter Wasser stehen - über alle untersuchten Städte verteilt etwa 6.400 Kilometer Strecke. Unabhängig davon sollen mehr als 1.100 Verkehrsknoten und -kreuzungen ebenfalls überflutet werden.

Als eine schwerwiegende Folge betont das Forscherteam, dass gerade an den sehr bevölkerungsreichen Küstenregionen stark frequentierte Internetknotenpunkte liegen, die die USA mit dem Rest der Welt verbinden. Ein Ausfall wäre selbst für das an sich dezentral aufgebaute Internet schwierig zu kompensieren. Für Barford ist die Sache klar: "Das ist ein Weckruf. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir dieses Problem angehen", sagt er. Für ihn sei eine simple Küstenmauer nicht genug, fügt er hinzu: "Langfristig wird das nicht effektiv sein."

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