Energie- und Verkehrswende: Klimaneutrales Fliegen in weiter Ferne

Wasserstoff-Flugzeuge und E-Fuels könnten den Flugverkehr klimafreundlicher machen, sie werden aber gigantische Mengen Strom benötigen.

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Durch Wasserdampfemissionen entstehen Kondensstreifen und tragen zur Erderhitzung bei - wie viel genau, ist bislang aber unzureichend erforscht.
Durch Wasserdampfemissionen entstehen Kondensstreifen und tragen zur Erderhitzung bei - wie viel genau, ist bislang aber unzureichend erforscht. (Bild: NWSPhoenix, Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Fliegen gehört zu den klimaschädlichsten Formen der Fortbewegung. Nachdem die Branche das Problem lange Zeit entweder ignoriert hat oder maximal kleine, symbolische Maßnahmen dagegen ergriff, gab es zuletzt einige Ankündigungen, die aufhorchen lassen. Airbus möchte bis 2035 wasserstoffbasierte Flugzeuge auf den Markt bringen und das Bundeswirtschaftsministerium initiierte kürzlich einen runden Tisch für emissionsfreies Fliegen.

Als Treibstoff für Flugzeuge wird heute fast ausschließlich fossiles Kerosin genutzt. Der Flugverkehr ist damit für etwa zwei Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich. Doch nur auf die Kohlendioxid-Emissionen zu schauen, ist irreführend. Denn Flugzeuge tragen auf verschiedene Arten zur Beschleunigung der Klimakrise bei.

Viel Unsicherheit über die Klimaschäden des Flugverkehrs

Neben dem reinen Kohlendioxid-Ausstoß sorgen auch von Flugzeugen ausgestoßener Ruß, Lachgas und Wasserdampf für einen Erwärmungseffekt. Und nicht alle diese Emissionen würden bei Alternativtechnologien verschwinden, einige würden sogar ansteigen. Dabei gibt es große Unsicherheiten, wie hoch die Gesamt-Klimabilanz des Flugverkehrs überhaupt ist. In einer Studie des EU-Forschungsprojekts Cleansky ist davon die Rede, dass der weltweite Flugverkehr zwischen drei und sieben Prozent des weltweiten Treibhausgas-Ausstoßes zu verantworten hat.

  • Der Turbofan von Airbus ist eines von drei möglichen Wasserstoff-Flugzeugen, die Airbus kürzlich vorgestellt hat. Bis er gebaut wird, dürfte es aber noch lange Zeit dauern. (Bild: Airbus)
  • Von Flugzeugen erzeugte Kondensstreifen enthalten zwar, anders als manche Aluhüte im Internet glauben, keine giftigen Chemikalien. Schädlich sind sie trotzdem. Sie tragen zum Treibhauseffekt bei. (Foto: Adrian Pingstone, Public Domain)
  • Wenn Wasserstoff wie hier in Prenzlau in einer Elektrolyseanlage mit erneuerbaren Energien hergestellt wird, entsteht bei der Produktion kein CO2. (Foto: Hanno Böck)
  • Solarflugzeuge wie die Solar Impulse 2 erhalten zwar viel Aufmerksamkeit, für Passagiere ist hier allerdings kein Platz. (Foto: energy.gov, Public Domain)
  • Kleine Passagierflugzeuge spielen im Norden von Norwegen wie hier in Tromsø eine wichtige Rolle, sie könnten möglicherweise schon bald durch batteriebetriebene Flugzeuge ersetzt werden. (Foto: Serhiy Lvivsky, Public Domain)
  • "Kurzstreckenflüge sind nur für Insekten" fordert hier eine Person auf einer Demonstration von Fridays for Future - und ist damit nicht alleine. Selbst die traditionell ölindustrienahe Internationale Energieagentur kann sich vorstellen, Kurzstreckenflüge weitgehend zu ersetzen. (Foto: Leonhard Lenz, CC0)
  • Die Gruppe "Am Boden bleiben" - hier beim Protest gegen die Eröffnung des BER - ist Teil des Netzwerks Stay Grounded und fordert eine Reduktion des Flugverkehrs. (Foto: Leonhard Lenz, CC0)
Der Turbofan von Airbus ist eines von drei möglichen Wasserstoff-Flugzeugen, die Airbus kürzlich vorgestellt hat. Bis er gebaut wird, dürfte es aber noch lange Zeit dauern. (Bild: Airbus)

Besonders viel Unsicherheit gibt es bei der Wirkung von Kondensstreifen, die durch den ausgestoßenen Wasserdampf entstehen. Bei der Erforschung alternativer Antriebe ist daher auch ein besseres wissenschaftliches Verständnis der Klimaauswirkungen von Wasserdampf und Kondensstreifen wichtig. Neben einer besseren Abschätzung der Auswirkungen des Flugverkehrs könnte das dabei helfen, durch Optimierung von Flugrouten die Klimaauswirkungen von Flügen zu reduzieren.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)
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Zu den denkbaren Varianten, den Flugverkehr weniger klimaschädlich zu gestalten, gehören batteriebetriebene Flugzeuge, wasserstoffbasierte Flugzeuge, die wiederum entweder mit Brennstoffzellen oder Wasserstoff-Turbinen angetrieben werden, sowie alternative Kraftstoffe, die auch in normalen Flugzeugen genutzt werden können. Für Letzteres kommen entweder Kraftstoffe aus Biomasse in Frage oder E-Fuels, die mit Hilfe von Strom erzeugt werden.

Daneben besteht natürlich die Möglichkeit, Alternativen zum Flugverkehr zu entwickeln. Auf kürzeren Strecken können Hochgeschwindigkeitszüge eine Alternative sein und es besteht die Hoffnung, dass die Verbreitung von Digitaltools und Videokonferenzen manchen Flug überflüssig machen kann.

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Batterieflugzeuge nur auf Kurzstrecken denkbar 
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senf.dazu 23. Nov 2020

Und nicht zu vergessen - Fluglärm und Flugschneisen wären dann auch passé. Und schneller...

senf.dazu 23. Nov 2020

Wie im Artikel beschrieben - man könnte drüber nachdenken das Wasser zu kondensieren und...

subjord 22. Nov 2020

Wir haben ja noch Biomasse Kraftwerke. Die werden uns noch sehr lange begleiten und die...

Bouncy 19. Nov 2020

Eben, Einzelheiten - deswegen sag ich "theoretisch ja", denn natürlich könnte man wenn...

Dwalinn 19. Nov 2020

Das Problem ist man müsste die Produktion stark regeln können. An einen Tag läuft das...


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