• IT-Karriere:
  • Services:

Elektroautos: EU-Kommission prüft weiter neuen Umweltbonus

Der erhöhte Umweltbonus für Elektroautos kann weiterhin nicht in Anspruch genommen werden. Die Förderung soll erstmals auch für gebrauchte Autos gelten.

Artikel veröffentlicht am ,
Potenzielle Käufer von Elektroautos warten auf den neuen Umweltbonus.
Potenzielle Käufer von Elektroautos warten auf den neuen Umweltbonus. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die von der Bundesregierung beschlossene Erhöhung des Umweltbonus für Elektroautos ist weiterhin nicht in Kraft getreten. Die beihilferechtliche Prüfung durch die EU-Kommission dauere noch an, teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage von Golem.de mit. "Wir sind optimistisch, dass die Europäische Kommission die Umweltprämie genehmigen wird. Wie lange das Verfahren dauern wird, obliegt der Europäischen Kommission", hieß es weiter. Die Bundesregierung hatte Anfang November 2019 unter anderem beschlossen, die Kaufprämie für vollelektrische Autos unter einem Listenpreis von 40.000 Euro um die Hälfte auf 6.000 Euro anzuheben.

Stellenmarkt
  1. Stadtverwaltung Bretten, Bretten
  2. finanzen.de, Berlin

Der neue Umweltbonus kann allerdings erst dann in Anspruch genommen werden, wenn die entsprechende Förderrichtlinie des Bundeswirtschaftsministeriums im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Da die Regierung den Kauf eines Elektroautos mit bis zu 3.000 Euro bezuschussen will, muss jedoch die EU-Kommission entscheiden, ob die Prämie mit den Vorgaben für staatliche Beihilfen in der EU vereinbar ist. Die Bundesregierung wollte auf Anfrage kein konkretes Datum nennen, wann die Prüfung abgeschlossen sein könnte. Die EU-Kommission hat auf eine entsprechende Anfrage von Golem.de bislang nicht reagiert.

Details zu Gebrauchtwagen weiter unklar

Die Bundesregierung hatte die Details der Kaufprämie auf einer Kabinettsklausur am 18. November 2019 beschlossen und in Auszügen veröffentlicht. Demnach steigt der Umweltbonus für rein elektrische Fahrzeuge von 4.000 auf 6.000 Euro und für Plugin-Hybride von 3.000 auf 4.500 Euro bei einem maximalen Nettolistenpreis von 40.000 Euro. Über einem Nettolistenpreis von 40.000 bis maximal 65.000 Euro soll der Umweltbonus für rein elektrische Fahrzeuge 5.000 Euro und für Plugin-Hybride 3.750 Euro betragen.

Anders als bisher sollen "auch junge gebrauchte Elektrofahrzeuge, die weder als Firmenwagen noch als Dienstwagen des Ersterwerbers eine staatliche Förderung erhalten haben, bei der Zweitveräußerung einfach und unbürokratisch eine Umweltprämie erhalten". Details über die Höhe sind bislang nicht bekannt. Nach Angaben des Portals Electrive.net soll das Elektroauto "zum Zeitpunkt des Weiterverkaufs mindestens vier und maximal acht Monate erstmals zugelassen sein und eine maximale Laufleistung von 8.000 km aufweisen".

Käufer halten sich zurück

Medienberichten zufolge brach der Absatz nach Ankündigung der höheren Elektroautoprämie ein. "Kein Kunde kauft heute, wenn er weiß, dass es bald höhere Zuschüsse geben wird. Aber niemand weiß, ab wann. Im Handel herrscht Ratlosigkeit, das ist für alle Beteiligten unerträglich. Die neue Regelung muss schnellstens in Kraft treten und Klarheit geschaffen werden", sagte Uwe Hochgeschurtz, Vorstandsvorsitzender von Renault Deutschland, nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Andererseits dürfte es den Autoherstellern entgegenkommen, wenn der Absatz von Elektroautos erst im kommenden Jahr richtig anzieht. Denn von 2020 an müssen sie strengere CO2-Grenzwerte für ihre Fahrzeugflotten einhalten. Das gilt hingegen nicht für Anbieter wie den Aachener Kleinwagenhersteller e.Go. Dessen Chef Günther Schuh kündigte daher an, die Preise für seine Fahrzeuge zu erhöhen, weil der Eigenanteil an der Prämie sonst den Gewinn zu sehr schmälere. Schuh forderte daher die Bundesregierung auf, bei reinen Elektroautoherstellern auf den Eigenanteil von 50 Prozent zur Kaufprämie zu verzichten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 37,49€
  2. 9,49€
  3. (-30%) 41,99€

Drumma_XXL 23. Dez 2019 / Themenstart

Niedriglöhner kaufen keine Neuwagen. Die Förderung hilft denen die sowieso einen Neuwagen...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Apples Airpods 2 und Samsungs Galaxy Buds im Test

Wir haben die neuen Airpods von Apple mit den Galaxy Buds von Samsung verglichen. Beim Klang schneiden die Airpods 2 wieder sehr gut ab. Es bleibt der Nachteil, dass Android-Nutzer die Airpods nur eingeschränkt nutzen können. Umgekehrt können iPhone-Nutzer die Galaxy Buds nur mit Beschränkungen verwenden. Die Galaxy Buds haben eine ungewöhnlich lange Akkulaufzeit.

Apples Airpods 2 und Samsungs Galaxy Buds im Test Video aufrufen
SpaceX: Der Weg in den Weltraum ist frei
SpaceX
Der Weg in den Weltraum ist frei

Das Raumschiff hob noch ohne Besatzung ab, aber der Testflug war ein voller Erfolg. Der Crew Dragon von SpaceX hat damit seine letzte große Bewährungsprobe bestanden, bevor die Astronauten auch mitfliegen dürfen.
Ein Bericht von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX macht Sicherheitstest bei höchster Belastung
  2. Raumfahrt SpaceX testet dunkleren Starlink-Satelliten
  3. SpaceX Starship platzt bei Tanktest

Energiewende: Norddeutschland wird H
Energiewende
Norddeutschland wird H

Japan macht es vor, die norddeutschen Bundesländer ziehen nach: Im November haben sie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Aber das Ende der Förderung von Windkraft kann das Projekt gefährden.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  2. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung
  3. Energiewende Nordländer bauen gemeinsame Wasserstoffwirtschaft auf

Elektroautos in Tiefgaragen: Was tun, wenn's brennt?
Elektroautos in Tiefgaragen
Was tun, wenn's brennt?

Was kann passieren, wenn Elektroautos in einer Tiefgarage brennen? Während Brandschutzexperten dringend mehr Forschung fordern und ein Parkverbot nicht ausschließen, wollen die Bundesländer die Garagenverordnung verschärfen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mercedes E-Econic Daimler elektrifiziert den Müllwagen
  2. Umweltprämie für Elektroautos Regierung verzögert Prüfung durch EU-Kommission
  3. Intransparente Preise Verbraucherschützer mahnen Ladenetzbetreiber New Motion ab

    •  /