Klimawandel: Onlinehandel ist gar nicht so schlimm für die Umwelt

Das Umweltbundesamt hat die Umweltwirkungen des Onlinehandels untersucht. Dabei kommt dieser nicht schlecht weg - es gibt aber Verbesserungspotenzial.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Würde der Versandhandel auf die Umkartons verzichten, könnte sehr viel Müll eingespart werden.
Würde der Versandhandel auf die Umkartons verzichten, könnte sehr viel Müll eingespart werden. (Bild: Preis_King/Pixabay)

Das Umweltbundesamt hat in einer Untersuchung verschiedene Studien zu den Auswirkungen des Onlinehandels auf die Umwelt ausgewertet. Die Studien "kommen zum Schluss, dass in der Mehrzahl der Fälle von einer ökologischen Vorteilhaftigkeit (meist in Bezug auf entstehende Treibhausgasemissionen) des Einkaufs im Onlinehandel gegenüber einem Einkauf im stationären Handel ausgegangen werden kann", heißt es in der Untersuchung. Die schlechtere Umweltbilanz des stationären Handels ergebe sich aus den Umweltwirkungen des Marktes sowie der Einkaufsfahrt der Kunden.

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Für die Klimabilanz beim Einkaufen sind dem Umweltbundesamt zufolge allerdings mehr das Produkt selbst und seine Herstellung entscheidend und weniger, ob im Netz bestellt oder im Geschäft um die Ecke gekauft wird. Bis zu drei Viertel der Treibhausgas-Emissionen entstünden bei der Herstellung, teilte die Behörde mit. Besonders deutlich wird dies am Beispiel eines PCs: Bei dessen CO2-Ausstoß entfallen 44 Prozent auf die Herstellung und 53 Prozent auf den Betrieb. Nur zwei Prozent entfallen auf Handel und Distribution, ein Prozent auf die Entsorgung.

Umweltfreundlich hergestellte, langlebige Produkte sind am besten

Handel und Transport haben demnach nur einen Anteil zwischen einem und zehn Prozent an den Treibhausgasen, die im Lebenszyklus eines Produktes insgesamt entstehen - eingeschlossen der Anfahrtsweg der Kunden mit dem Auto oder die Lieferung. "Ob wir online oder im Geschäft einkaufen, ist nicht so entscheidend für unsere Klimabilanz", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes Dirk Messner. Die größte Stellschraube seien dagegen langlebige Produkte, die umweltfreundlich hergestellt würden. "Bestenfalls bekomme ich diese auch im Geschäft um die Ecke, das ich mit dem Fahrrad oder zu Fuß gut erreichen kann", fügte Messner hinzu.

Der Studie zufolge drücken im Onlinehandel vor allem die zusätzlichen Verpackungen und auch die "letzte Meile", also die Auslieferung zum Kunden, die Ökobilanz. Mehr Umweltschutz sei jedoch möglich - etwa wenn Produkte nur in der Originalverpackung versandt oder Mehrwegverpackungen eingesetzt würden, die leer zurückgeschickt werden könnten. Dadurch könnten im Versandhandel pro Jahr bis zu 370.000 Tonnen Verpackungen eingespart werden. "Im Falle einer Retoure kommen weitere Transportaufwendungen hinzu sowie gegebenenfalls eine Vernichtung der retournierten Waren", heißt es in der Untersuchung.

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theSens 16. Dez 2020

Klar, aber wie stark da der Stromverbrauch eingepreist ist weiß halt keiner. Es ist nur...

phade 15. Dez 2020

Irgendwie war mir so, dass gerade DHL und UPS massiv auf Elektrofahrzeuge setzen...

Michael H. 15. Dez 2020

Wie wäre es, wenn man einfach wieder verwendbare, normierte Verpackungen nimmt. Und wenn...

dummzeuch 15. Dez 2020

Wenn viele Leute eine von meiner abweichende Meinung äußern, überlege zumindest ich...

biokeks 15. Dez 2020

Die Dispobox nimmt der Postbote wieder mit. Wir hatten das doch schon Deutschland...



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