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Umwelt:
Grüne Energie aus der Toilette

In Hamburg wird in bislang nicht gekanntem Maßstab getestet, wie gut sich aus Toilettenabwasser Strom und Wärme erzeugen lassen. Außerdem sollen aus dem Abwasser Pflanzennährstoffe für die Landwirtschaft gewonnen werden. Dafür müssen aber erst einmal die Schadstoffe aus den Gärresten gefiltert werden.
/ Monika Rößiger
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Toilette im Grünen (Bild: Free-Photos auf Pixabay)
Toilette im Grünen Bild: Free-Photos auf Pixabay / Public Domain

Die Jenfelder Au(öffnet im neuen Fenster) ist ein neues Wohngebiet für mehr als 2.000 Bewohner im Osten Hamburgs – und eine Art Testgebiet. Denn es ist das bislang größte Stadtviertel in Europa, in dem aus Abwasser Energie gewonnen wird. Ähnliche Projekte gibt es in Belgien, den Niederlanden, Schweden und Spanien, allerdings in kleinerem Maßstab.

In dem Neubauviertel gelangen Abwasser und Regenwasser nicht mehr wie sonst üblich vermischt in die Kanalisation. Stattdessen werden die Abwässer je nach Herkunft und Verschmutzungsgrad in verschiedene Fraktionen aufgeteilt: Was aus den Waschbecken in Bad und Küche sowie der Dusche kommt, gilt als Grauwasser und wird getrennt vom Schwarzwasser der Toiletten abgeleitet. Regenwasser bildet eine weitere Fraktion, und alle drei werden unterschiedlich behandelt und verwertet.

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