Ozean: Was der Klimawandel mit den Meeren macht

Ozeane und Meere bedecken rund 71 Prozent der Erdoberfläche. Die gewaltigen, kilometertiefen Wasser bieten Lebensraum für unzählige Arten und sind der Schlüssel zum Verständnis des Klimawandels. Sie speichern gigantische Mengen Wärme und Kohlendioxid, reagieren empfindlich auf die Erderwärmung und stehen in einem komplexen Wechselspiel mit der Atmosphäre und der Kyrosphäre, den Eismassen der Erde. "Beim Verständnis dieser gekoppelten Prozesse hat die Klimaforschung große Fortschritte gemacht" , sagt Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für Meteorologie in Hamburg.
Klimamodelle werden mit steigender Rechenleistung von Supercomputern immer genauer. Satellitenaufnahmen, Expeditionen in alle Weltmeere und Tausende Messbojen liefern gigantische Mengen handfester Daten, um den vom Menschen verursachten Klimawandel zu begreifen. "Dabei gelingt es immer besser, Klimaauswirkungen von natürlichen Schwankungen unterscheiden zu können" , sagt Marotzke. Das große Bild des Klimawandels, die physikalischen Zusammenhänge zwischen steigenden Temperaturen, schmelzenden Gletschern und anschwellendem Meeresspiegel sind schon gut verstanden. Regional und zeitlich schwankende Effekte offenbaren sich mit immer höherer Präzision.