Update Kurz vor Ende seiner Amtszeit zieht US-Präsident Obama Konsequenzen aus der angeblichen Beeinflussung der Präsidentschaftswahlen durch Russland. Beweise für das staatliche Hacking und zur verwendeten Malware sollen vorgelegt werden. Russland verzichtet vorerst auf Gegenmaßnahmen.
Geht es um IT-Sicherheitsprobleme, wird gern über die Nutzer geschimpft. Und auch wenn viele Nutzer tatsächlich Fehler machen, liegt die Verantwortung für Sicherheitslücken, Botnetze und mangelnden Datenschutz meist bei anderen.
33C3 Banking mit dem Smartphone klingt innovativ und bequem. Doch immer wieder gibt es Sicherheitsprobleme - jetzt hat es N26 getroffen. Die API des Unternehmens war überaus geschwätzig.
Das Jahr 2016 hat im politischen Bereich vor allem eins gebracht: Informationskampagnen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Vom Hack der Kampagne der US-Demokraten über Fake-News bis hin zu vertraulichen Informationen über US-Sportler. Wie soll damit umgegangen werden?
Unbekannte Angreifer haben zeitweise das Hinweisportal des BKA lahmgelegt. Für mehrere Stunden konnten keine Videos vom Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hochgeladen werden.
Antivirenprogramme gelten Nutzern und Systemadministratoren als unverzichtbar. Doch viele IT-Sicherheitsexperten sind extrem skeptisch. Antivirensoftware ist oft selbst voller Sicherheitslücken - und hat sehr grundsätzliche Grenzen.
Mit einer Art Facebook-Gesetz will die große Koalition den Kampf gegen Falschnachrichten im Internet aufnehmen. Der Hamburger Datenschützer Caspar begrüßt die Pläne. Die IT-Branche läuft dagegen Sturm.
/42Kommentare/Ein Bericht von Dietmar Neuerer (Handelsblatt)
Ein Offline-Linux für Menschen mit ganz speziellen Sicherheitsbedürfnissen. Das will Discreete-Linux sein, der Nachfolger des Ubuntu Privacy Remix. Wir haben mit den Machern gesprochen.
Golem-Wochenrückblick Galileo! Ist! Gestartet!!!11!einself! Wir waren außerdem im Kino, haben mit dem Smartphone gedaddelt und endlich das Macbook Pro mit Touch Bar getestet. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Die privaten Nachrichten von einer Milliarde Facebook-Nutzern waren offenbar über einen kritischen Bug im Messenger angreifbar. Facebook habe die Lücke bereits geschlossen. Ob der Fehler aktiv ausgenutzt wurde, ist nicht bekannt.
Auf billigen Android-Smartphones von Lenovo und anderen Herstellern wurden ab Werk enthaltene Schadprogramme gefunden, die ohne Kenntnis des Nutzers APK-Dateien herunterladen und installieren.
In einer gemeinsamen Aktion von Europol und FBI haben nationale Polizeibehörden aus 13 Ländern insgesamt 34 Jugendliche festgenommen und 101 weitere Verdächtige befragt oder verwarnt. Mit den Festnahmen wollen Europol und FBI offenbar ein Signal an Script-Kiddies in aller Welt senden.
Wie schützt man sein Netzwerk, wenn man 150.000 Mitarbeiter und 500 Tochterunternehmen hat? Thyssenkrupp lernte nach einem Angriff, dass es zwei Dinge braucht: Ausreichend Ressourcen und Freiheit für das Team.
Kurz vor dem Jahresende gibt es erneut eine größere Ransomware-Kampagne in Deutschland. Kriminelle verschicken mit Goldeneye professionell aussehende Bewerbungen an Personalabteilungen - und nutzen möglicherweise Informationen des Arbeitsamtes.
Über eine Malvertising-Kampagne ist in den vergangenen Monaten Schadcode verteilt worden. Die Macher des Stegano-Exploit-Kits versteckten dabei unsichtbare Pixel in Werbeanzeigen und nutzen Exploits in Flash und dem Internet Explorer.
Obwohl die Zwei-Faktor-Authentifizierung einer der wirksamsten Wege ist, einen Account abzusichern, schrecken nach wie vor viele Nutzer davor zurück. Wir erklären die wichtigsten Fakten.
Der Angriff auf Router der Telekom ist kein rein deutsches Problem gewesen. Rund 100.000 Kunden in Großbritannien waren betroffen, bei einigen sind die Störungen noch nicht behoben und erfordern manuelle Eingriffe.
Eine Änderung im US-Recht erlaubt es Ermittlern, Durchsuchungsbeschlüsse für beliebig viele Computer in aller Welt von jedem Amtsrichter in den USA einzuholen.
Die Staatsanwaltschaft in Verden hat in Zusammenarbeit mit zahlreichen Behörden ein weltweit agierendes kriminelles Netzwerk zerschlagen. Die Avalanche-Infrastruktur wurde zur Verteilung von Ransomware, Spam und Phishing-Mails genutzt und soll mindestens 6 Millionen Euro Schaden verursacht haben.
Nach der Überflutung kommen die Mücken und nach dem Telekom-Hack die unsinnigen Vorschläge aus der Politik. Dem Unternehmen kann das nur recht sein, so kann es von seinen eigenen Fehlern ablenken.
/168Kommentare/Ein IMHO von Hauke Gierow und Achim Sawall
Update Eine Variante des Mirai-Botnetzes auf Routern hat zahlreiche Ausfälle bei Telekom-Kunden verursacht. Allerdings waren die Telekom-Router selbst nicht Teil des Botnetzes, sie wurden lediglich durch die Angriffsversuche lahmgelegt.
Das BSI bezeichnet die Störung der Telekom als Teil eines "weltweiten Angriffs auf ausgewählte Fernverwaltungsports von DSL-Routern". Die Grünen fordern Entschädigung für die Betroffenen.
Nach Krankenhäusern und Stadtverwaltungen hat es dieses Mal den Nahverkehr von San Francisco getroffen. Weil mehrere tausend Rechner und die die Fahrscheinautomaten eines Verkehrsbetriebes von Ransomware befallen waren, konnten Kunden kostenfrei fahren.
Golem-Wochenrückblick Geräte wichtiger Funktionen berauben und das als Feature an Hipster verkaufen, kann nicht nur Apple: Wir haben eine Schreibmaschine mit Cloud-Anbindung getestet. Mit Autos gespielt haben wir auch - und das mitten im Umzugschaos. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Kriminelle nutzen offenbar übernommene Mailchimp-Accounts, um Malware zu verbreiten. Das geschieht vor allem über Mails mit angeblichen Rechnungen. Alle 2.000 betroffenen Accounts wurden vorläufig stillgelegt.
Übernahme im Cloud-Geschäft: Oracle sichert sich für rund 600 Millionen US-Dollar den Zugriff auf die DNS-Dienste von Dyn. Das Unternehmen war im Oktober Ziel eines großen DDoS-Angriffs, der auch Amazon, Twitter und Github betraf.
Zahlreiche Google-Dienste in mehreren Ländern Zentraleuropas funktionierten am Abend für rund zwei Stunden nicht, auch das Playstation-Network war zeitweise nicht erreichbar. Ob erneut ein Botnetz hinter den Ausfällen stand, war zunächst unklar.
Droht die Netzwerkapokalypse, sobald ein unsicheres IoT-Gerät im Heimnetzwerk angeschlossen wurde? Der Sicherheitsforscher Rob Graham hat es ausprobiert - und sich innerhalb von 98 Sekunden die erste Infektion abgeholt.
Auch wenn es mittlerweile zahlreiche Open-Source-Ransomware-Templates gibt, ist die Umsetzung von Verschlüsselungsfunktionen nach wie vor schwierig. Ein Entwickler wollte daher Nachhilfe - ausgerechnet von einem Sicherheitsforscher, der sich mit Ransomware beschäftigt.
Das eigentliche Ziel des DDoS-Angriffs, der Dienste wie Twitter, Amazon, Spotify und Netflix zeitweise lahmgelegt hat, soll Sonys Playstation Network gewesen sein. Diese Theorie äußert der Netzbetreiber Level 3 - Dyn selbst ist noch nicht überzeugt.
Ein neue Ransomware durchsucht die Festplatten der Nutzer nach Hinweisen, um eine individuelle Erpressungsbotschaft zu generieren. Auch auf dem Gerät hinterlegte Social-Media-Profile werden genutzt, um Nutzer zur Zahlung zu bewegen.
Der OpenWRT-Router Turris Omnia soll nicht nur mehr Sicherheit bieten als andere Router, sondern auch durch seine Hardware und seine Erweiterbarkeit punkten. Wir haben getestet, ob das Gerät den hohen Kaufpreis rechtfertigt.
Der russische Antiviren-Pionier beschuldigt Microsoft, sein eigenes Antivirenprogramm Defender so mit Windows 10 zu verzahnen, dass die Konkurrenz benachteiligt wird. Kaspersky hat deswegen angeblich Klage bei russischen und europäischen Wettbewerbsbehörden eingereicht.
Seit etlichen Monaten finden auf Amazons Webseite Betrugsversuche statt. Teure Elektroartikel werden zu einem Bruchteil des normalen Preises angeboten. Wer bezahlt, ist sein Geld los. Mittlerweile werden auch bestehende Marketplace-Konten gehackt.
Angreifer werden immer professioneller, während die Abwehrmaßnahmen weiter an Wirksamkeit verlieren: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeichnet in seinem Jahresbericht 2016 ein düsteres Bild der Bedrohungslage für private Nutzer, Unternehmen und den Staat.
Deepsec Die IT-Sicherheitsindustrie verkauft Produkte, die überteuert sind und nicht funktionieren - genau wie die Diät-Industrie. Das hat auf der Deepsec-Konferenz ausgerechnet jemand gesagt, der selbst im Bereich Security arbeitet.
Erneut ist über ein Werbenetzwerk Schadsoftware verteilt worden. Eine Google-Adsense-Kampagne hatte versucht, Android-Nutzern einen Bankentrojaner unterzuschieben. Die entsprechenden Anzeigen wurden mittlerweile deaktiviert.
In Windows 10 sind zahlreiche Funktionen des Enhanced Mitigation Experience Toolkits enthalten, bei Vorgängerversionen müssen Admins aktiv werden. Microsoft hat bekanntgegeben, die Restlaufzeit von Emet um über ein Jahr zu verlängern.
Ein schwerer Betrugsfall betrifft zahlreiche Kunden einer britischen Bank. Unklar ist, wie die Täter massenhaft zur gleichen Zeit Abbuchungen bei den betroffenen Kunden tätigen konnten. Die Bank ist "hoffnungsvoll", den Schaden bald beheben zu können.
Trotz jahrelanger Beschwerden vieler Nutzer verschlüsselt der beliebte FTP-Client Filezilla die gespeicherten Passwörter nicht. Ein privater Fork des Projekts bietet jedoch die Möglichkeit. Noch ist unklar, ob und wie sich die Funktion durchsetzt.
Trump darf nicht mehr twittern, Clinton kann ein wenig aufatmen, weil das FBI sie erneut nicht wegen ihres privaten Mailservers anklagen will. Die Nutzung von IT durch die Kandidaten spielt im Wahlkampf eine große Rolle.
Immer wieder wurde der Betrieb von Krankenhäusern im Jahr 2016 durch Ransomware gestört. Eine Spezialklinik in Großbritannien hatte Glück im Unglück - und konnte mit einer Backup-Strategie größeren Schaden abwenden.
Hacker haben eine Sicherheitslücke in vermeintlich smarten Lampen des Herstellers Philips ausgenutzt. Dazu flogen sie mit einer Drohne und etwas technischem Equipment an verwundbaren Geräten vorbei und installierten einen Wurm.
Eine Malware-Kampagne, die sich gegen Apple-Nutzer richtet, bietet gefälschte Versionen von Googles Chrome-Browser. Dabei nutzten die Betrüger ausgerechnet Googles Adword-Anzeigen, um Opfer hereinzulegen.
Am Tag der US-Präsidentschaftswahl soll eine kritische Sicherheitslücke in Windows geschlossen werden. Microsoft ist weiterhin verärgert über Googles Praxis der Offenlegung - und sieht die russische Gruppe Fancy Bear hinter den aktiven Angriffen auf Windows-Nutzer.
Ein Hacker hat eine Sicherheitslücke im Quellcode des Mirai-Botnets gefunden, mit der infizierte IoT-Geräte lahmgelegt werden könnten - allerdings würden auch legitime Nutzer ausgesperrt. Legal wäre dieses Vorgehen aber nicht.