Abo
  • Services:
Anzeige
Auch Juniper-Geräte sollen Backdoors haben.
Auch Juniper-Geräte sollen Backdoors haben. (Bild: Victorgrigas/Wikimedia Commons)

IT-Planungsrat: Hardware darf keine "schadenstiftende Software" haben

Auch Juniper-Geräte sollen Backdoors haben.
Auch Juniper-Geräte sollen Backdoors haben. (Bild: Victorgrigas/Wikimedia Commons)

Der IT-Planungsrat hat neue Vertragsbedingungen für den Kauf von Hardware veröffentlicht. Hersteller müssen nun versichern, dass ihre Geräte keine "Funktionen zum unerwünschten Einleiten von Daten" haben.

Fast drei Jahre nach Beginn der Snowden-Enthüllungen hat der IT-Planungsrat von Bund und Ländern die Vertragsbedingungen zum Kauf von Hardware (EVB-IT Kauf) ergänzt. Demnach müssen die Hersteller bei Vertragsabschluss versichern, dass ihre Geräte keine Schadsoftware besitzen und keine Hintertüren enthalten. Der IT-Planungsrat wurde 2010 als "zentrales Gremium für die föderale Zusammenarbeit in der Informationstechnik" ins Leben gerufen. Die neuen Regelungen wurden auf der 19. Sitzung des Planungsrats während der Cebit beschlossen.

Anzeige

Vorwürfe gegen Juniper, Huawei und ZTE

Die sogenannten Ergänzenden Vertragsbedingungen für die Beschaffung von IT-Leistungen (EVB-IT) sind für Bundesbehörden verbindlich. Auch die Länder sehen zum großen Teil identische oder ähnliche Verpflichtungen vor.

Im schönsten Behördendenglisch heißt in den neuen Vertragsbedingungen nun: "Der Auftragnehmer liefert die Hardware frei von schadenstiftender Software, z. B. in mitgelieferten Treibern oder der Firmware." Dies müsse vor der Lieferung geprüft und vom Hersteller versichert werden. Zudem darf die Hardware keine Hintertüren haben, das heißt, Funktionen zum "unerwünschten Absetzen/Ausleiten von Daten (...), zur unerwünschten Veränderung/Manipulation von Daten oder der Ablauflogik oder (...) zum unerwünschten Einleiten von Daten" oder unerwünschte Funktionserweiterungen.

Unerwünscht sei dabei eine Funktion, "wenn die Aktivität so weder vom Auftraggeber in seiner Leistungsbeschreibung gefordert, noch vom Auftragnehmer unter konkreter Beschreibung der Aktivität und ihrer Auswirkungen angeboten, noch im Einzelfall vom Auftraggeber ausdrücklich autorisiert ('opt-in') wurde". Zu der "schadenstiftenden Software" gehören den EVB zufolge unter anderem Viren, Würmer und Trojaner. Sie hätten "zumindest auch den Zweck (...), die Verfügbarkeit von Daten, Ressourcen oder Dienstleistungen, die Vertraulichkeit von Daten oder die Integrität von Daten, zu gefährden bzw. zu beeinträchtigen".

Mit den Enthüllungen von Edward Snowden war bekanntgeworden, dass der NSA-Geheimdienst NSA in zahlreichen Hardwaregeräten Hintertüren eingebaut hat. Zuletzt geriet der Routerhersteller Juniper in Erklärungsnöte, weil seine Produkte den fragwürdigen Zufallszahlengenerator Dual EC DRBG enthalten, der sehr wahrscheinlich ein Produkt der NSA ist und eine Hintertür enthält. Bei den Produkten der chinesischen Hersteller Huawei und ZTE besteht nach Ansicht des US-Kongresses möglicherweise eine Sicherheitsgefahr für die USA und ihre Systeme.


eye home zur Startseite
Tuxianer 29. Mär 2016

Ja, man stelle sich vor, die deutsche Regierung oder der Verbund der europäischen...

Tuxianer 29. Mär 2016

Absolut einverstanden. Nur gibt es da ein Problem: Man bekommt immer weniger Geräte ohne...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MEKRA Lang GmbH & Co. KG, Ergersheim
  2. SICK AG, Karlsruhe
  3. über Ratbacher GmbH, Hamburg
  4. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)
  2. 16,99€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf zzgl. 3€ Versand)
  3. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 44,97€, Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Action

    Bungie bestätigt PC-Version von Destiny 2

  2. Extremistische Inhalte

    Google hat weiter Probleme mit Werbeplatzierungen

  3. SpaceX

    Für eine Raketenstufe geht es zurück ins Weltall

  4. Ashes of the Singularity

    Patch sorgt auf Ryzen-Chips für 20 Prozent mehr Leistung

  5. Thimbleweed Park im Test

    Mord im Pixelparadies

  6. Bundesgerichtshof

    Eltern müssen bei illegalem Filesharing ihre Kinder verraten

  7. Gesetz beschlossen

    Computer dürfen das Lenkrad übernehmen

  8. Neue Bildersuche

    Fotografenvereinigung Freelens klagt gegen Google

  9. FTTB

    Unitymedia baut zwei Gemeinden mit Glasfaser aus

  10. Hashfunktion

    Der schwierige Abschied von SHA-1



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
WLAN-Störerhaftung: Wie gefährlich sind die Netzsperrenpläne der Regierung?
WLAN-Störerhaftung
Wie gefährlich sind die Netzsperrenpläne der Regierung?
  1. Telia Schwedischer ISP muss Nutzerdaten herausgeben
  2. Die Woche im Video Dumme Handys, kernige Prozessoren und Zeldaaaaaaaaaa!
  3. Störerhaftung Regierung will Netzsperren statt Abmahnkosten

In eigener Sache: Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)
In eigener Sache
Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)
  1. In eigener Sache Golem.de geht auf Jobmessen
  2. In eigener Sache Golem.de kommt jetzt sicher ins Haus - per HTTPS
  3. In eigener Sache Unterstützung für die Schlussredaktion gesucht!

Mobile-Games-Auslese: Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler

  1. Re: Whitewashing, was ein Quatsch!

    mnementh | 00:22

  2. Re: Das dritte Pixel-Spiel die Woche

    QDOS | 00:03

  3. Re: Ein bisschen hoch der Fingerabrducksensor

    Topf | 00:00

  4. Wofuer steht eigentlich das FREE in Freelens ?

    Uriens_The_Gray | 30.03. 23:57

  5. Re: Ostern bei den Schwiegereltern ist gerettet

    PocketIsland | 30.03. 23:56


  1. 22:53

  2. 19:00

  3. 18:40

  4. 18:20

  5. 18:00

  6. 17:08

  7. 16:49

  8. 15:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel