Abo
  • Services:

Privatsphäre: 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor

Lohnt es sich, einen eigenen Tor-Hidden-Service anzubieten? Facebook schreibt jetzt, dass die Zahl der aktiven Tor-Nutzer sich seit dem letzten Sommer verdoppelt hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook bietet als einer von wenigen großen Webdiensten einen eigenen Tor-Zugang an.
Facebook bietet als einer von wenigen großen Webdiensten einen eigenen Tor-Zugang an. (Bild: David Bates/Golem.de)

Im Monat nutzen 1 Million Menschen Facebooks Tor-Hidden-Service, um sich mit dem sozialen Netzwerk zu verbinden. Das hat das Unternehmen in einem Blogpost bekannt gegeben. Seit Oktober 2014 bietet das Unternehmen den Zugang über eine anonymisierte Verbindung unter der Domain https://facebookcorewwwi.onion/ an.

Stellenmarkt
  1. Melitta Professional Coffee Solutions GmbH & Co. KG, Minden
  2. Herbert Kannegiesser GmbH, Vlotho

Im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen rund 500.000 Zugriffe auf Facebook in einem Monatszeitraum registriert, jetzt sei erstmals die Schwelle von einer Million monatlich aktiver Tor-Nutzer überschritten worden, schreibt Facebooks Softwareingenieur Alex Muffett. Der Zugang über Tor funktioniert nicht nur über den Webbrowser, sondern in Verbindung mit der App Orbot auch auf Android-Geräten. Die Zugriffe erfolgen über Facebook.com, über die .Onion-Domain und über Android.

Keine vollständige Anonymisierung

Wer Facebook über Tor nutzt, ist für den Anbieter natürlich weiter erkennbar. Auch, weil Facebook weiterhin auf die Durchsetzung der Klarnamenpflicht besteht. Doch die IP-Adresse der Nutzer kann mit der Technik verschleiert werden. Nutzer können so ihren Standort sowohl vor Facebook als auch vor mit Facebook verbundenen Werbeanbietern verbergen. Vor allem politische Aktivisten, die Facebook zur Organisation nutzen, dürften dieses Feature nutzen.

Auch Nutzerdatenabfragen durch Regierungsstellen, die Facebook in einem Transparenzbericht dokumentiert, laufen damit ins Leere. Außerdem kann der Zugang über Tor natürlich genutzt werden, um Zensurmaßnahmen gegen Facebook zu umgehen.

Facebook ist einer der wenigen großen Webdienste, die einen eigenen Zugang über Tor anbieten. Bei anderen Diensten wie zum Beispiel Twitter werden Tor-Nutzer immer wieder mit Captchas konfrontiert. Aus diesem Grund streiten sich Tor-Aktivisten lautstark mit dem Anti-DDoS-Anbieter Cloudflare.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 119,90€
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

skinnie 22. Mai 2016

Dann darf ich mich also auch nirgendwo via Tor anmelden (z.B. auf Golem oder...

Phiwa 25. Apr 2016

"Im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen rund 500.000 Zugriffe auf Facebook in einem...

BLi8819 24. Apr 2016

:-D Heute: Bitte bitte, nutzt kein TOR!!!!! Morgen: Scheiße, warum macht keiner neue TOR...

Rulf 24. Apr 2016

und desw versucht man in diesen ländern natürlich auch tor zu blockieren...

Anonymer Nutzer 23. Apr 2016

Terroristen nutzen kein Tor und verschlüsseln auch nicht. Deshalb...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 6T - Test

Das Oneplus 6T ist der Nachfolger des Oneplus 6 - und als T-Modell ein Hardware Refresh. Neu sind unter anderem ein größeres Display mit kleinerer Notch sowie der Fingerabdrucksensor unter dem Displayglas. Im Test hat das neue Modell einen guten Eindruck hinterlassen.

Oneplus 6T - Test Video aufrufen
Amazons Echo Show (2018) im Test: Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude
Amazons Echo Show (2018) im Test
Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude

Die zweite Generation des Echo Show ist da. Amazon hat viele Kritikpunkte am ersten Modell beseitigt. Der Neuling hat ein größeres Display als das Vorgängermodell und das sorgt für mehr Freude bei der Benutzung. Trotz vieler Verbesserungen ist nicht alles daran perfekt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Alexa-Display im Hands on Browser macht den Echo Show viel nützlicher
  2. Amazon Echo Show mit Browser, Skype und großem Display

Job-Porträt Cyber-Detektiv: Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen
Job-Porträt Cyber-Detektiv
"Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

Online-Detektive müssen permanent löschen, wo unvorsichtige Internetnutzer einen digitalen Flächenbrand gelegt haben. Mathias Kindt-Hopffer hat Golem.de von seinem Berufsalltag erzählt.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

Serverless Computing: Mehr Zeit für den Code
Serverless Computing
Mehr Zeit für den Code

Weniger Verwaltungsaufwand und mehr Automatisierung: Viele Entwickler bauen auf fertige Komponenten aus der Cloud, um die eigenen Anwendungen aufzubauen. Beim Serverless Computing verschwinden die benötigten Server unter einer dicken Abstraktionsschicht, was mehr Zeit für den eigenen Code lässt.
Von Valentin Höbel

  1. Kubernetes Cloud Discovery inventarisiert vergessene Cloud-Native-Apps
  2. T-Systems Deutsche Telekom will Cloud-Firmen kaufen
  3. Trotz hoher Gewinne Wieder Stellenabbau bei Microsoft

    •  /