Abo
  • Services:

Brute-Force: Wenn Kurz-URLs zur Sicherheitslücke werden

Verkürzte URLs lassen sich systematisch untersuchen und offenbaren dann private Daten. So lassen sich Bewegungsprofile erstellen, Informationen sammeln und sogar Malware könnte leicht über Cloud-Dienste verteilt werden, zeigt nun eine Studie.

Artikel veröffentlicht am ,
Shortlinks sind öffentliche Informationen, für die Nutzer könnte das schwerwiegende Folgen haben.
Shortlinks sind öffentliche Informationen, für die Nutzer könnte das schwerwiegende Folgen haben. (Bild: Freedom to Tinker)

Eigentlich ist es nicht überraschend, dass sich URLs systematisch durchprobieren lassen, wenn diese von Diensten wie Bit.ly oder Goo.gl verkürzt worden sind - diese sind ja eben nur wenige Zeichen lang. Wie eine Studie nun zeigt, verbergen sich hinter den so aufgefundenen Links aber oft private Informationen, die eigentlich geschützt werden sollten. Einige Cloud-Instanzen hätten sogar zum Verteilen von Malware ausgenutzt werden können.

Stellenmarkt
  1. Kräuter Mix GmbH, Abtswind
  2. Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Dortmund

Der Informatikprofessor der Cornell University, Vitaly Shmatikov, schreibt dazu, dass die URLs, die hinter den verkürzen Links stecken, quasi öffentlich seien und von jedem mit ein bisschen Geduld sowie einigen Rechnern aufgefunden werden könnten. Das Problem dabei ist aber nicht unbedingt, dass die URLs gefunden werden könnten, sondern dass die Informationen nicht weiter geschützt werden könnten.

Wege auf Google Maps und mögliche Malware in Onedrive

Unter den gefundenen URLs waren etwa 2 Millionen Links auf geplante Routen von Google Maps. Darunter seien Richtungsanweisungen zu Orten wie Kliniken für psychische Erkrankungen, Anbietern von Abtreibungen oder auch "Gentlemen's Clubs". Oft seien die Ausgangspunkte der geplanten Routen Adressen von Einfamilienhäusern, so dass sich Personen und gewählte Ziele durch eine kurze Onlinerecherche schnell miteinander verknüpfen lassen könnten. Nach einem Hinweis auf diese Ergebnisse habe Google seine Shortlinks verlängert und werde gegen das systematische Überprüfen der URLs vorgehen.

Eine Möglichkeit für einen Angriff mit Malware habe sich in der Studie durch die Untersuchung von Links des Microsoft-Dienstes Onedrive ergeben, die von Bit.ly erstellt werden. Aus den so gefundenen Dateien und Ordnern hätten sich die Adressen für die jeweiligen Wurzelverzeichnisse erstellen lassen und somit weitere Dateien finden können. So seien nicht nur über 1 Million Dokumente frei zugänglich gewesen, in 7 Prozent der Accounts hätten die Forscher sogar hineinschreiben können. Es hätte also sehr leicht Malware an Onedrive-Nutzer verteilt werden können.

Laut Shmatikov habe Microsoft's Security Response Center (MSRC) diese Ergebnisse als Designprinzip beschrieben und den Fall nicht weiter behandeln wollen. Zwar gebe es in Onedrive inzwischen keine Option mehr, die Links zu verkürzen und Ordner ließen sich nicht mehr einfach durchsuchen. Diese Änderungen seien aber nicht wegen der Studie vorgenommen worden. Das MSRC habe Shmatikov außerdem erneut bestätigt, dass es sich nicht um eine Sicherheitslücke gehandelt habe.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 46,99€
  2. 2,99€
  3. 17,95€
  4. 49,95€

Vielfalt 17. Apr 2016

Wie will man bitte gegen das automatisierte probieren von Shortlinks vorgehen? Google...

Der mit dem Blubb 16. Apr 2016

Kam das nicht hauptsächlich wegen Twitter und der Zeichenbegrenzung? Mir begegnen...

Spaghetticode 16. Apr 2016

Habe ich noch nicht erlebt. In der Regel werden mir Rechnungen direkt als E-Mail-Anhang...

cephei 16. Apr 2016

https://goo.gl/PuV4z7


Folgen Sie uns
       


Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 1)

Michael zeigt alle Jahreszeiten und Spielmodi in Forza Horizon 4.

Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 1) Video aufrufen
NUC7 (June Canyon) im Test: Intels Atom-Mini ist großartig
NUC7 (June Canyon) im Test
Intels Atom-Mini ist großartig

Der aktuelle NUC7 alias June Canyon ist einer der bisher besten Mini-PCs von Intel: Er hat genügend Leistung für alltägliche Aufgaben sowie Video-Inhalte, bleibt schön leise und kostet überdies deutlich weniger als 200 Euro.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Bean Canyon und Crimson Canyon Intels NUCs haben 10-nm-Chip und AMD-Grafik
  2. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
  3. NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Sony RX100 VI im Test: Besser geht Kompaktkamera kaum
Sony RX100 VI im Test
Besser geht Kompaktkamera kaum

2012 hat die Sony seine Kompaktkameraserie RX100 gestartet. Das neue Modell RX100 VI mit extra großem Zoom zeigt, dass sich auch eine gute Kamera immer noch verbessern lässt. Perfekt ist sie jedoch immer noch nicht.
Ein Test von Andreas Donath

  1. M10-D Leica nimmt Digitalkamera absichtlich das Display
  2. Keine Speicherkarten Zeiss plant Vollformatkamera ZX1 mit eingebautem Lightroom
  3. Insta 360 Pro 2 Neue Profi-360-Grad-Kamera nimmt 3D-Videos in 8K auf

Dark Rock Pro TR4 im Test: Be Quiet macht den Threadripper still
Dark Rock Pro TR4 im Test
Be Quiet macht den Threadripper still

Mit dem Dark Rock Pro TR4 hat Be Quiet einen tiefschwarzen CPU-Kühler für AMDs Threadripper im Angebot. Er überzeugt durch Leistung und den leisen Betrieb, bei Montage und Speicherkompatiblität liegt die Konkurrenz vorne. Die ist aber optisch teils deutlich weniger zurückhaltend.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Dark Rock Pro TR4 Be Quiets schwarzer Doppelturm kühlt 32 Threadripper-Kerne

    •  /