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Security: Apples Rootless-Konzept hat erhebliche Mängel

Apples Sicherheitsmechanismus Rootless soll verhindern, dass mit Rootrechten Systemdateien verändert werden können. Doch er lässt sich leicht austricksen und Apple scheint es nicht eilig zu haben, die Lücken zu schließen.

Artikel veröffentlicht am , Tim Philipp Schäfers
Apples Rootless lässt sich leicht austricksen.
Apples Rootless lässt sich leicht austricksen. (Bild: John Moore/Golem.de)

Ab OS-X-Version 10.11 hat Apple das Sicherheitskonzept Rootless implementiert. Nun haben gleich mehrere Sicherheitsexperten gezeigt, wie leicht sie das Konzept aushebeln können. Unter ihnen ist der deutsche Sicherheitsexperte Stefan Esser, der zuletzt auf der Sicherheitskonferenz "SyScan360" einen Vortrag hielt, in dem er gleich mehrere Lücken zur Rechteausweitung präsentierte, die immer noch lauffähig sind.

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Bei dem Rootless-Mechanismus handelt es sich um eine sogenannte System Integrity Protection (SIP), die die Integrität der Systemdateien schützen soll - indem nur legitimierte Zugriffe, etwa über vertrauenswürdige Apps, auf diese Dateien möglich sind. Die aktuellen Beispiele zeigen, dass genau diese vertrauenswürdigen Zugriffe nicht sicher und deshalb Manipulationen der Systemdateien möglich sind oder sogar das gesamte Rootless-Konzept deaktiviert werden kann.

Ein oft genutzter Trick bei der Umgehung der SIP ist, dass legitimierte Funktionen die Ordnerstruktur neu mounten, wodurch letztlich jede andere Funktion auch Zugriff auf die Ordner und Dateien erhält. Laut dem britischen IT-News-Portal the Register verfügt Esser außerdem über einen Exploit, mit dem es möglich ist, Konfigurationsdateien des Core-Storage zu korrumpieren. Somit genügen Standardmethoden, um Zugriff auf alle Dateien eines Systems zu erhalten - und die Funktion von Rootless vollständig zu deaktivieren.

Fragwürdige Sicherheitsprozesse bei Apple

Apple wurde immer wieder kritisiert, unter anderem von Esser: Der Konzern reagiere zu langsam und zeige kein ernsthaftes Interesse daran, Sicherheitslücken zu schließen - wodurch letztlich Unternehmen wie Google erheblichen Aufwand für die Sicherung des OS-X-Kernels vornehmen.

Ähnliche Kritik übte der Sicherheitsexperte Nils Jünemann. Er fordert seit längerem: Apple solle mit vielen anderen großen Internetkonzernen gleichziehen und endlich ein Programm einrichten, um mit externen Sicherheitsexperten zusammenzuarbeiten und die Finder von Sicherheitslücken für zutreffende Meldungen zu belohnen.

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