Abo
  • Services:
Anzeige
Das historische Dettelbach
Das historische Dettelbach (Bild: Public Domain)

Teslacrypt: Warum Dettelbach gezahlt hat

Das historische Dettelbach
Das historische Dettelbach (Bild: Public Domain)

Die Lösegeldzahlung der Stadt Dettelbach hat für Diskussionen gesorgt - darf eine staatliche Stelle entsprechende Zahlungen an Kriminelle leisten? Die Bürgermeisterin der Stadt verteidigt ihr Vorgehen jetzt - und spricht von Kostenersparungen.

Die Bürgermeisterin von Dettelbach in Unterfranken hat ihre Entscheidung verteidigt, ein Lösegeld zur Entschlüsselung der Dateien auf den Rechnern der Stadtverwaltung zu bezahlen. Sie habe abwägen müssen zwischen "schneller Widerherstellung der Funktionsfähigkeit" und "keine Unterstützung von Kriminellen", sagte Bürgermeisterin Christina Konrad von den Freien Wählern der dpa zufolge.

Anzeige

Sie gibt zu, dass ihre Entscheidung infrage gestellt werden könne, doch sagt, sie würde "das heute genau so wieder machen". Die Stadt hatte die von den Erpressern geforderten 1,3 Bitcoin bezahlt - rund 490 Euro. Die Rechner der Stadtverwaltung waren zuvor mit der Ransomware Teslacrypt verschlüsselt worden. Nach Zahlung des Lösegeldes wurde aber offenbar nur ein Teil der Daten wieder entschlüsselt. Dies sei aber nicht auf den Trojaner zurückzuführen, sagte Konrad. Denn offenbar versuchte ein von der Stadt beauftragtes Unternehmen eine partielle Rücksicherung der Daten von einem externen Server. "Ohne die Rücksicherung des Servers zwei Tage zuvor wären alle Daten wieder vorhanden gewesen. Denn nach Zahlung des Lösegelds hätten die Erpresser ein dafür geeignetes Entschlüsselungsprogramm zur Verfügung gestellt", sagte Konrad laut Main Post.

'Mindestens 10.000 Euro gespart'

Durch die Zahlung an die Erpresser habe die Stadt mindestens 10.000 Euro gespart, sagte Konrad in ihrem Statement weiter. Doch der durch Teslacrypt entstandene Schaden ist aber offenbar deutlich höher. Zwei spezialisierte Unternehmen für Datenrettung bekommen dem Bericht der dpa zufolge rund 100.000 Euro für ihre Dienste. Weitere Kosten fallen für Überstunden der Mitarbeiter an, außerdem "Kosten im Hard- und Softwarebereich". Wie hoch die Kosten genau sind, könne die Stadt derzeit noch nicht beziffern.

Um die Zahlung der Bitcoins abzuwickeln, hatte die Stadt eine Spezialfirma beauftragt. Noch immer sind nicht alle Systeme voll einsatzfähig. Die Stadtwerke fordern Bürger auf, beim Umzug oder Stromanbieterwechsel Belege über Vorjahresrechnungen in Papierform einzureichen.

Nachtrag vom 14. März 2016, 15:39 Uhr

Artikel wurde um Informationen über eine nicht funktionierende Rücksicherung ergänzt.


eye home zur Startseite
Atalanttore 07. Jul 2016

Wundert mich jetzt gar nicht.

crazypsycho 16. Mär 2016

Warum? Hab ich irgendwas nicht bedacht?

Dedl 16. Mär 2016

Punkt 5, 7, 8 und 9 sind absolut weltfremd....

SteamKeys 16. Mär 2016

jo, so geht das. noch ein paar bootscripte und ein backend system, und man kann user...

quineloe 16. Mär 2016

Frauen haben immer vor, Kleidung oder Schuhe zu kaufen. Die Frage ist ob sie die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. WBS Training AG, deutschlandweit (Home-Office)
  2. flexis AG, Chemnitz
  3. HUGO BRENNENSTUHL GMBH & CO KOMMANDITGESELLSCHAFT, Tübingen-Pfrondorf
  4. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Game of Thrones, Supernatural, The Big Bang Theory)
  2. (u. a. Blade Runner, Inception, Erlösung, Mad Max Fury Road, Creed, Legend of Zarzan)
  3. (u. a. Arrow, Pretty Little Liars, The Big Bang Theory, The 100)

Folgen Sie uns
       


  1. Unternehmen

    1&1 Versatel bietet Gigabit für Frankfurt

  2. Microsoft

    Xbox One emuliert 13 Xbox-Klassiker

  3. DMT Bonding

    Telekom probiert 1 GBit/s ohne Glasfaser aus

  4. Telekom-Software

    Cisco kauft Broadsoft für knapp 2 Milliarden US-Dollar

  5. Pubg

    Die blaue Zone verursacht künftig viel mehr Schaden

  6. FSFE

    "War das Scheitern von Limux unsere Schuld?"

  7. Code-Audit

    Kaspersky wirbt mit Transparenzinitiative um Vertrauen

  8. iOS 11+1+2=23

    Apple-Taschenrechner versagt bei Kopfrechenaufgaben

  9. Purism Librem 13 im Test

    Freiheit hat ihren Preis

  10. Andy Rubin

    Drastischer Preisnachlass beim Essential Phone



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Essential Phone im Test: Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
Essential Phone im Test
Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
  1. Teardown Das Essential Phone ist praktisch nicht zu reparieren
  2. Smartphone Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung
  3. Andy Rubin Essential gewinnt 300 Millionen US-Dollar Investorengelder

Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test: Google fehlt der Mut
Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test
Google fehlt der Mut
  1. Pixel Visual Core Googles eigener ISP macht HDR+ schneller
  2. Smartphones Googles Pixel 2 ist in Deutschland besonders teuer
  3. Pixel 2 und Pixel 2 XL im Hands on Googles neue Smartphone-Oberklasse überzeugt

Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

  1. degeneration...

    Prinzeumel | 06:23

  2. Re: Nur in Verbindung mit MS Store

    ustas04 | 06:23

  3. Re: Wer könnte jetzt auf Linux migrieren?

    hum4n0id3 | 06:17

  4. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    ArcherV | 06:15

  5. Re: Günstiger?

    Ovaron | 06:11


  1. 18:46

  2. 17:54

  3. 17:38

  4. 16:38

  5. 16:28

  6. 15:53

  7. 15:38

  8. 15:23


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel