Neural Processing Engine: Qualcomm bringt Deep-Learning-SDK für Snapdragon 820

Erst trainieren, dann optimieren: Die Snapdragon Neural Processing Engine für Qualcomms Snapdragon 820 bringt Deep Learning lokal auf das Smartphone. Welche IP-Blöcke das Software Development Kit anspricht, bleibt den Entwicklern überlassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Zeroth Machine Intelligence Platform
Zeroth Machine Intelligence Platform (Bild: Qualcomm)

Qualcomm hat ein Deep-Learning-SDK für Snapdragon-Chips angekündigt, die Snapdragon Neural Processing Engine. Das Software Development Kit richtet sich vorerst an Entwickler von OEMs wie die großen Smartphone-Hersteller und wird von Qualcomm ab dem zweiten Halbjahr 2016 zur Verfügung gestellt. Technische Grundlage des SKDs ist die Zeroth Machine Intelligence Platform, bei der es sich um Qualcomms proprietäre API-Sammlung handelt.

Zeroth unterstützt dem Hersteller zufolge die meisten üblichen Deep-Learning-Frameworks, darunter Caffe und Cudaconvnet. Entwickler können also ihre Algorithmen wie gehabt auf GPU- oder anderen Clustern trainieren und das Resultat dann per Snapdragon Neural Processing Engine auf den Snapdragon 820 packen. Dort nutzt die Software jegliche Hardware-IP-Blöcke des Systems-on-a-Chip, etwa die Kyro-CPU-Kerne, die Hexagon Vector Extensions des DSP (Digital Signal Prozessor) oder die integrierte Adreno-Grafikeinheit.

Allerdings ist die Snapdragon Neural Processing Engine flexibel gestaltet und kann, muss aber nicht zwingend die aus Hardwaresicht effizienteste oder schnellste Berechnung ausführen. Wird Zeroth genutzt, um während der Fotoaufnahme zu erkennen, ob das Bild danach in die Galeriekategorie Burger oder Strand einsortiert wird, kann das SDK auf der GPU laufen. Denn der DSP ist damit beschäftigt, Bildfilter wie eine Rauschunterdrückung zu applizieren. Der Entwickler legt fest, wann welcher IP-Block verwendet wird.

Da das SKD vorab trainiert wurde, laufen alle Berechnungen lokal ohne Cloud-Verbindung auf dem Smartphone ab. Einige Hersteller haben bereits Anwendungen basierend auf Zeroth erstellt, Avast zeigte beispielsweise eine Malware-Erkennung basierend auf Snapdragon Smart Protect.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fast 20 Funktionen fallen weg
Google macht den Google Assistant dümmer

Alles rund um Google Assistant und smarte Lautsprecher wird schlechter gemacht: Noch in diesem Monat werden fast 20 Funktionen gestrichen.
Ein Bericht von Ingo Pakalski

Fast 20 Funktionen fallen weg: Google macht den Google Assistant dümmer
Artikel
  1. OpenAI: Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store
    OpenAI
    Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store

    Nur einen Tag, nachdem OpenAI ChatGPT für Entwickler geöffnet hat, lassen sich Angebote finden, die es nicht geben dürfte.

  2. Forensik: KI erkennt verschiedene Fingerabdrücke derselben Person
    Forensik
    KI erkennt verschiedene Fingerabdrücke derselben Person

    Bisher nahm man an, dass es nicht nachweisbar ist, dass verschiedene Fingerabdrücke von derselben Person stammen. Eine neue KI weckt jedoch Zweifel daran.

  3. Dune 1984: Autor findet David Lynchs Skript zum zweiten Teil von Dune
    Dune 1984
    Autor findet David Lynchs Skript zum zweiten Teil von Dune

    Der zweite Teil des 1984 erschienenen Sci-Fi-Epos Dune wurde nie Realität. Ein Skript gibt Einblicke, wann und wo der Film gespielt hätte.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /