In Linux 4.20 gibt es weitere Patches für Spectre v2, einen verbesserten Block-Layer und ein Framework, das Ausfälle früh erkennen soll. Zudem wurde ein Ersatz für die veraltete Dateistruktur Radix-Tree nach langer Entwicklungszeit aufgenommen.
Die ursprünglich von der NSA entwickelte Chiffre Speck wird im Linux-Kernel nun offiziell durch die Google-Implementierung Adiantum ersetzt. Dem vorausgegangen waren viele Diskussionen, dafür bekommen nun aber auch schwache Android-Geräte eine gute Verschlüsselung.
Apple hat der chinesische Konzern Huawei bereits hinter sich gelassen. 200 Millionen Smartphones hat das Unternehmen dieses Jahr verkaufen können. Das nächste Ziel: Samsung einholen.
Huawei meint, kein chinesisches Gesetz könne den Netzwerkausrüster zwingen, seine Kunden auszuspionieren. Mit dem deutschen BSI will man Security-Standards für 5G und die gesamten Branche erarbeiten. Daran sollen alle Ausrüster teilnehmen.
Das US-Justizministerium erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen China. Hunderte Gigabyte an heiklen Daten sollen chinesische Hacker ausgespäht haben. Gegen zwei von ihnen wurde Anklage erhoben.
Mit erheblicher Verzögerung kann die Vernetzung von Stromzählern in Deutschland starten. Für einen verpflichtenden Rollout der Geräte fehlt aber immer noch eine wichtige Voraussetzung.
Betrüger nutzen das neue Rückgabesystem für Sparpreis-Tickets der Bahn aus. Diese schränkt nun die Zahlungsmöglichkeiten ein, möchte aber nicht vom Rückgabesystem abrücken.
Statt Verkaufswerbung zeigt Microsofts Suchmaschine Bing anscheinend Schwarzkopierseiten prominent an, die Office 2019 kostenlos anbieten. Momentan ist ein solcher Eintrag noch immer zu finden, allerdings nicht mehr ganz so sichtbar.
Eine Offenlegung des Quellcodes wie durch Huawei wünscht sich BSI-Chef Schönbohm auch von anderen Herstellern. Derweil besorgt sich das BSI Huawei-Bauteile auf der ganzen Welt, um sie auf Hintertüren zu untersuchen. Alles ohne Ergebnis.
Clarity können Webseitenbetreiber als Javascript-Plugin einbetten, um das Verhalten ihrer Besucher zu verfolgen. Microsofts Software wertet diese Daten aus und kann mit Machine Learning Muster erkennen - etwa welche Elemente besonders häufig geklickt oder übersehen werden.
Der Virenspezialist Kaspersky fand Hardware-basierte Attacken über das lokale Netzwerk in mindestens acht osteuropäischen Bankhäusern. Der Schaden geht in die Millionen Euro. Potenziell gefährdet sein sollen jedoch alle Arten von Unternehmen.
Ab Januar müssen Unternehmen australischen Geheimdiensten und Strafverfolgungsbehörden Zugriff auf verschlüsselte Inhalte wie zum Beispiel Kommunikations- oder Bestandsdaten geben. Das ist der Anfang vom Ende des IT-Standorts Down Under - und Deutschland debattiert fröhlich in die gleiche Richtung.
Deepsec
Flugobjekte mit biologischen Kampfstoffen, Motorsäge oder Pistole: 140 Risiken durch Drohnen hat der Sicherheitsexterte Dominique Brack gesammelt. Die geplanten Angriffe sind dabei gar nicht die schlimmsten.
Um eine alte Richtlinie umzusetzen, wird die britische BT Group Technik von Huawei aus dem Kernnetz nehmen. Das gefällt nicht jedem: BT Chief Architect Neil McRae hatte erst Ende November 2018 gesagt: "Es gibt momentan nur einen echten 5G-Anbieter, und das ist Huawei - die anderen müssen aufholen."
Kommendes Jahr erscheinen die ersten 5G-Smartphones, unter anderem von Samsung. In ihnen steckt zumeist der Snapdragon 855 von Qualcomm mit integriertem LTE, der daher ein zusätzliches 5G-Modem benötigt.
Nach der Telekom hat auch die Telefónica Huawei ihr Vertrauen ausgesprochen. Netztechnologie von externen Dienstleistern werde im Vorfeld ausführlichen Tests unterzogen, auch zu Sicherheitsstandards.
Der Ausruf der USA an die Verbündeten, Huawei auszuschließen, ist für die Telekom sachlich unbegründet. Zudem können die US-Geheimdienste Deutschlands Regierung keinerlei Belege vorlegen.
Deepsec Forscher aus Österreich versuchen herauszufinden, welcher Typ Mensch hinter der steigenden Onlinekriminalität steckt. Dabei identifizieren sie Tätergruppen und können diese bestimmten Straftatbeständen zuordnen.
In der Berufungsverhandlung am Hanseatischen OLG Hamburg in der GPL-Klage zwischen einem Kernel-Entwickler und VMware könnte es eine Einigung geben. Geschieht dies nicht, kommt es wohl zu einem Urteil, das die in der Sache wichtigen Fragen zur Auslegung der GPL erneut nicht behandelt.
Nach den USA und Australien verhängt auch Neuseeland einen Bann gegen den chinesischen Ausrüster Huawei. Allerdings betrifft dieser nicht alle Produkte des Unternehmens, sondern lediglich das schnelle Mobilfunknetz 5G.
Der Skandal um die Adware von Superfish kostet Lenovo noch einmal 7,3 Millionen Dollar. Die Software unterwanderte Sicherheitsmechanismen von Nutzern und ermöglichte Man-in-the-Middle-Angriffe. Lenovo sieht den Fehler noch immer nicht ganz ein, sei aber froh, dass die Sache geklärt sei.
Das BSI hat bislang nur bei Windows 10 den Auftrag erhalten, die Sicherheit von Software ausländischer Hersteller zu begutachten. Eine Einsicht in den Quellcode sei bislang auch dabei nicht erfolgt, sagt die Bundesregierung.
Geld für Onlinewerbung, die nie ein Mensch gesehen hat: Das war die Masche von Betrügern, die dafür über 1,7 Millionen Computer zum Teil eines Botnets machten. Die Verdächtigen wurden nun aufgespürt, seit 2015 soll ein Schaden von über 35 Millionen US-Dollar entstanden sein.
Ein Entwickler des Javascript-Pakets event-stream interessierte sich nicht mehr für das Projekt und übergab die Entwicklung an eine unbekannte andere Person. Daraufhin wurde über das Modul Schadsoftware verteilt, die offenbar auf Bitcoin-Wallets abzielt.
Google bekommt in Europa Ärger wegen der Speicherung von Standortverläufen seiner Nutzer. Verbraucherschutzverbände reichen DSGVO-Beschwerden ein, in Deutschland soll geklagt werden.
BKA-Chef Münch will nicht nur die tatsächliche, sondern auch die gefühlte Sicherheit verbessern. Das gilt auch bei der Bekämpfung von Internetkriminalität.
Die neue Richtlinie zur Routersicherheit gefällt dem Chaos Computer Club überhaupt nicht. Router-Hersteller und Netzbetreiber hätten dem BSI die Anforderungen diktiert.
Die Netzwerkinstallation der österreichischen Banking-Software ELBA-business ließ sich übernehmen - mitsamt darunterliegendem System. Der Angriff war aufwendig, aber automatisierbar.
Zum zweiten Mal stehen die Chefs der drei deutschen Nachrichtendienste im Bundestag Rede und Antwort. Der neue Verfassungsschutzpräsident Haldenwang zeigt dabei, dass er sehr ähnliche Wünsche wie sein geschasster Vorgänger Maaßen hat.
Das BSI hat mit einigen Monaten Verzögerung seine Richtlinie für die Router-sicherheit veröffentlicht. Neben vielen sinnvollen Punkten enthält sie aber auch Vorgaben, die den Herstellern und Providern sehr entgegenkommen.
Offiziell beschleunigt Intel die Entwicklung seines neuen XMM 8160 genannten 5G-Modems für Apples iPhones. Die erste Generation, das XMM 8060, wird aber nie erscheinen - sie bildet nun die Basis für den Nachfolger.
Vor zwei Jahren hatte es Trickbot nur auf Bankdaten abgesehen. Nun ist eine neue Variante des Trojaners im Umlauf, die auch Passwörter aus anderen Anwendungen abgreifen kann.
Für einen Zeitraum von etwa einer halben Stunde wurden Verbindungen zu zahlreichen Google-IP-Adressen falsch geroutet. Grund dafür waren fehlerhafte BGP-Routinginformationen. Doch dass es sich um einen gezielten Angriff handelt, ist unwahrscheinlich.
Die US Cyber National Mission Force hat begonnen, gefundene Schadsoftware auf Virustotal bereitzustellen. Das erste hochgeladene Sample soll von der mutmaßlich russischen Hackergruppe APT28 stammen.
Eine Sicherheitslücke betrifft die beliebten Virtualisierungsprogramme VMware Player und Workstation. Angreifer können darüber Code auf dem Hostsystem ausführen, was sie recht kritisch macht. Das von VMware verteilte Update sollte schnell installiert werden.
Um Nutzern die Einrichtung ihres DNS-Servers 1.1.1.1 zu erleichtern, hat Cloudflare eine gleichnamige App für Android und iOS auf den Markt gebracht. Dank der Anwendung müssen sich Nutzer um die Einrichtung nicht mehr kümmern, der Resolver soll schneller als der von Google und anderen Anbietern sein.
Durch eine fehlende Identitätsabfrage in einem DSGVO-Plugin für Wordpress können sich Angreifer Administratorkonten für Webseiten anlegen und dann beliebige Schadsoftware verteilen. Die Lücke wird bereits ausgenutzt.
Eine Software für Headsets des Herstellers Sennheiser installiert ein Root-Zertifikat und sorgt damit dafür, dass HTTPS-Verbindungen nicht mehr sicher sind. In neueren Versionen ist die Lücke etwas weniger schlimm, einen Fix gibt es bisher nicht.
Geheimdienste in Großbritannien wollen die Netzbetreiber eventuell daran hindern, chinesische Ausrüstung einzusetzen. Dies würde die Errichtung der 5G-Netzwerke erheblich verzögern. Deutschland geht hier einen anderen Weg.
Wahlen gelten in den USA seit 2017 als "kritische Infrastruktur". Dafür zu sorgen, dass sie vor Hackerangriffen geschützt werden, hat also höchste Priorität. Doch nach wie vor sind Wahlcomputer schlecht geschützt.
Online-Detektive müssen permanent löschen, wo unvorsichtige Internetnutzer einen digitalen Flächenbrand gelegt haben. Mathias Kindt-Hopffer hat Golem.de von seinem Berufsalltag erzählt.
Eine brisante Rede von Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen ist über die Geheimdienstkontrolleure zur Bundesregierung gelangt. Diese Möglichkeit ist indirekt US-Whistleblower Edward Snowden zu verdanken.
Eigentlich sollte die NSA-Chiffre Speck im Linux-Kernel landen. Doch Google hat seine Unterstützung dafür zurückgezogen und selbstständig einen Ersatz erstellt. Den zugrundeliegenden Modus hat Google nun abermals angepasst und damit massiv beschleunigt.
Aus dem Wechsel ins Innenministerium wird nun doch nichts. Innenminister Seehofer kann an Verfassungsschutzchef Maaßen nach einer umstrittenen Rede nicht mehr festhalten.
Die US-Hightech-Branche verdingt sich zunehmend als technischer
Dienstleister für staatliche Big-Brother-Projekte wie die Überwachung
und Abschiebung von Immigranten, heißt es in einem Bericht von
Bürgerrechtlern. Amazon und Palantir verdienten damit am meisten.
Wolf Intelligence verkauft Schadsoftware an Staaten. Eine Sicherheitsfirma hat sensible Daten des Unternehmens öffentlich zugänglich im Internet gefunden. In einer Präsentation wurden die Funde gezeigt.