5G: Nato droht Deutschland wegen Huawei

Die deutschen Netzbetreiber wollen 5G von Huawei. Die Nato will dann nicht mehr mit Deutschland reden. Militärische Experten bestreiten die Kompetenz dieser Drohungen.

Artikel veröffentlicht am ,
NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg
NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg (Bild: Nato)

Die Nato droht der Bundesregierung mit einer Einschränkung der Kommunikation, falls dem Wunsch der deutschen Netzbetreiber gefolgt und Huawei als 5G-Ausrüster agieren darf. Die Radiojournalistin Teri Schultz zitierte bei Twitter den norwegischen NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg mit den Worten: "Wir beraten uns jetzt intensiv" über mögliche Sicherheitsauswirkungen für Verbündete, die Huawei bei 5G einsetzen.

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US-General Curtis Michael Scaparrotti sagte am Mittwoch vor dem US-Kongress, dass die Nato Deutschland vor der Auswahl von Huawei gewarnt habe. "Wir werden mit ihnen nicht (über diese Kanäle) kommunizieren".

Huawei ist nach Informationen von Golem.de aus informierten Kreisen bereits Ausrüster im 4G-Kernnetz der Deutschen Telekom und bei der Telefónica. Der Chef des Vodafone-Konzerns hat sich gegen einen Ausschluss von Huawei ausgesprochen. Alle drei Netzbetreiber wollen Huawei Ausrüstung im 5G-Netz in Deutschland einsetzen und warten nur noch eine klare Rechtslage ab.

Geheimdienste arbeiten hervorragend zusammen

Der Consultant Florian Kling, ehemals Cyber-Offizier und PR-Experte für die Bundeswehr, erwiderte Stoltenberg bei Twitter: "Erklären Sie bitte, warum das zivile Netzwerk für die NATO überhaupt wichtig ist. Auf welche Weise würde die NATO/US über diese Kanäle kommunizieren? Es ist kein Militär- oder Festnetzkern und sollte ich unseren Kryptofähigkeiten nicht vertrauen? "

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Das sehen auch andere Ex-Militärs so: "Unsere Nachrichtendienste arbeiten exzellent zusammen. Eingestufte Informationen werden garantiert nicht über ein 4G- oder 5G-Netz transportiert, sondern auf ganz anderen Wegen", sagte Patrick Sensburg im Deutschlandradio. Der CDU-Abgeordnete und Oberstleutnant der Reserve sitzt im Geheimdienstausschuss Parlamentarisches Kontrollgremium (PKGr). "Hier geht es um wirtschaftspolitische Machtausübung", betonte Professor Sensburg.

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bofhl 18. Mär 2019

NS2 wird vorallem von Polen abgelehnt - einzig aufgrund der Umgehung ihres Landes! Kurz...

Anonymer Nutzer 18. Mär 2019

Dem würde ich zustimmen. Und dann eine rein europäische Verteidigungsallianz schaffen...

Kommentator2019 17. Mär 2019

Das ist für die Betrachtung 5G völlig irrelevant. Weder Russia noch US haben relevante...

torrbox 17. Mär 2019

Nö. Nur für die, die bei uns bauen wollen.



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