• IT-Karriere:
  • Services:

Sicherheitslücke: Huawei-Treiber verwendet gleiche Technik wie NSA

Ein vorinstallierter Treiber auf Huaweis Matebooks hat die gleiche Technik wie eine NSA-Backdoor verwendet, um einen Dienst neu zu starten. Die Funktion konnte auch von Angreifern missbraucht werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Präsentation eines Huawei Matebooks
Präsentation eines Huawei Matebooks (Bild: Josep Lago/AFP/Getty Images)

Ein vorinstallierter Treiber auf Huaweis Matebooks ermöglichte lokalen Angreifern, Prozesse mit Systemrechten zu starten. Microsoft entdeckte die Sicherheitslücke durch die Einführung neuer Kernel-Sensoren in Windows 10 Version 1809. Diese sollen Kernel-Backdoors wie Doublepulsar erkennen, welche von dem US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) entwickelt und 2017 von der Hackergruppe Shadow Brokers geleakt wurden. Huawei verwendete die gleiche Technik, um einen Dienst neu zu starten. Die Sicherheitslücke wurde im Januar mit einem Update der betroffenen Software PC Manager, ein Gerätemanager für Huaweis Matebooks, behoben. Zuerst hatte das Online-Magazin Ars Technica berichtet.

Stellenmarkt
  1. BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut
  2. ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Bad Kreuznach

Neben signaturbasierter Erkennung von Schadsoftware erkennt die Software Microsoft Defender auch merkwürdiges Verhalten. Über die neu eingeführten Kernel-Sensoren entdeckten Microsoft-Mitarbeiter eben solches Verhalten in einem Treiber von Huawei. Der Treiber agierte als Wächter und prüfte, ob der Dienst des PC Managers ausgeführt wird. Wenn der Dienst abgestürzt war oder beendet wurde, startete er den Dienst neu. Für diesen Neustart injizierte der Treiber Code in einen privilegierten Windows-Prozess und startete diesen Code über einen APC (Asynchronous Procedure Call). Über APCs kann die synchrone Bearbeitung von Funktionen unterbrochen und stattdessen die Bearbeitung einer anderen Funktion gestartet werden. Die Technik wird laut Ars Technica beispielsweise bei I/O-Operationen verwendet, damit das Betriebssystem einen Schreib- oder Lesevorgang ohne zu warten starten kann.

Angreifer konnten Prozess mit Systemrechten ausführen

Warum Huawei auf diese Funktion gesetzt hat beziehungsweise überhaupt eine Wächtersoftware zum Einsatz kam, ist unklar: Windows bietet bereits die Funktion, abgestürzte Dienste wieder neu zu starten. Huaweis Treiber versuchte zwar sicherzustellen, dass er mit Huaweis Dienst kommuniziert und nur diesen startet. Dennoch konnten Angreifer den Wächter übernehmen und über ihn einen Prozess mit Systemrechten starten. Über eine zweite Sicherheitslücke in Huaweis PC Manager konnte zudem der Arbeitsspeicher ausgelesen sowie Informationen in diesen geschrieben werden.

Auch der PC-Hersteller Asus hat Probleme mit einem vorinstallierten Live-Update-Tool. Über einen kompromittierten Asus-Update-Server haben Angreifer zwischen Juni und November 2018 eine Schadsoftware verteilt, die mit einem Zertifikat von Asus signiert war.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 369,45€ (Bestpreis!)
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de

Aluz 28. Mär 2019

Ja man will ja nicht dass irgend so ein Admin oder IT Spezialist denkt den Dienst dann...

Dwalinn 27. Mär 2019

+1

das_mav 27. Mär 2019

So einen tollen Wettbewerb hat sie schon ewig nicht mehr gesehen. Kaum ist eine...


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate Xs im Test

Das Mate Xs von Huawei ist ein Smartphone mit faltbarem Display - und für uns das erste, das vom Design her alltagstauglich ist. Das dürfte allerdings zu Lasten der Widerstandsfähigkeit gehen.

Huawei Mate Xs im Test Video aufrufen
Alloy Elite 2 im Test: Voll programmierbare Tastatur mit Weihnachtsbaumbeleuchtung
Alloy Elite 2 im Test
Voll programmierbare Tastatur mit Weihnachtsbaumbeleuchtung

HyperX verbaut in seiner neuen Gaming-Tastatur erstmals eigene Schalter und lässt der RGB-Beleuchtung sehr viel Raum. Die Verarbeitungsqualität ist hoch, der Preis angemessen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Ergonomische Tastatur im Test Logitech erfüllt auch kleine Wünsche
  2. Keyboardio Atreus Programmierbare ergonomische Mini-Tastatur für unterwegs
  3. Keychron K6 Kompakte drahtlose Tastatur mit austauschbaren Switches

Energiewende: Schafft endlich das Brennstoffzellenauto ab!
Energiewende
Schafft endlich das Brennstoffzellenauto ab!

Sie sind teurer und leistungsschwächer als E-Autos und brauchen dreimal so viel Strom. Der Akku hat gewonnen. Wasserstoff sollte für Chemie benutzt werden.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Hyundai Nexo Wasserdampf im Rückspiegel
  2. Brennstoffzellenauto Bayern will 100 Wasserstofftankstellen bauen
  3. Elektromobilität Daimler und Volvo wollen Brennstoffzellen für Lkw entwickeln

Zukunft in Serien: Realistischer, als uns lieb sein kann
Zukunft in Serien
Realistischer, als uns lieb sein kann

Ältere Science-Fiction-Produktionen haben oft eher unrealistische Szenarien entworfen. Die guten neueren, wie Black Mirror, Years and Years und Upload nehmen hingegen Technik aus dem Jetzt und denken sie weiter.
Von Peter Osteried

  1. Power-to-Liquid Sunfire plant E-Fuels-Produktion in Norwegen
  2. Gebäudetechnik Thyssen-Krupp baut neuen Aufzugsturm
  3. Airbus Elektronische Nasen sollen Sprengstoff aufspüren

    •  /