Abo
  • IT-Karriere:

Huawei: Informatiker gegen Ausschluss aus politischen Gründen

Die Gesellschaft für Informatik fordert eine Auswahl der 5G-Netzausrüster nach technischen und wirtschaftlichen Parametern. Vorwürfe wie die gegen Huawei könne man auch Cisco, Nokia und Ericsson machen.

Artikel veröffentlicht am ,
ENISA Article 13a Expert Group trifft sich am 13. März
ENISA Article 13a Expert Group trifft sich am 13. März (Bild: ENISA)

Die Gesellschaft für Informatik (GI) hat sich gegen einen Ausschluss von Telekommunikationsausrüstern aus politischen Gründen ausgesprochen. Der Arbeitskreis Datenschutz und IT-Sicherheit forderte am 26. März 2019: "Ein Ausschluss von Anbietern aus politischen Gründen darf nicht erfolgen; die Nationalität der Anbieter darf beim 5G-Netzaufbau keine Rolle spielen. Entscheidend für die Auswahl dürfen ausschließlich technische und wirtschaftliche Parameter sein."

Stellenmarkt
  1. Software AG, Darmstadt, Saarbrücken
  2. Finanzbehörde - Personalabteilung Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburg

Alle in Kommunikationsnetzen verbauten Komponenten (Hardware, Software, Firmware, Code und anderes) müssten vom zuständigen deutschen BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) oder der ENISA (Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit) auf ihr Sicherheitsniveau geprüft und auch zertifiziert werden - auf Basis der internationalen Common Criteria (ISO/IEC 15408). Die Prüfergebnisse müssten vollständig veröffentlicht werden. In Kommunikationsnetzen dürften ausschließlich geprüfte und zertifizierte Produkte eingesetzt werden.

Professor Pohl nimmt Stellung

Professor Hartmut Pohl, Sprecher des GI-Präsidiumsarbeitskreises, sagte: "Auch wenn ein IT-System bereits geprüft wurde und Sicherheitslücken erkannt wurden, können in Zukunft immer auch noch weitere offenbar werden. Grundsätzlich kann nicht nachgewiesen werden, dass ein IT-System frei von Sicherheitslücken und damit auch von Angriffspunkten ist. Das Gleiche gilt für von Herstellern bewusst in IT-Systeme eingebaute Hintertüren, die einen unautorisierten Zugriff ermöglichen."

In der aktuellen Debatte um den Ausbau der 5G-Infrastruktur in Deutschland wird darüber diskutiert, den chinesischen Anbieter Huawei von der Auftragsvergabe auszuschließen. Die US-Regierung unterstellt ein Risiko der Überwachung und Sabotage durch eine Nähe zum chinesischen Staat. Vergleichbares könnte jedoch auch anderen global tätigen Anbietern wie Cisco, Ericsson oder Nokia unterstellt werden, erklärte die Gesellschaft für Informatik.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-77%) 11,50€
  2. 1,12€
  3. 4,32€
  4. 26,99€

m9898 26. Mär 2019

Stundenlohn oder in Summe? Nur wenige qualifizierte Berufe haben derartig hohe...

Puschie 26. Mär 2019

Wieso kommt das Thema den jeden Tag - dachte das wäre schon vor Monaten geklärt. Selbst...


Folgen Sie uns
       


Bose Frames im Test

Die Sonnenbrille Frames von Bose hat integrierte Lautsprecher, die den Träger mit Musik beschallen können. Besonders im Straßenverkehr ist das offene Konzept praktisch.

Bose Frames im Test Video aufrufen
FPM-Sicherheitslücke: Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM
FPM-Sicherheitslücke
Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM

Server für den sogenannten FastCGI Process Manager (FPM) können, wenn sie übers Internet erreichbar sind, unbefugten Zugriff auf Dateien eines Systems geben. Das betrifft vor allem HHVM von Facebook, bei PHP sind die Risiken geringer.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. HHVM Facebooks PHP-Alternative erscheint ohne PHP

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Ryzen 3900X/3700X im Test: AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich
Ryzen 3900X/3700X im Test
AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich

Das beste Prozessor-Design seit dem Athlon 64: Mit den Ryzen 3000 alias Matisse bringt AMD sehr leistungsstarke und Energie-effiziente CPUs zu niedrigen Preisen in den Handel. Obendrein laufen die auch auf zwei Jahre alten sowie günstigen Platinen mit schnellem DDR4-Speicher.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Ryzen 3000 BIOS-Updates schalten PCIe Gen4 für ältere Boards frei
  2. Mehr Performance Windows 10 v1903 hat besseren Ryzen-Scheduler
  3. Picasso für Sockel AM4 AMD verlötet Ryzen 3400G für flottere iGPU

    •  /