Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

5G: Trump könnte Lösung in Kampagne gegen Huawei anbieten

Mangels Beweisen kommen die USA mit ihrer Hintertürenkampagne gegen Huawei nicht weiter. Jetzt könnte Trump eine Kehrtwende machen.
/ Achim Sawall
24 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Beschäftigte von Huawei USA im Jahr 2011 (Bild: Huawei)
Beschäftigte von Huawei USA im Jahr 2011 Bild: Huawei

US-Präsident Donald Trump könnte eine Lösung in der laufenden Verbotskampagne gegen Huawei anbieten. Auf Twitter schrieb er(öffnet im neuen Fenster): "Ich möchte, dass die Vereinigten Staaten durch Wettbewerb gewinnen, nicht indem sie derzeit fortschrittlichere Technologien blockieren."

Huawei zu Spionagevorwürfen im Golem.de Interview
Huawei zu Spionagevorwürfen im Golem.de Interview (07:35)

Ken Hu, Rotating Chief Operating Officer bei Huawei, erwiderte: "Unser Unternehmen ist stets bereit, echtes 5G im Wettbewerb in den USA aufzubauen."

Die USA gehen seit Ende Januar gerichtlich gegen Huawei vor. Dem weltgrößten Telekommunikationsausrüster werden Verstöße gegen Iran-Sanktionen, Geldwäsche, Betrug, Verschwörung zur Behinderung der Justiz und Industriespionage vorgeworfen. Einige Vertreter der Regierung haben auf einen Präsidialerlass gedrängt, der chinesische Netzwerkausrüster komplett verbieten will.

Experten glauben laut Financial Times jedoch,(öffnet im neuen Fenster) dass der Tweet des Präsidenten darauf hindeute, er könnte den Kurs ändern, möglicherweise um mit der chinesischen Regierung ein breiteres Handelsabkommen abzuschließen. Pekings führender Handelsunterhändler, Liu He, sollte den US-Handelsvertreter Robert Lighthizer am Donnerstag in Washington treffen.

Kehrtwende bei Trump immer möglich

Eine ähnliche Wende vollzog Trump im vergangenen Jahr mit ZTE, einem anderen chinesischen Telekommunikationsanbieter, den der US-Präsident unerwartet vor US-Sanktionen gerettet hatte. Es ist aber auch möglich, dass Trumps Tweets wie so oft keine Konsequenzen haben.

In einem weiteren Tweet(öffnet im neuen Fenster) betonte Trump: "Ich möchte so schnell wie möglich 5G- und sogar 6G-Technologie in den Vereinigten Staaten. Sie sind weitaus leistungsfähiger, schneller und intelligenter als der derzeitige Standard. Amerikanische Unternehmen müssen ihre Anstrengungen verstärken oder sie fallen zurück. Es gibt keinen Grund, warum wir hinterherhinken sollten."

Tatsächlich haben die USA keinen führenden Mobilfunkausrüster mehr, besonders im Bereich Radio. Lucent Technologies fusionierte im Jahr 2006 mit der französischen Alcatel. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde von Nokia gekauft. Das Mobilfunknetzgeschäft von Motorola Solutions wurde im Jahr 2010 von Nokia Siemens Networks übernommen.


Relevante Themen