Wipe-Attacke: Hackergruppe legt Medizintechnik-Konzern Stryker lahm
Die Hackergruppe Handala behauptet, bei Stryker – einem US-Medizintechnikkonzern mit 56.000 Mitarbeitern in 61 Ländern und 25 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz – Daten von mehr als 200.000 Systemen, Servern und Mobilgeräten gelöscht zu haben. Am stärksten betroffen: der irische Standort Cork, Strykers größtes Zentrum außerhalb der USA, bei dem über 5.000 Mitarbeiter nach Hause geschickt wurden.
Stryker bestätigte auf seiner Website den Vorfall(öffnet im neuen Fenster) , nannte aber noch keine Details.
Microsoft Intune als Einfallstor
Nach Informationen von Krebs On Security(öffnet im neuen Fenster) nutzten die Angreifer offenbar Microsoft Intune, eine cloudbasierte Geräteverwaltungsplattform, um remote Löschbefehle auf verbundenen Geräten auszuführen. Mitarbeiter berichteten auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) , sie seien angewiesen worden, Intune sofort zu deinstallieren. Gesperrte Geräte zeigten das Handala-Logo(öffnet im neuen Fenster) auf dem Anmeldebildschirm. Im irischen Büro koordinierten sich Mitarbeiter über Whatsapp(öffnet im neuen Fenster) , da jedes mit dem Netzwerk verbundene Gerät gelöscht worden sei, so der Irish Examiner.
Irans Geheimdienst im Hintergrund
Laut Palo Alto Networks(öffnet im neuen Fenster) ist Handala ein Tarnname für Void Manticore, eine Gruppe mit direkter Verbindung zum iranischen Geheimdienst MOIS. Als Motiv nennt die Gruppe in einem Manifest, das auf Telegram veröffentlicht wurde, einen US-Raketenangriff vom 28. Februar 2026 auf eine iranische Schule, bei dem laut New York Times mindestens 175 Menschen – überwiegend Kinder – ums Leben gekommen sein sollen. Zudem zielt Handala auf Strykers Übernahme des israelischen Unternehmens Orthospace im Jahr 2019 ab.
Angriff auf die medizinische Versorgungskette
Ein Arzt an einem US-Universitätskrankenhaus berichtete Krebs On Security, er könne keine Materialien für chirurgische Eingriffe über Stryker bestellen. Die American Hospital Association bestätigte, dass die Lage beobachtet werde – konkrete Auswirkungen auf den Krankenhausbetrieb seien aber noch nicht verifiziert. Das Ausmaß des Schadens ist weiterhin unklar.
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