Labor-Version: AVM zieht SMB3-Unterstützung für Fritzboxen zurück

Der Fritzbox-Hersteller AVM muss die Unterstützung für SMB3 in den Labor-Versionen für seine Router nach nur wenigen Monaten wieder zurückziehen. Begründet wird das mit alten inkompatiblen Clients.

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Die Labor-Versionen für die Fritzboxen unterstützen SMB3 vorerst nicht mehr.
Die Labor-Versionen für die Fritzboxen unterstützen SMB3 vorerst nicht mehr. (Bild: AVM)

Offenbar haben die Tests von AVM zur Unterstützung des Netzwerkprotokolls SMB3 zu einigen Problemen bei den teilnehmenden Nutzern geführt. So schreibt der Routerhersteller in den Release Notes zu der Version 7.08-67160 von Fritz OS: "Änderung - Unterstützung von SMBv3/v2 entfernt auf Grund diverser Kompatibilitätsprobleme mit einer Vielzahl von Clients, die SMBv1 benötigen".

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Das betrifft ausschließlich die als Labor bezeichneten Betaversionen für das Betriebssystem der Fritzboxen des Herstellers. Die Nutzung von SMB3 hat der Hersteller erst Anfang dieses Jahres ebenfalls in einer Labor-Version testweise eingeführt. Nutzer der stabilen Versionen hat die Funktion damit bisher nicht erreicht und das wird wohl auch für einige Zeit noch gelten. AVM bemüht sich aber eigenen Angaben zufolge darum, die SMB3-Unterstützung weiter umzusetzen.

Veraltetes SMB1 bereitet Probleme

Eine Sicherheitslücke im Protokoll SMB1 war der Auslöser für die Wanna Cry genannte Schadsoftware, die ab Mai 2017 für massive Schäden in vielen ungepatchten Systemen sorgte. Unter anderem deshalb und wegen weiterer Sicherheitserwägungen hat Microsoft die Unterstützung für SMB1 in aktuellen Versionen von Windows 10 seit Ende des Jahres 2017 standardmäßig deaktiviert.

Der Nachfolger SMB2 ist mit Windows Vista im Jahr 2006 erschienen, SMB3 dann schließlich mit Windows 8 im Jahr 2012. Microsoft bezeichnet das mittlerweile fast 30 Jahre alte SMB1-Protokoll darüber hinaus seit 2014 als veraltet und empfiehlt seinen Nutzern, die Unterstützung dafür zu deaktivieren.

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Ein Upgrade auf aktuelle Versionen des SMB-Protokolls scheint für viele Hersteller aber ein großes Problem zu sein. Eine von Microsoft aufbereitete Liste dazu ist sehr lang und umfasst auch viel Software, die nicht mehr von den Herstellern offiziell unterstützt, aber noch eingesetzt wird.

Dass AVM bisher nur SMB1 unterstützt hat, liegt an der Software-Auswahl des Unternehmens. Bei unseren Recherchen zur technischen Richtlinie für Heimrouter bestätigte der Hersteller AVM auf Anfrage von Golem.de, eine veraltete Version der Open-Source-Software Samba einzusetzen und diese selbst zu warten, anstatt die neueren Versionen unter der GPLv3-Lizenz zu nutzen. Das Samba-Projekt wechselte bereits im Jahr 2007 auf die GPLv3.

Auf Nachfrage von Golem.de zu der nun für SMB3 genutzten Software hatte AVM mitgeteilt, dass es sich dabei nicht um eine Open-Source-Lösung handele, also explizit kein Samba eingesetzt werde und die Lösung auch nicht unter GPL stehe.

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LinuxMcBook 29. Mär 2019

Das setzt aber doch voraus, dass es in den Umgebungen mindestens einen Client geben...

johnripper 28. Mär 2019

Nein. In bestimmten Szenarien bleibt SMBv1 auch in Windows 10 aktiv (Upgrade von 1703 o...

xf01213 28. Mär 2019

Auch Samba verlangt nur wenig damit das Legacy-Zeug verschwindet (teilweise sind das auch...

xf01213 28. Mär 2019

SMB1 kann Client- und Server-seitig deaktiviert werden: Damit ein Rechner, der selbst...

xf01213 28. Mär 2019

Vorschlag ist nur fast gut: wenn jemand die Standard Ansicht der Fritzbox oberfläche...



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