Internetbetrug: 122 Millionen US-Dollar von Facebook und Google erschwindelt

Falsche Bankkonten und E-Mail-Konten: Ein Litauer konnte viel Geld von Facebook und Google stehlen, indem er sich als Hardwaredistributor ausgegeben hatte. Was ihn letztlich überführt hat: Gier.

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Einige Opfer haben den Köder geschluckt.
Einige Opfer haben den Köder geschluckt. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Der Litauer Evaldas Rimasauskas hat 122 Millionen US-Dollar von Unternehmen wie Facebook und Google erschwindelt. Der Trick: Er gab sich als der taiwanische Hardwareausrüster Quanta Computers aus. Vor Gericht habe er seine Tat gestanden (PDF), nachdem er vorerst auf seine Unschuld in dem Fall plädiert hatte, berichtet das britische IT-Magazin The Register. 50 Millionen US-Dollar werden von seinen verschiedenen Bankkonten in Zypern und Lettland konfisziert. Zudem muss der 50-Jährige wahrscheinlich 300.000 US-Dollar Strafe zahlen und neun Jahre im Gefängnis verbringen.

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Rimasaukus hatte falsche Konten und E-Mail-Adressen erstellt, mit denen er Rechnungen an Facebook- und Google-Mitarbeiter, meist für neue Hardware, versandt hat. Es ist nicht bekannt, welche Hardware er den Unternehmen präsentiert hat. The Registers Annahme, dass es sich um Open-Compute-Server handelt, klingt plausibel. Sowohl Facebook als auch Google stellen sich diese Produkte in ihre Rechenzentren. Zudem lässt sich mit Enterprise-Hardware viel Geld auf einen Schlag machen, was die hohe Summe erklärt, die der Litauer erlangen konnte.

Gier führt zu Verhaftung

Was ihn wohl letztlich überführte: Er konnte mit seinem Betrug nicht aufhören. Die US-Polizeibehörde FBI konnte ihn letztlich nach Vilnius zurückverfolgen und ihn festnehmen - für eine Anklage wegen Internetbetrug und drei Fällen von Geldwäsche. Die Regierung habe mittlerweile den Großteil des erschwindelten Geldes zurückerlangen können. Das Urteil soll im Juli verkündet werden.

Fälle wie dieser zeigen, dass E-Mail-Scam, als eine der ältesten Formen des Internetbetrugs, noch immer gut funktioniert, selbst bei technikaffinen Unternehmen wie Facebook und Google, deren Mitarbeiter im Normalfall auf solche Betrugsversuche vorbereitet sein sollten. Der Schein kann trügen.

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neocron 27. Mär 2019

ob ich ihn nehmen wuerde, habe ich gar nicht benannt ... ich habe gefragt wieviel wohl...

psydym 27. Mär 2019

Ich vermute mal: Kundengewinnungsprogramm. Banken geben ja auch gerne 50 bis 100 euro...

Bluejanis 27. Mär 2019

Vermutlich wollte Op aber genau darauf hinaus. Und ja, reich werden ist wahrscheinlich...

AllDayPiano 26. Mär 2019

Vor allem ist halt lustig, wie oft die Leute sich dann in Widersprüche verwickeln. Und...

der Fl0sch 26. Mär 2019

Vor 10 Jahren stimmte das vielleicht mit der Creme de la Creme bei diesen Läden noch...



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